Studie Patiententötung: Töten Ärzte und Pfleger regelmäßig Patienten?

    • Ich definiere Tötung folgendermaßen: Tötung ist ein absichtliches Herbeiführen des Todes eines anderen Menschen.

      Ärzte und Pfleger haben oftmals ein sehr hohes Stresslevel in ihrem Beruf und die Vorgehensweise der Ärzte hat nicht zwangsläufig mit der Motalitätsrate der Patienten zu tun. Behandlungsfehler können auftreten eine Gewährleistung gibt es da nicht. Viele Krankenhäuser sind derart unterbelegt, dass die Patientenrate derart hoch ist, dass die Ärzte und Pfleger viel zu oft über ihre persönlichen Grenzen hinaus arbeiten müssen. Dass nach einer 60-80 Stundenwoche irgendwann keine Konzentration mehr vorhanden ist und Fehler auftreten liegt auf der Hand. Die hygienischen Mängel in Krankenhäusern sind ein weiterer Risikofaktor, die allerdings widerum zu häufig an mangelndem Personal liegt. Und wer entscheidet wie viele Arbeitskräfte eingestellt werden? Die Ärzte oder die Pfleger? Nein, nicht wirklich. Die Klinikleitung und die Klinikleitung steht widerum unter Druck weil sie ein begrenztes Budget zur Verfügung hat etc.

      Es ist meiner Meinung nach selbstverständlich falsch, mutwillig andere Patienten, durch eine Behandlungsmaßnahme die nicht notwendig ist, in Lebensgefahr zu bringen. Dies ist für mich ein klarer Fall der Tötung und somit indiskutabel. Es gibt einzelne Fälle in denen man dies wirklich beweisen kann und bei den anderen bleibt es in diesem Artikel bei Schätzungen oder Mutmaßungen. Damit möchte ich nicht arbeiten.

      Mir gefällt an dem Artikel weder die erzeugte Katastrophenstimmung noch die Pauschalisierungen. Es ist oftmals so dass irgendwelche Studien, die nicht näher erläutert werden, in einem Artikel ausgeführt werden. Auf Studien kann sich ein jeder stützen und viele mag dies auch als Beweis ausreichen allerdings sind hier auch wieder nicht die genauen Messkriterien auf die die Studie basiert aufgeführt. Meiner Meinung nach ist ein solch undifferenzierter Beitrag mit einer Überschrift, die man auch auf einer Bildzeitung finden könnte unseriös und nicht weiterbildend. Es gibt unzählige Studien und nicht wenige sind völlig ohne empirische Grundlage erstellt...

      Die nächste kritische Frage, die ich stelle ist: Was könnte denn die AOK für ein Interesse haben, diese Dinge aufzudecken?
      Entsteht dadurch nicht das Bild einer superumsorgenden Krankenkasse, die sich als einzige gegen die bösen Verschwärungen der Ärzte wendet? Ich stelle viele Fragen aber werde die Antworten weder in diesem Artikel finden noch sonst irgendwo.
      "Wer nicht will, findet Gründe. Wer will, findet Wege."
    • An den meisten Berichten, ist doch auch schon ein kleines Fünkchen Wahrheit mit dran.

      Nicht alles ist nur an den Haaren herbeigeszogen und auf reine Aufmerksamkeitshascherei ausgerichtet, oder dient lediglich nur der Sensationslustbefriedigung.

      Schwer ist es allerdings, zugegebenermaßen, jeweils erkennen zu können, wo genau etwas dran ist und falls ja wieviel, und wo hingegen nicht.
    • Das meine ich damit auch nicht. Es gibt sicherlich Fälle, in denen fahrlässig gehandelt worden ist. Allerdings ist es ein Unterschied ob man daraus gleich eine pauschalisierende Aussage entstehen lässt oder recht differenziert an das Thema heran geht. Der Artikel wirft mehr Fragen auf (meiner Meinung nach) als er beantworten und faktisch belegen kann.
      "Wer nicht will, findet Gründe. Wer will, findet Wege."
    • Allerdings ist es ein Unterschied ob man daraus gleich eine pauschalisierende Aussage entstehen lässt oder recht differenziert an das Thema heran geht. Der Artikel wirft mehr Fragen auf (meiner Meinung nach) als er beantworten und faktisch belegen kann.
      das seh ich absolut genauso

      ich denke es gibt überall schwarze schafe, genauso wie es auch in so unternehmen wie der aok menschen gibt, die wirklich auch gutes bewirken möchten. niemals ist etwas immer gut oder immer schlecht. schon gar nicht wenn es aus vielen menschen besteht.
      Wir leben zu sehr in der Vergangenheit, haben Angst vor der Zukunft und vergessen dabei völlig, die Gegenwart zu genießen.
      Autor: unbekannt
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