AfD-Diskussionsthread

    • Anders_Andersson schrieb:



      es wird frau merkel zb. gerne vorgeworfen, dass sie erst schweigt und dann etwas zu einem thema sagt, wenn sie merkt woher der wind weht. das kann man auch anders sehen, sie möchte vlt auch einfach den willen des volkes wissen, damit sie das berücksichtigen kann in ihrer entscheidung. (ok jetzt wo ich das schreibe, merk ich selbst wie naiv das klingt ^^ aber prinzipiell ist es genauso möglich wie die negativen motive die unterstellt werden)
      mir geht dieses merkel-bashing auch tierisch auf den keks. während die meisten eben schnell mal brüllen und hitzig werden (ist ja sicher auch dem testosteron geschuldet teilweise) und eben polemisch werden und platte unüberlegte parolen raushauen, hat sie hat die kühle überlegte ruhe einer wissenschaftlerin.
      soweit ich weiß, hat sie ihre doktor(?)arbeit zum thema atomphysik geschrieben, was für mich als jemand, den vor allem umweltpolitische aspekte interessieren bezüglich ihrer verdienste beim ausstieg aus der atomenergie...also ich finde das ganz nützlich.
      Man mag ihr lahmarschigeit vorwerfen, aber gut ding will weile haben und gute entscheidungen sind noch nie übers knie gebrochen worden.
      ausserdem hat sie bezüglich der flüchtlingsfrage eben jene christliche nächstenliebe vorangestellt, mit köln hat da niemand gerechnet.
      wobei ich noch nicht mal weiß, ob die gute getauft ist, oder die jugendweihe hat.

      ich seh jetzt keine heilige in ihr und mir sind z.b. waffenexporte und die daraus resultierenden verwicklungen (andererseits auch deutschlands wohlstand - nur leider klebt unsichtbares blut an dem geld) wohl bewusst, aber ich finde wir hätten es deutlich schlimmer treffen können.

      und rumbrüllen und verteufeln und hate speech sind leider so viel einfacher, als daran zu arbeiten, dass was sich zum besseren wendet und bei sich selbst im kleinen anzufangen. ist doch verschwendete zeit mit dem finger auf die großen zu zeigen, die man soviel nützlicher verwenden könnte.

      (1 stunde hate speech im internet vs. rausgehen und ein bisschen urban gardening betrieben und ein paar samenbomben werfen. oder einen kuchen backen und den nachbarn eine freude machen - it's your choice)
    • Rein theoretisch wäre eine Koalisation,
      zwischen CDU/CSU,der SPD,den Linken,den Grünen optimal.
      Jeder könnte seine Ziele verfolgen,
      die Grünen,alles was Umwelt betrifft bedienen.das Soziale
      von der SPD und den Linken überwacht wird,
      die Leistungsfähigkeit,die sehr wohl auf konservativen Werten basiert,
      CDU/CSU zuordnen.

      Alle Probleme mit Fachleuten besetzt.

      Traumtänzerei,das hat noch nie funktioniert.

      Es wird,wie immer ein Geschacher geben - tausche notleidende Menschen
      gegen notleidende Menschen.

      Die meiner Vorstellung entsprechen.
      Als Bundestagsabgeorneter mit so viel Geld gesegnet bin,
      daß ich in keinem Assoviertel leben muß.

      Schon lange die Unzufriedenheit Derer,die hochgebildet,als Praktikanten
      ausgeplündert werden,
      die Chancenlosigkeit Derer,die trotz harter Arbeit ihre Miete nicht bezahlen können.

      Andererseits Milliardenüberschüsse,trotz Bankenpleite oder Abgasskandal.

      Wo bleiben diese Überschüsse?
      Sie landen mit Sicherheit nicht dort,
      wo sie dringend benötigt werden.


      Wo es absolut keine Frage ist,wieviel notleidende Flüchtlinge
      Deutschland aufnehmen kann.
      Scheiss der Hund auf irgendwelche Zahlen.

      Ich werde keinem Menschen die Tür weisen,
      der mich um Hilfe bittet.

      Jedem in den Arsch treten,der die Grundlagen
      der multikulturellen BRD verletzt.

      Glaubt,das alleinige Recht auf Wissen zu haben,
      sich damit über andere Menschen stellen will.

      Zu feige ist,sein eigenes Land aufzubauen,
      so,daß es für Alle lebenswert ist.

      Ich bin traditionell sozialdemokratisches Urgestein,
      dem vollkommen klar ist,
      warum es eine AFD gibt......

