Mein Stern - Du fehlst mir

  • Hi mein Stern,


    jetzt ist dein Tod schon über 2 1/2 Jahre her. Und du fehlst noch immer so sehr. Es tut immer noch weh das du nicht mehr da bist.


    Folgendes habe ich kurz nach deinem Tod im anderen Forum geschrieben:




    Ja das hab ich im Oktober 2017 geschrieben. Als ich ca. 6 Wochen schon in der Klinik war.



    Dadurch konnte ich aber nichtmal zu deiner Beerdigung, weiß nicht mal wo
    du beerdigt wurdest. Konnte nicht dafür sorgen, daß dein Lied gespielt
    wird bei deiner Beerdigung. Konnte nicht wirklich von dir Abschied
    nehmen.
    Es tut mir alles so leid.

  • Folgende Gedichte habe ich nach deinem Tod für dich geschrieben:


    Das Leben geht weiter




    Das Leben geht weiter
    auch wenn grad alles trüb ist, statt heiter.
    Vor fast zwei Wochen hast du mich verlassen,
    ich kann den riesigen Schmerz kaum in Worte fassen.
    10 Jahre gab es dich in meinem Leben.
    Und nun? Geht es ohne dich weiter das Leben.
    Du warst so viel für mich.
    Wieso ließt du mich im Stich?
    Warum bist du jetzt schon gegangen?
    Unsere gemeinsame Zeit vergangen.
    In der Zukunft bin ich hier ohne dich.
    Immer wieder laufen Tränen über mein Gesicht.
    Du warst mein Partner, dann mein bester Freund, mein Stern.
    Du warst ein so wichtiger Teil meines Lebens und ich hatte dich mehr als nur gern.
    Ich wünschte ich könnte zu dir,
    einfach fort von hier.
    Aber ich weiß, daß würdest du nicht wollen.
    Doch es ist grade so schwer weiter leben zu wollen.
    Du wünschst dir sicher, daß ich glücklich bin.
    Nur wie? Sah ich in meinem Leben doch schon vorher keinen Sinn.
    Doch eins ist sicher und klar:
    Drogen sollen in meinem Leben nie wieder sein da.
    Ich versuche stark zu sein und zu leben, für dich.
    Denn anders geht es nicht, kann nicht leben nur für mich.
    Ja, das Leben geht weiter,
    und vielleicht wird es irgendwann ja auch heiter.




    **************
    1 Monat ohne Licht




    Heute ist es genau ein Monat her
    und es schmerzt noch immer so sehr.
    Ich hatte dich so gern
    und du warst doch mein Stern.
    Stern und Sternchen; erinnerst du dich an das Gedicht?
    Wie wir die Dunkelheit gemeinsam besiegen mit Licht.
    Und jetzt bist du wirklich ein Stern der vom Himmel scheint.
    Und ich? Ich scheine grade nicht, sondern bin die die weint.
    1 Monat ohne dich.
    1 Monat Dunkelheit, kein Licht.
    Es tut so weh an dich zu denken
    kann ich meine Gedanken doch nicht auf schöne Erinnerungen lenken.
    Immer noch sind diese furchtbaren Bilder da
    und das Grauen des letzten Abends so nah.
    Immer war die 7 unsere Glückszahl.
    Von nun an ist der 7. jeden Monat eine Qual.
    Wie soll ich ohne dich in der Welt bestehen?
    Weiß nicht mal wie ich jetzt eine miesen Gedanken übersteh.
    Was soll ich ohne dich auf der Welt machen?
    Wie nur irgendwann wieder richtig lachen?
    Ich weiß du würdest wollen, daß ich glücklich bin.
    Aber wie nur? Wie bekomme ich es hin?




    *****************
    Es tut so verdammt weh,
    daß ich dich nun nicht mehr seh.
    Manchmal scheint es als hätten wir gestern noch gesprochen,
    dann fällt mir ein es war nicht so und mein Herz ist gebrochen.
    Du fehlst hier so sehr
    doch die Zeit vergeht immer mehr.
    Ich habe so Angst irgendwann immer mehr zu vergessen,
    dabei haben wir doch so viele schöne Zeiten besessen.
    Für mich geht das Leben irgendwie weiter.
    Allerdings ist es zur Zeit so gar nicht heiter.
    Ich hoffe so sehr, daß es dir gut geht wo auch immer du bist.
    Ich hab noch nie jemanden so wie dich hier vermisst.
    Nie wieder kann ich zu dir gehen.
    Nie mehr dich sehen.
    Nie wieder mit dir reden.
    Nie mehr dir ein Lächeln geben.
    Jetzt bin ich ein Sternchen ohne Stern.
    Du leuchtest jetzt am Himmel, so fern.
    Ohne dich bin ich als Sternchen hier so klein.
    Ich fühle mich schrecklich und so allein.
    Bitte, bitte paß von da oben auf mich auf.
    Damit ich stark bleibe und nicht vor der Welt davonlauf.
    Du würdest wollen, daß ich lebe.
    Also ganz viel Mühe ich mir gebe.
    Damit du stolz sein kannst auf mich,
    so wie ich es immer war auf dich!




