Häusersiedlung für Kinder der Nacht

  • Vorab: Hoffentlich habe ich nirgends einen Thread übersehen, der selbiges bereits thematisiert. Sonst sorry hiermit, dann meinen Thread bitte löschen.


    Hallo liebe Kinder der Nacht :)


    Mir ist bekannt, das in den USA schwer umweltvergiftete Menschen, die wegen u.a. massiven Allergien gegen Dufststoffe und sonstige Chemikalien jeder Art, auf die sie u.u. lebensbedrohlich reagieren können, eine eigene Wohnwagenkolonie gegründet haben, in der sie zusammen leben. In ihrer Siedlung sind alle Menschen vollkommen Dufstofffrei, und es gibt auch ansonsten keinerlei Chemikalien in dieser Siedlung. Woanders könnten diese Menschen nicht (über-)leben, weil die Chemikalien/Duftstoffe sie zu Vollkrüppeln machten, oder gar töteten.


    Ich weiß ausserdem von einem Projekt aus den vermutlich 70er Jahren, vom Bau einer speziellen kleinen Siedlung (ich glaube in Tübigen ist das wenn ich nicht irre, wo sie bis heute noch existiert), bestehend aus einigen Häusern (für ca. 20 Personen geschätzt) die kreisförmig angelegt wurden (wenn ich nicht irre) und die allesamt inklusive allem drumherum (Gehwege, Gemeinschaftsgarten, Autoabstellplätzen usw.) vollkommen ökologisch ausgelegt waren (errichtet zum nahezu selben Preis nachweislich, was giftbelastete 0815 Platenbauten kosten). Es gab ausser den Wohnungen viele Gemeinschftsräume, wo sich die Bewohner jederzeit, Tag & Nacht, treffen konnten, z.B. um gemeinsam irgenwdwelche Spiele zu spielen (Tischtennis, Dart, Brettspiele etc.), sich zu unterhalten, gemeinsam TV zu schauen usw..
    Das Projekt wollte zum einen eine vollkommen gesunde und günstige Bauweise aufzeigen und zum anderen sollte es förderlich sein gegen Einsamkeit und/oder Ausgeschlossenheit. Jeder sollte jedem helfen und man sollte sich an zig Stellen treffen können um immer in gutem Kontkt zu stehen, so der Grundgedanke.


    Durch diese beiden Projekte kam mir in den Sinn, wäre ich reich genug, würde ich wohl ein ähnliches Projekt versuchen irgendwo ins Leben zu rufen, in Form einer ähnlichen Häusersiedlung wie der oben beschriebenen (wobei nicht im Kreis gebaut werden müsste, es ginge z.B. auch futuristisch oder sonstwie, egal, hauptsache alles in der Anlage zielte auf eine starke Gemeinschaft ab, die sich gegenseitig unterstützt und hilft und gegenseitig nacheinander schaut). Diese Anlage sollte ausschließlich für Menschen aus dem Kinder der Nacht Forum sein, welche schwer krank und alleine sind, und die dadurch zwangsisoliert ihr Dasein frißten müssen, ohne jegliche Chance, jemals auf normalem Weg ihrer Isolation entfliehen zu können.


    Aber leider bin ich nicht reich und kann deswegen solch ein Projekt niemals realisieren :( kenne auch keines in der Art mit einem ähnlichen Konzept, zumindest nicht in Deutschland.


    Wollte fragen, ob jemand von Euch ebenfalls solche oder ähnliche Gedanken hat/hatte, oder was ihr halt ansonsten von solch einem Projekt halten würdet.


    • Würdet ihr euch solch einem Projekt versuchen anzuschließen, wenn ihr die Möglichkeit dazu geboten bekämt?
    • Wenn ihr reich wärt, so richtig schweinereich meine ich, würdet auch ihr solch ein Projekt gut heissen und versuchen es in die Tat umzusetzen?
  • Ja,auf jeden Fall.
    Nicht umsonst gibt es den Thread Kinder der Nacht Stadt von mir.
    Leider habe ich nicht das Geld so etwas zu gründen im realen Leben...

    Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe die wir hinterlassen wenn wir gehen.


    Albert Schweitzer

  • Das wäre ein schöner Traum. Ähnliche Projekte gibt es in Deutschland auch für ältere Menschen. :halloweenhappy:

    When you can't find the words to say,
    it's hard to make it through another day.
    And it makes me want to cry,
    and throw my hands up to the sky.
    -Adrian Smith-

  • Schwer umsetzbar wenn nicht mal Selbsthilfegruppen (SHG) lange halten.
    Aber eine wundervolle Idee.
    Sowas würde aber nicht mal der Lions Club unterstützen da es zu teuer ist.
    Oder der Rotary Club.


    Es is doch schon fast unmöglich Unterstützung zu bekommen wenn man ne SHG aufbaut.
    Sobald man in Infrastruktur investieren will nachhaltig wars das.


