Thema: Das wollte ich meiner Mutter/ meinem Vater schon immer mal sagen.....

  • !Achtung könnte triggern!


    Zu meiner Mama:
    Wieso hast du weggeschaut als die ganzen schlimmen Dinge passiert sind. Hast du wirklich geschlafen oder nur so getan als ob. Hast du wirklich nichts bemerkt?


    ich weiß nicht wieso aber inzwischen ist unser Kontakt sehr gut. Seit er nicht mehr da ist sind wir beide anscheinend wieder Mutter und Tochter.


    Zu meinem Vater:


    schade dass wir schon so schlecht gestartet wir hatten nie die Möglichkeit eine gute Bindung aufzubauen. Die Entfernung war zu groß die Streitereien zwischen dir und Mama einfach für mich zu laut.


    ich hoffe dennoch dass es dir gut geht. Ich glaube immernoch dass du kein schlechter Mensch bist sondern einfach einen schwierigen Charakter hast. Ich hasse dich nicht aber ich habe nicht die Kraft dich in mein Leben zu lassen.




    Trigger Ende.



    Schreibt gerne eure Gedanken hier hinein. Da ich inzwischen Mama bin wüsste ich gerne welche Gefühle eure Eltern bei euch hinterlassen haben.

  • Achtung lange Schimpftirade und vielleicht trigger



    So fertig.
    Joa das musste mal gesagt werden.
    Beschwerden wegen Verstoßes gegen des 4. Gebot der Bibel bitte als Sammelklage bei Gott einreichen.


    Rebellion allein macht noch keinen Menschen. Sie ist nur ein erster Schritt auf einem langen, schwierigen und nie endenden Weg
    zur Überwindung der Furcht vor der Freiheit, ein eigenes Selbst und ein menschliches Herz zu haben.

  • An meinen Vater: Danke, dass du mich immer unterstützt hast. Du warst schwach, aber du hast dein Bestes getan. Auch die Scheidung war zu meinem Besten. Ich freue mich darüber, dass du den Mut hattest, einmal Nein zu meiner Mutter zu sagen. Du warst immer ein Vorbild für mich. Ich teile zwar deine Interessen nicht, aber das muss kein Problem sein. Also mach auch bitte keins daraus.


    An meine Mutter: Da gäbe es so viel zu sagen. Zuerst das Positive: Du hast dich für meine Zahnspange eingesetzt, die ich dringend brauchte, und mir den Schulstoff beigebracht, wenn es auch nicht unbedingt 5h lang bis spät nachts hätte sein müssen. Das Klavier und Ballett habe ich wegen dir angefangen und es hat mir gefallen, leider kam es dann so, dass ich Klavier weitermachen musste und Ballett nicht weitermachen durfte, obwohl es mir umgekehrt lieber gewesen wäre. Und wenn du nicht umgezogen wärst, wäre das Mobbing weitergegangen und ich hätte vermutlich den letzten Schritt gemacht. Du gabst mir die Chance, in einem neuen Ort neu anzufangen. Du hast sogar meinen Umzug hierher unterstützt, auch wenn ich gerne bei der Gestaltung und Einrichtung der Wohnung mitgeredet hätte.


    -Trigger!-


    Zum Negativen: Liebe Mutter, es tut mir leid, dass ich nie sein konnte, was du wolltest. Du willst so viel und ich kann nichts! Es tut mir leid, dass ich zu viele und zu starke Gefühle habe. Es wäre schön gewesen, wenn du mir erlaubt hättest, sie zu zeigen und zu empfinden. Du bist wegen jeder Kleinigkeit ausgerastet und ich habe immer noch große Angst vor dir, als befände sich eine unsichtbare Nabelschnur zwischen uns. Ich fühle mich alleine nicht lebensfähig, weil du über alles bestimmt und alles für mich gemacht hast, weil du mir nichts zugetraut hast. Ich werde mich niemals wirklich frei fühlen, solange du lebst! Du hast mich für alles beschuldigt und mir keine coolen Sachen wie die inoffizielle Abschlussfeier erlaubt. Du hast mich zu stark bevormundet, ich hätte mehr Freiheit gebraucht. Aber wenigstens hast du mich nicht zuhause eingesperrt.


    Die ganze Zeit ging es um dich, ich konnte froh sein, wenn ich da sein durfte. Ich hatte Todesangst vor dir, weil du so viele nonverbale Drohungen von dir gegeben hast. Ich hatte wirklich Angst um mein Leben, weil ich das Gefühl hatte, nicht existieren zu dürfen. Du hast mich zwar nur einmal aus dem Haus geworfen, aber das war heftig. Es wäre schön gewesen, wenn du sachlich mit mir hättest reden können statt mich anzuschreien. Es würde mich freuen, wenn ich einmal einen Satz beenden dürfte, ohne dass du dazwischen redest (Schon klar, du darfst das, ich nicht!). Wegen dir habe ich vermutlich Bindungsangst, und gleichzeitig machst du Stress, dass du einen Enkel willst. Pech für dich, du wirst keinen bekommen! Ich habe auch Angst vor mir selbst, weil ich weiß, dass du in mir weiterlebst. Du hast immer Recht und ich hatte immer Unrecht. Aber du bist ein Mensch, du kannst nicht immer Recht haben. Du hast dich wie ein kleines Kind verhalten und regelrecht über mich geherrscht. Dich Mama zu nennen hat sich immer falsch angefühlt, also habe ich dich Herrin genannt.
    Ein Teil von mir hasst dich und will dich tot sehen. Ich hasse dich nicht ohne Grund. Ich kann niemanden lieben, weil du mein Vertrauen zerstört hast!
    Ich sehe dir nach, dass du unter ähnlichen Umständen aufgewachsen bist und überfordert mit mir warst, aber du hättest dich selbst mehr reflektieren können, anstatt mich für alles zu beschuldigen.