      :Ratte: :cry444:
      Noch ist nicht aller Tage Abend
    • honesty schrieb:

      soweit ich weiß, hat sie ihre doktor(?)arbeit zum thema atomphysik geschrieben, was für mich als jemand, den vor allem umweltpolitische aspekte interessieren bezüglich ihrer verdienste beim ausstieg aus der atomenergie...also ich finde das ganz nützlich.
      Ich sehe hier keine (ehrlichen) Verdienste. Der Atomausstieg bzw. das vorherige Moratorium war meiner Meinung nach reiner Eigennutz als Folge von Fukushima im Hinblick auf die damals anstehenden Landtagswahlen in Baden-Württemberg. Genutzt hat es der CDU nichts.

      Der Atomausstieg an für sich ist natürlich richtig. Aber das Beispiel verdeutlicht doch, dass Merkel nicht regiert, sie reagiert, verwaltet nur. Martin Schulz hat sie letzens völlig zu Recht als "Ideenstaubsauger" bezeichnet. Ein eigenes politisches Profil hat sie schon lange nicht mehr, was sie völlig unberechenbar macht. Hinzukommt, dass seitens Merkel, ihre engen politischen Vertrauten (die CSU mal ausgenommen) und vor allem den Medien in letzter Zeit eine Art Meinungsmonopol aufgebaut wurde und eine politische Kontroverse kaum noch stattfand. Deshalb mache ich auch Merkel ganz persönlich für den Wahlerfolg der AfD verantwortlich.

      Das beste an der Bundestagswahl war meiner Meinung nach, dass die SPD in die Opposition gehen will und - so meine Hoffnung - wieder zu wirklicher Sozialdemokratie zurückfindet bzw. sich stärker von der CDU abheben kann. Die SPD hat, denke ich, ein viel höheres Wählerpotential.

      Vielleicht liege ich aber auch total falsch. Immerhin sagte Merkel ja kurz nach der Bundestagswahl "Ich sehe nicht, was wir anders machen sollten" .
    • @JasM
      darf ich mal kurz nachfragen, was daran schlimm ist, wenn man seine meinung zu einem thema ändert?
      (ich mag das echt gerne verstehen, das ist kein provozieren!)
      hat sie nicht auch gesagt, dass fukushima ihre meinung zum atomausstieg geändert hätte? wäre es nicht halsstarrig, nach so einem ereignis dann an seiner alten meinung festzuhalten?
      ich versteh einfach nicht, wieso man ihr "fähnchen im wind" vorwirft, nur weil sie auch mal ihre meinung ändert, wenn zb. so ereignisse es aufzeigen.
      genauso wie bei "ehe für alle". sagt sie auch klar, dass bei ihr in den letzten jahren ein umdenken stattgefunden hat, weshalb sie zwar immer noch gegen die ehe für alle sei aber das thema homosexualität insgesamt deutlich entspannter sieht und toleranter geworden ist.
      ist sowas nicht einfach menschlich und ehrlich? und vlt auch gut weil es zeit, dass dieser mensch bereit ist, an sich zu arbeiten und zu verändern?

      "ich sehe nichts was ich ändern müsste".... ich fand die aussage in der situation auch ziemlich dämlich ;) so knapp nach ner "wahlschlappe" wirkt das iwie etwas selbstherrlich ^^
      prinzipiell seh ich doch einiges was man (CDU) ändern könnte/sollte, andererseits kann ich nachvollziehen, wenn man einen bestimmten grundstandpunkt beibehält. falls es um den geht, find ich das auch ok, weil die cdu ja für gewisse werte "steht" (oder stand? hmmm)

      @Ratte
      ich weiss zwar dass ich mich damit bei einigen "unbeliebt" mache, aber rot rot grün wäre für mich der personifizierte alptraum. (und da hilft mir dann die schwarze mitregierung nicht mehr). ich bin da wohl zu sehr schrödergeschädigt und mache die spd da für zu viele dinge verantwortlich die sich heute noch auswirken. eben genau so dinge wie du sie zum teil angesprochen hast, dieses mit den praktikanten etc. für mich ist das ein spd-ding. klar die cdu hätte das korrigieren müssen, aber innerlich groll ich da der spd.
      ich habe das gefühl, seit schröder gehts mit den sozialen dingen nur immer weiter abwärts, als wenn er da ne trendwende eingeleitet hätte und die cdu danach sozusagen gesagt hat "na wenn die spd schon so unsozial ist, dann dürfen wir das ja auch ...."
      nachtrag(edit) und die vorstellung dass die grünen oder die Linken es dann wieder rausreisen sollen, da schaudert es mir regelrecht :(
      den linken kann ich null vertrauen und die grünen sind mir immer noch zu sehr mit altlasten (stichwort pädophilie) belastet.
      ich würde mich selbst als eher deutlich links bezeichnen, aber parteilich geh ich da nicht mit.
      Wir leben zu sehr in der Vergangenheit, haben Angst vor der Zukunft und vergessen dabei völlig, die Gegenwart zu genießen.
      Autor: unbekannt
    • Ich sehe die Bundeskanlerin nicht so negativ,
      was ihre Leistungen angeht.