    Und was wenn es zu unübbrückbaren Konflikten kommt innerhalb des Systems der Kinder der Nacht Siedlung?
    Da gibts keinen Psychologen der das ehrenamtlich auf laaaaaaaaaaaange Sicht unterstützt.
    Denn das wäre für den ohne Benefit n heftiges Ehrenamt.


    Auch die Gefahr das daraus n betreutes Wohnen wird is nicht auszuschließen. Da die Siedlung einfach zu viel Unterstützung bräuchte und da meine ich nicht die Finanzierung der Siedlung was das bauen angeht.


    Solange man keinen Millionär kennt...... hahaha
    Guter Witz bei ekelhaften Steuerhinterziehern wie Hoeneß wird das nix.


    Von der dreckigen degenerierten asozialen Gesellschaft brauchen wir nix erwarten. Da gibts keinen zum Beispiel Till Schweiger der sowas bedingungslos unterstützt. Und da rede ich sehrwohl vom Siedlungsbau und weitern Sachen.


    Ein schöner Traum da Kinder der Nacht in dieser widerwärtigen Welt allgemein -egal ob Forumskids oder nicht- keinen jucken.
    Denn sonst hätte diese dreckige Gesellschaft schon längst solche Projekte ins Leben gerufen.
    Und so lange Hilfe nicht per Gesetz für gewisse Steuerhinterzieher und Leute die n Pool von Suhl bis Istanbul haben zur Pflicht wird,bleibt das alles nur n Traum für oft am Exsistenzminimum lebende psychisch Angeknackste.


    Aber die Idee is schön.

    Hoffentlich is es irgendwann einfach nur vorbei,man is so müde von dem ganzen Mist.

    2 Mal editiert, zuletzt von arkei31 ()

  • Ich finde die Idee total toll, aber wüsste auch leider nicht, wie sowas funktionieren sollte,auch wo und ohne, dass sich jemand einmischt.


    Aber rein utopisch gedacht eine wirklich tolle Idee! Also, wenn du einen Weg findest, das umzusetzen oder es umgesetzt zu bekommen von wem auch immer, nur zu :Halloweenwink:


    Nur ob ich mich anschließen würde?
    Ich glaube, dazu wäre ich zu feige und zu sehr auf Hilfe von außen angewiesen. Einfach nicht mutig genug,um mich auf etwas einzulassen, was nicht "erprobt" ist, auch wenn die Idee so toll ist.
    Das liegt aber wirklich an mir, und wenn so etwas, mal weitergesponnen, in einigen Jahren erst fertig wäre und ich weitergekommen, würde ich wahrscheinlich sogar wieder anders denken und es mir überlegen. :halloweengrin:

  • Nö, ich halte da gar nichts davon..das ist meiner bescheidenen Meinung nach nur schönes Wunschdenken, das jeglicher Realität entbehrt. Wir alle sind - trotz (und vorallem auch WEGEN) unserer Probleme - Individuen, und höchstwahrscheinlich (in der ungeschminkten harten Realität und eben nicht virtuell..) alle so verschieden, dass es nur wenige hier geben würde, die sich m.M. nach wirklich zusammenfinden könnten. Da bedarf es wohl wesentlich mehr als nur "gemeinsamer" psychischer oder körperlicher Probleme...oder zumindest müßte man wohl mindestens zuerst eine Vielzahl von speziellen Untergruppen bilden, ähnlich wie in einer Selbsthilfegruppe, da mischt man ja auch nicht beliebige "Problemfälle" miteinander, sondern orientiert sich zumindest nach ganz spezifischen Bereichen...


    Man sollte auch nicht vergessen, dass viele von uns wohl auch grad deswegen so isoliert sind (oder sich allein und ausgegrenzt fühlen..), WEIL sie so "speziell" in ihrer Eigenart sind und sich extrem schwer irgendwo integrieren können..ich zähle da jedenfalls definitiv dazu...da mach ich mir schon lange nichts mehr vor..


    Ein ähnliche Diskussion gab es auch mal in einem Forum für HSPs, wo sich letztendlich auch nur herausgestellt hat, wie vielschichtig wir (also die HSPs) letztlich doch alle sind..und dass unsere "Gemeinsamkeit" leider nur ein kleiner Teil von all dem ist, was uns ganz persönlich in unserer oftmals sehr tragischen Eigenart ausmacht...


    Ich würde mir aber natürlich wünschen, dass es von staatlicher Seite wesentlich mehr Angebote und und leichter zugängliche Therapieplätze für Menschen mit sozialen Eigenarten, Persönlichkeitsstörungen, schwerwiegenden psychischen/körperlichen Krankheiten und Abnormitäten usw. geben würde. Das wäre auch schon ein Schritt in eine bessere Richtung...



    “It is no measure of health to be well adjusted to a profoundly sick society.”