    Wow, ich wusste selbst nicht, dass es so war und ich so denke. :halloweensuprised: Ein wirklich hilfreicher Thread! Ich könnte ihr das aber niemals so ins Gesicht sagen.

    Auch wenn du glaubst, dass wir verloren sind, steh auf, mein Freund

    und wenn der Frost in unsre Seelen dringt, halt durch, mein Freund!

    Gleich, was das Schicksal hier am Rand der Welt uns noch entgegensetzt,

    wir kehrn nicht um, das Ziel ist nah von hier. Die Hoffnung stirbt zuletzt!

    Santiano - Steh auf

  • Danke an euch beide für die interessanten Beiträge. Schön zu sehen dass es negatives aber auch positives gibt. Ich glaube das eltern vieles richtig machen wollen und dabei doch sehr vieles falschmachen.

  • Warum hast du das getan? Es gibt keine Rechtfertigung oder Entschuldigung für dein Verhalten, aber ich war nicht mal ein besonders schwieriges Kind. Ich bin schwierig geworden, weil du mich hast glauben lassen, dass ich nichts bin, nichts kann, nichts weiß ...



    Du warst überfordert? Du wusstest dir nicht anders zu helfen?
    Ich war ein Kind und ich habe nichts getan. Vielleicht habe ich meine Hausaufgaben nicht gemacht oder mein Zimmer nicht aufgeräumt. Und deswegen ... wendest du Gewalt an?

    Ich hab Angst, so wie du zu werden. Es widert mich an, das ein Teil von dir in mir vorhanden ist.

  • Ich habe IHM absolut nichts mehr zu sagen.


    Trigger:


    Es gab ein Treffen mit meinem Vater vor 2 Jahren. Da habe ich mich nochmal mit ihm hingesetzt und mit ihm „gesprochen“... ich habe ihm alles gesagt was er mir genommen hat und warum ich ihn hasse. Ich hab ihm gesagt was er mir geschenkt hat und warum ich ihn deshalb auch geliebet habe. Er hat gehört, dass diese Liebe kindlich ist und nichts was ich heute empfinde... und dass er ein dreckiges perverses Schwein ist, das eigentlich damals schon eingesperrt gehört hätte. Ich habe mir alles von der Seele gesprochen, er hat nichts gesagt bis ich ihm wie ein Häufchen Elend gegenüber saß. Dann hat er gesagt „Bist du jetzt fertig?“ und ist aufgestanden und gegangen.


    Deshalb habe ich heute keine Worte mehr für ihn



    Meiner Mutter würde ich gerne sagen: du bist erbärmlich... du wusstest so viel, hast so viele Wunden versorgt und mir immer nur gesagt, ich müsse jetzt langsam brav werden und aufhören zu provozieren. Vertaut hab ich dir, du hast mich umsorgt, aber das war alles nur um den Schein zu waren und ihm den Rücken freizuhalten. Du hast immer alles mit seiner Krankheit entschuldigt und mir gesagt, du hälst keinen zweiten bipolaren Mann in deiner Umgebung mehr aus. Ich halte dich nicht aus und bin froh dass ich das nicht mehr muss

  • An die Mutter : Danke für nichts
    An den Vater : Hoffe bist tot und es war qualvoll :Halloweenangry:

    Das Biest erblickte das Antlitz der Schönheit und von diesem Tag an war es dem Tod geweiht.

  • TRIGGER

    An meine Mutter:


    Ich war Dir immer zuviel, genauso wie meine älteren Schwestern. Also warum nicht wenigstens etwas positives draus ziehen und mit den Blagen Geld verdienen, nicht wahr? Und das lief ja auch prima für Dich. Wir waren eine sichere Einkommensquelle für Dich. Die einzige Auflage, die unsere "Onkel" hatten war, uns lebend wieder zu bringen. Der Rest war Dir egal. Und haben wir nicht gespurt gabs mit dem Stock. Trotzdem hab ich immer gehofft, dass Du mich irgendwann liebst und deshalb noch lange mit Dir Kontakt gehalten. Bis zu dem Tag, wo Du mir vorgeschlagen hast, dass ich ja das selbe auch mit meiner Tochter machen könne, ich wüsste ja, wie es läuft. Du widerliches, dreckiges Miststück! Ich hasse Dich nicht, jedes Gefühl für Dich ist Verschwendung. Du bist mir einfach nur egal, so verdammt egal. Und weisst Du, was das schlimmste ist? Wenn Du jetzt vor mir stehen würdest, wäre ich wieder das kleine Kind und würde kein Wort raus kriegen.
    Ich hoffe, Dein Tod wird lang und schmerzvoll!


    An meinen Vater:


    Nein, Deinen Alkoholismus kann ich nicht als Entschuldigung gelten lassen. Du hättest für uns da sein müssen. Stattdessen hast Du lieber mit mir gebadet, nicht wahr? Damit ich Dir die Liebe gebe, die Deine Frau Dir verwehrt hat. Nun bist Du fast 20 Jahre tot. Ich denke, Du hast Dir ein schöneres Leben gewünscht. Ich mir aber auch!

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