Work/Life Balance

  • „Acht Stunden arbeiten, acht Stunden schlafen und acht Stunden Freizeit und Erholung“


    Funktioniert dieses Konzept für euch? Findet ihr ausreichend Zeit zur Erholung?


    Wie viele Stunden arbeitet ihr?


    Erhaltet ihr einen Nachteilsausgleich aufgrund eurer Erkrankung (z.B. durch Grad der psychischen Behinderung)?


    Würdet ihr gerne mehr oder weniger arbeiten? Warum?


    Angenommen, ihr hättet die freie Wahl, wie würde eure perfekte Work/Life Balance aussehen? Wie viele Stunden würdet ihr arbeiten wollen? Oder überhaupt? Wofür wollt ihr eure Freizeit nutzen?

  • 8 Stunden Arbeit und 8 Stunden Erholung. Dabei wird vergessen, dass man meistens in den 8 Stunden Freizeit noch den Fahrtweg zur Arbeit hat. Mit Glück ist dieser kurz. Bei mir dauerte er einmal 4 Stunden (hin und zurück) mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Was bedeutet, dass am Ende nur 4 Stunden Freizeit übrig blieben.
    Wenn man dann noch tolle Arbeitszeiten hat, lebt man gefühlt nur noch für die Arbeit und die Work-Life-Balance ist einfach nur ein schönes Wort.


    8 Stunden sind für mich schon in Ordnung. Ich brauche nur ordentliche Arbeitszeiten, damit ich nicht nur für die Arbeit lebe und die wenige Zeit Zuhause mit Warten verbringe, bis ich wieder zur Arbeit muss.

  • Bei den 8h Arbeit ist ja noch ne Stunde Pause dabei, also ist man meist 9h in der Firma. Dann noch der Weg, da ist man schnell mal 10h oder mehr außer Haus, wegen der Arbeit.
    In der Freizeit muss man sich ja auch noch um anderes kümmern, Termine, EInkauf usw.
    Auch mit der 5-Tage Woche kam ich nicht klar. Freitag platt ins Bett gefallen, Samstag ausgeschlafen.. Dann war der quasi auch schon rum... Sonntag denkt man dann nur dass es morgen schon wieder weiter geht.
    Vielleicht ist das bei mir auch eine Sache der Psyche oder meiner Einstellungen zu dem Ganzen. Aber ich kam mit dem System nicht klar. Ich konnte mich nie wirklich erholen und Jahr für Jahr wurde es schlimmer, bis dann Schlafstörungen dazu kamen und gar nichts mehr ging.
    Also 5-Tage / 40h gehen für mich gar nicht. Ich weiß nicht wie andere das schaffen. Für mich dreht sich dann das ganze Leben gefühlt nur um die Arbeit, weil man zu Hause ja auch nur versucht sich irgendwie zu erholen um den nächsten Tag irgendwie zu schaffen. Keine Ahnung. Man muss vielleicht das Glück haben dass einem der Job wirklich Spaß macht und man gerne dort ist.

  • Ich arbeite nicht Vollzeit. Ich arbeite derzeit "nur" 29,5 Stunden die Woche studieren aber nebenbei, sodass die "freien" Tage fürs Studium drauf gehen und ich sie somit nicht als freie Tage ansehe.
    Bevor ich angefangen habe zu studieren habe ich Vollzeit gearbeitet. Im Schichtdienst, das heißt da hatte ich dann trotzdem auch immer mal 3 oder 4 Tage am Stück frei ohne Urlaub. Dafür natürlich dann auch 12 Dienste am Stück oä.


    Im Moment ist es mir eigentlich zu viel und ich würde gerne weniger arbeiten. Aber mit weniger Stunden kann ich mir das Studium nicht leisten.
    Nach dem Studium könnte ich mir gut vorstellen weiterhin nur die 29,5 Stunden zu arbeiten. Dann hätte ich einen Tag mehr frei in der Woche und einen Tag wo ich nur einen dreiviertel Tag arbeiten würde.
    Die zwei Tage frei am Wochenende empfinde ich schon oft als wenig. Samstag dann ab und an noch dies und das erledigen oder lernen, dann vielleicht Sonntag n bisschen frei und dann wars das auch wieder mit frei.
    Da waren früher die 3-4 Tage frei erholsamer.


    Was ich als ganz angenehm empfunden habe war als ich zwei Jobs hatte, aber beide nicht Vollzeit. Den einen in 29,5 Stunden / Woche und dann noch 3-4 Dienste im Monat im anderen Job. Die 3-4 Dienste waren dann echt recht entspannt, weil selbst wenn da irgendwas nicht gut lief es mich nicht so gestört hat, weil ich dann ja eh auch bald schon wieder länger frei hatte.


    Mehr Freizeit könnte ich für so einiges nutzen. Haushalt, der oft liegen bleibt, ein Buch lesen, Sport machen, eine längere Fahrradtour, Kurzurlaube..

    "I will be so strong looking for an new version of myself
    'cause now all I want is to be a part of my new world"
    (Cecilia Krull - My Life is going on)

  • Ich arbeite zur Zeit 30 h in der Woche und habe jeden Tag noch 1,5 h Fahrtzeit. Zu Hause angekommen warten dann die Kids mit ihren Schulproblemen auf mich oder aber wollen zum Training bzw. Musikunterricht gefahren werden. Leider haben wir nicht so eine gute Anbindung an Öffis wie in Großstädten. Ab und zu schafft es mein Mann den Part zu übernehmen aber das ist an einer Hand abzählbar.
    Während der Therapie habe ich gelernt Zeit für mich zu nutzen nun dies kann ich abhacken. Es fehlen mir die neu gewonnen Freizeitaktivitäten für mein Seelenleben aber seit demich wieder arbeite ist es kaum machbar. Bin Donnerstags schon reif fürs WE....

  • Ich bin für gewöhnlich 10 Stunden wegen der Arbeit außer Haus, gelegentlich ein wenig länger.


    8 Stunden Schlaf kommt ca hin, wobei ich davon meist 2 - 3 Stunden brauche bis ich richtig einschlafen kann.


    Würde ich weniger arbeiten wüsste ich eventuell nicht womit ich die mehr gewonnene Freizeit auf Dauer füllen sollte.