    ******************************
    Nun bist du schon so lange fort,
    weit entfernt an einem für mich noch unerreichbaren Ort.
    Wann nur trocknen die Tränen in meinem Kissen?
    Werde ich dich jemals weniger als jetzt vermissen?
    Noch immer bist du mein Stern.
    Aber nicht mehr nah, sondern sooo fern.
    Du fehlst mir so sehr.
    Die Tage vergehen immer mehr.
    Nun ist es nicht mehr lang,
    mir ist jetzt schon Angst und Bang.
    Bald ist er da dein Todestag.
    Ich weiß immer weniger wie ich noch zu leben vermag.
    Warum reißt sie mich so tief runter die Trauer?
    So wie jetzt kann es nicht weiter gehen auf Dauer.
    Ich will so gerne zu dir,
    einfach fort von hier.
    Aber wenn ich jetzt die Welt verlasse wärst du sauer
    und so bleibe ich hier, allein mit meiner Trauer




    *************************************
    1 Jahr


    Nun ist es heute schon ein Jahr,
    auch wenn ich nicht will - es ist wahr!
    Der heutige Tag wird so schwer.
    Du fehlst noch immer so sehr!
    Wie soll ich den Tag heute überstehen?
    Würde ich dir doch so gerne hinterher gehen.
    Dir einfach in den Himmel folgen; die weite Ferne.
    Dann wären wir wieder beieinander, wie früher, zwei Sterne.


    Auf der Welt ist es so schwer ohne dich.
    Du fehlst einfach und ich vermisse dich.
    Ich halte dieses Leben ohne dich nicht aus.
    Haltet die Welt an - ich will raus.
    Ich möchte auch endlich sterben.
    Mein Leben besteht doch eh nur aus Scherben.
    Doch du, du würdest wollen, daß ich glücklich bin.
    Drum bleib ich hier und such in meinem Leben einen Sinn.

  • Ich weiß nicht, ob du möchtest, dass man hier antwortet. Ich hoffe es ist ok.


    Ich möchte dir mein Mitgefühl aussprechen. Deine Trauer und der Schmerz über den Verlust kann man in jeder Zeile herausfühlen.


    Vielleicht kannst du jetzt nochmal symbolisch Abschied nehmen.
    An einem Ort, den ihr beide mochtet. Oder den ihr beide mal gemeinsam besucht habt. Um jemanden in Gedanken nah zu sein, muss es nicht das Grab sein, wenn du nicht weiß wo der Ort der Beerdigung ist. Du kannst vielleicht einen Ort schaffen, wo du hingehen kannst, wenn du ihm nah sein willst.
    Dort sein Lied spielen, das bei der Beerdigung hätte gespielt werden sollen und dich verabschieden.



    Ruhe in Frieden unbekannte Seele und pass von dort, wo du jetzt bist auf deine Einhorn-Fee auf.

    "I will be so strong looking for an new version of myself
    'cause now all I want is to be a part of my new world"
    (Cecilia Krull - My Life is going on)

  • Ich weiß nicht, ob du möchtest, dass man hier antwortet. Ich hoffe es ist ok.

    Hi Amalthea, Vielen dank für deine Antwort. Ja es ist ok wenn hier geantwortet wird und ich habe mich über deine Antwort gefreut.

    Ich möchte dir mein Mitgefühl aussprechen. Deine Trauer und der Schmerz über den Verlust kann man in jeder Zeile herausfühlen.

    Ja es tut wirklich verdammt weh. Und ich danke dir für dein Mitgefühl.

    Vielleicht kannst du jetzt nochmal symbolisch Abschied nehmen.
    An einem Ort, den ihr beide mochtet. Oder den ihr beide mal gemeinsam besucht habt. Um jemanden in Gedanken nah zu sein, muss es nicht das Grab sein, wenn du nicht weiß wo der Ort der Beerdigung ist. Du kannst vielleicht einen Ort schaffen, wo du hingehen kannst, wenn du ihm nah sein willst.
    Dort sein Lied spielen, das bei der Beerdigung hätte gespielt werden sollen und dich verabschieden.

    Darüber habe ich auch schonmal nachgedacht. Aber ich habe irgendwie Angst es alleine zu machen. Was ist wenn es zuviel wird und ich da dann zusammenbreche? Ich den Schmerz dann nicht aushalte?

    Ruhe in Frieden unbekannte Seele und pass von dort, wo du jetzt bist auf deine Einhorn-Fee auf.

    Das tut er. Das weiß ich.

  • Darüber habe ich auch schonmal nachgedacht. Aber ich habe irgendwie Angst es alleine zu machen. Was ist wenn es zuviel wird und ich da dann zusammenbreche? Ich den Schmerz dann nicht aushalte?

    Das kann ich gut verstehen, dass du Angst hast es alleine zu machen.
    Gäbe es denn vielleicht jemand, der dich begleiten könnte? Vielleicht auch einfach nur dabei sein, etwas im Hintergrund, für den Fall, dass es zuviel wird.
    Momentan ja alles eh schwer, und bei dir ja aktuell sowieso wegen dem Fuß, wie du in der Vorstellung sagtest.
    Vielleicht, wenn sich alles etwas beruhigt hat, du wieder raus kannst und du auch jemand mitnehmen dürftest.