    Jiddu Krishnamurti

    9 Mal editiert, zuletzt von Rainman ()

  • Ich bin da zwiegespalten. Auf der einen Seite klingt es total schön und voll süß, aber auf der anderen Seite hat es auch was von einem Ghetto von wegen: "Guck mal, da wohnen die Psychos." Eigentlich wollen sich viele doch gar nicht abgrenzen oder abschotten, sondern tun das wegen ihrer Krankheit. Es ist zwar nicht gleich Abgrenzung, nur weil man zusammen in einem Gebiet wohnt, aber es hat schon irgendwie was von Flucht und Isolation vor der Außenwelt. Natürlich verstehen sich die meisten hier auch gut, aber auf realen Stationen in Kliniken geht auch nicht immer alles glatt zwischen den Patienten, selbst wenn sie ähnliche Krankheitsbilder haben. Ich finde es daher schwierig, auch wenn die Vorstellung an sich verlockend klingt.

  • Das wäre ein schöner Traum. Ähnliche Projekte gibt es in Deutschland auch für ältere Menschen.

    Trotz immer wieder ausgiebigen danach Googelns werde ich nicht so recht fündig, was in etwa ähnliche Projekte anbelangt. Kennst Du vielleicht welche der erwähnten speziellen Projekte für ältere Menschen namentlich Crow?


    Früher gab es mal die Organisation "Graue Panther", die für ältere Menschen, Gemeinschaftswohnprojekte unterhielt. Hab gegoggelt, finde aber nichts mehr über die (nur eine Partei namens "Graue Panther" taucht auf, die aber wohl nichts mit dem damailigen Wohnprojekten/Wohnmodellen, das ich meine, zu tun hat). Ältere Menschen, die noch einigermaßen fit waren, lebten zusammen in Gemeinschaften und unterstützen sich quasi gegenseitig so gut es ging. In Gärten um die Häuser, bauten sie z.B. Obst & Gemüse an, um sich dadurch teils selbst zu versorgen. Tiere gabs meist auch dort. Einer paßte zusätzlich auf den anderen auf. Wichtig, man konnte dort für wenig Geld existieren/leben.


    Ein damailger Bekannter von mir, der nie ein normales Leben lebte, nie einer geregelten Arbeit nachging und der somit auch keinerlei Steuern entrichtete und der dadurch keine Alterversorgung hatte, wollte im Alter dorthin, zu den besagten grauen Panthern und dort seinen Lebensabend verbringen (wo es nicht nur vornehmlich um Kohle und Wohlstand, und jeder ist sich nur selbst der Nächste etc. geht). Habe leider schon sehr lange keinen Kontakt mehr zu ihm, sonst hätte ich ihn mal fragen können. was aus dem damailigen Projekt inzwischen geworden ist. Vielleicht habe ich auch nur ungeschickt danach gegoogelt, das ich nicht wirklich fündig wurde. Die Auswirkungen meiner Erkrankungen, rauben mir oft bei solcherlei Such/Nachforschungsaktionen die notwenige Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer, etc. ...


    Bin inzwischen noch auf etwas anderes, vom Prinzip her beinahe änhliches, gestoßen, das vor ca. 4-8 Wochen im Fernsehen lief - in Bezug auf ältere Leute.


    "Green Care" nennt sich das Projekt.


    Die Sendung lief im ZDF unter dem Titel:
    "Bauernhof statt Altersheim - Alt werden zwischen Hahn und Esel"


    In den Niederlanden, Norwegen, der Schweiz und Österreich gibt es bereits mehrere Tausend landwirtschaftliche Betriebe, die Senioren unter dem Begriff "Green Care" eine solche Wohnmöglichkeit als Alternative zum Altersheim anbieten. In Deutschland existieren gerade mal rund zwei Dutzend betreute Senioren-Wohngemeinschaften auf Bauernhöfen. Sie ermöglichen einen Lebensabend in familienähnlichen Strukturen mit dem typischen Alltagsleben auf dem Land. Die Pflege übernimmt bei Bedarf ein Pflegedienst. Die Betreiber wollen den Bewohnern im fortgeschrittenen Alter mehr Eigenständigkeit und Lebensqualität bieten, auch wenn sie gebrechlich oder dement sind. Dabei sind die Kosten wesentlich geringer als im Altersheim.

    Was ich mir wünschte wäre ja in etwa sowas. Aber vlt. nicht nur für ausschließlich ältere Menschen alleine, sondern gemischt wäre cool. Das z.B. auch jüngere Leute mit ggf. psychischen, oder aber auch sonstigen Leiden, dort integriert werden könnten, zusammen mit älteren Menschen. Ich bin der Meinung die Vielfalt machts und das alte und junge Menschen bestens zusammen harmonieren können, weiß ich aus jahrzehntelangen parktischen Erfahrungen.