      Ich möchte als Sozi keinen Herrn Schulz als Bundeskanzler haben.

      Dr. Angela Merkel bewahrte die Union vor einem gewaltigem Absturz,
      zog sie aus dem Spendenmorast ihres Vorgängers heraus.
      Sie hat nicht Alles falsch gemacht,unter viel härteren Bedingungen,
      als es bei ihrem Vorgänger gab.

      Ich empfinde auch die Begriffe "Links und "Rechts"
      nicht mehr ganz zeitgemäß.

      Der kürzlich verstorbene Heiner Geissler war ein Paradebeispiel,
      ein Linker unter den Rechten.

      Ein linker Arbeiter ist ein anderer Wähler,
      als ein linker Student.

      Der springt sehr schnell ab,wenn sich Sozialdemokratie
      in Phantastereien verliert.

      Wenn sich die "Arbeiterpartei" nicht mehr von der
      "Arbeitgeberpartei" unterscheidet..........

      Oscar Lafontaine hatte es in der Hand,
      er hatte die gesamte SPD hinter sich.

      Als es darauf ankam,schickte er ein Ziehkind Willi Brands vor,Scharping.
      Auch als "Bin Baden" bekannt.

      Dann kam die geniale Nummer mit ABK Schröder.
      Die er garnicht nötig hatte.
      Er kniff dann auch noch vor einem mächtigen Ministerposten.

      Danach spaltete er die Sozialdemokratie,
      die Ost und West vereint,ein politischer Hoffnungsschimmer
      sein könnte.

      Dieses Wahlergebnis zeigt,daß wir vor den Trümmern der Demokratie stehen.
      Da spielt eine AFD keine Rolle.

      Wer fürchtet,das in Deutschland bald wieder Hakenkreuzfahnen wehen,
      liegt aus meiner Sicht falsch.

      Die Hysterie um die AFD eignet sich doch prima dazu,
      von der eigenen Unzulänglichkeit abzulenken.

      Politik ist nicht eine Form
      des Idealismus,
      sie ist ein dreckiges Geschäft........


      :Ratte: :cry444:
      Noch ist nicht aller Tage Abend
    • Neu

      @Ratte
      Zu Deinem Text fällt mir gerade der Spruch ein:

      "Wer in jungen Jahren nicht links wählt, hat kein Herz.
      Wer in älteren Jahren immer noch links wählt, hat keinen Verstand."

      Ich bin jetzt nicht unbedingt Fan von diesem Spruch, finde aber auch, dass Begriffe wie links oder rechts nicht mehr zeitgemäß sind. :halloween-18:
      "Und die Zeiger werden stillstehen,
      lass uns den Moment bewahren.
      Und dann fühlen wir uns wie früher,
      in unseren besten jungen Jahren."
    • Neu

      "Rechts " und "Links" bedeutete in den Anfängen der Bundesrepublik
      der Unterschied zwischen konservativ wohlhabend
      und sozialdemokratisch gerecht miteinander teilen wollen.

      Als Konrad Adenauer im hohen Alter,einen neuen Staat gründen mußte,
      heraus aus Größenwahn,
      konnte er sich auf seine Opposition verlassen.

      Nicht weil sie gegen ihn waren,
      sondern ihn zum
      Nachdenken anregten.

      Es gab einen jungen Franz Joseph Strauss,
      der aus Bayern ein Superland machte.

      Einen Kurt Schuhmacher,
      dem Inbegriff der Sozialdemokratie.

      Es folgten Jahre der Demokratie,
      Regierung und Opposition kämpften gemeinsam um das Wohlergehen
      eines neuen Landes.

      Das aus Menschen bestand,die urplötzlich keine Nazis mehr sein wollten,
      genauso aus Menschen,die es nie waren.
      Daraus sind Menschen entstanden,die politisch neu dachten.

      1968 wurde der Nazimuff fast endgültig entfernt.
      Dann kam der Wohlstand,damit der Irrsinn.
      Wir Deutschen können Alles,
      egal,ob das vierte Reich.

      Die Löhne und Gehälter stiegen,
      die angeblichen Kosten auch.


      Heute stehen Wir vor einer neuen "Definition" der Demokratie.

      Ist die parlamentarische Demokratie am Ende,
      die uns ein Mann verornete,der selber im KZ saß,
      was alle "Deutschen






      Ich wünschte mir eine Jugend,Die sich für ihre Zukunft
      interessieren würde......

      Links"/"Rechts"?

      Vielleicht sollten wir einmal ernsthaft darüber nachdeNken,
      nicht im Hass tennen..
      Uns wieder darauf besinnen,
      was wir sind..........


      Verzagte Ratte..........
      nachdenken.

      Darüber diskutieren,
      uns damit weiterbringen.
      Noch ist nicht aller Tage Abend
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