    Ich denke schon, dass so ein symbolisches Abschied nehmen sehr schmerzhaft für dich wäre. Vielleicht auch zu viel. Das kann ich nicht einschätzen.
    Aber ich glaube auch, dass das Leben ohne ihn mit dem Gefühl nie wirklich Abschied genommen zu haben sehr schmerzhaft ist.
    Jeder geht anders mit dem Tod und Verlust von Personen um.
    Ich persönlich habe es so erlebt, dass es mir bei der Verarbeitung hilft Abschied zu nehmen. Auch ohne Beerdigung und Grab. Ich kenne diese Situation leider und hatte immer das Gefühl, dass etwas fehlt ohne diesen Abschied. Ich habe dieses symbolische Abschied nehmen und symbolisch losslassen benötigt um mit dem Verlust leben zu können.
    Das muss natürlich nicht bei dir auch zutreffend sein.


    eine gewisse "Grundstabilität" ist sicher gut, wenn die vorhanden ist für so etwas.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass es erstmal sehr schwer wäre und es dir wahrscheinlich während dieses bewusst Abschied nehmen nicht gut geht. Aber vielleicht könnte es helfen bei der Verarbeitung. Bei einem Leben ohne ihn. Denn das musst du ohne ihn führen. So als eine Art bewussten Schritt in ein Leben ohne ihn als Mensch an deiner Seite.
    In Gedanken und Erinnerung wird er immer an deiner Seite sein!
    Du könntest diesen Ort dann auch aufsuchen, wenn du ihm nah sein willst. Um das ein bisschen zu bündeln. Dass es einen Ort gibt, wo ihr zusammen seid und einen Ort für dich im hier und jetzt wo du lebst. Dass es weniger stark verschwimmt. Und die Erinnerung irgendwann nicht mehr nur wehtut und der Verlust so präsent ist, sondern.


    Ich finde auch die Gedichte die du schreibst sehr schön. Ich finde es sehr gut, dass du da eine Möglichkeit mit hast, Worte an ihn zu richten.

    "I will be so strong looking for an new version of myself
    'cause now all I want is to be a part of my new world"
    (Cecilia Krull - My Life is going on)

  • Das kann ich gut verstehen, dass du Angst hast es alleine zu machen.
    Gäbe es denn vielleicht jemand, der dich begleiten könnte? Vielleicht auch einfach nur dabei sein, etwas im Hintergrund, für den Fall, dass es zuviel wird.
    Momentan ja alles eh schwer, und bei dir ja aktuell sowieso wegen dem Fuß, wie du in der Vorstellung sagtest.
    Vielleicht, wenn sich alles etwas beruhigt hat, du wieder raus kannst und du auch jemand mitnehmen dürftest.

    Da müsste ich schauen. Ich meine vielleicht könnte ich das ja auch mit meiner Betreuerin zusammen machen. Aber ich bin mir da noch nicht so sicher.

    Ich denke schon, dass so ein symbolisches Abschied nehmen sehr schmerzhaft für dich wäre. Vielleicht auch zu viel. Das kann ich nicht einschätzen.

    Bisher war ich über seinen Todestag hinüber immer in der Klinik, weil ich es so nicht ausgehalten habe. Könnte also wirklich zuviel sein.


    Aber ich glaube auch, dass das Leben ohne ihn mit dem Gefühl nie wirklich Abschied genommen zu haben sehr schmerzhaft ist.

    Ja das ist es.

    eine gewisse "Grundstabilität" ist sicher gut, wenn die vorhanden ist für so etwas.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass es erstmal sehr schwer wäre und es dir wahrscheinlich während dieses bewusst Abschied nehmen nicht gut geht. Aber vielleicht könnte es helfen bei der Verarbeitung. Bei einem Leben ohne ihn. Denn das musst du ohne ihn führen. So als eine Art bewussten Schritt in ein Leben ohne ihn als Mensch an deiner Seite.
    In Gedanken und Erinnerung wird er immer an deiner Seite sein!
    Du könntest diesen Ort dann auch aufsuchen, wenn du ihm nah sein willst. Um das ein bisschen zu bündeln. Dass es einen Ort gibt, wo ihr zusammen seid und einen Ort für dich im hier und jetzt wo du lebst. Dass es weniger stark verschwimmt. Und die Erinnerung irgendwann nicht mehr nur wehtut und der Verlust so präsent ist, sondern.

    Ja einerseits denke ich schon, daß es bei der Verarbeitung helfen würde, andererseits habe ich total Angst davor.
    Ich weiß grad echt nicht was diesbezüglich richtig wäre.

    Ich finde auch die Gedichte die du schreibst sehr schön. Ich finde es sehr gut, dass du da eine Möglichkeit mit hast, Worte an ihn zu richten.

    Freut mich das dir die Gedichte gefallen.


    Und ich danke dir für deine Antworten und deine Worte