Fernbeziehungen. Kann das funktionieren?

  • Ich bin seit einem halben Jahr mi meinem Freund zusammen. Aber er wohnt in Deutschland. Ich in Österreich. Die einen sagen das unsere Beziehung keinen Sinn macht. Da ich nicht weiß was er so Macht. er könnt sich mit 100 anderen Treffen und ich würde es nicht merken weil ich zu weit weg bin. Die anderen sagn, wenn wir beide dran festhalten und dran glauben kann es funktionieren. Ich liebe ihn unglaublich sehr, aber manchmal macht mir die Beziehung sehr zu schaffen. Manchmal da brauche ich einfache einen Freund den ich anrufe und der dann kurz darauf vor meiner Haustür steht und für mich da ist. Ich weiß manchmal nicht weiter. Er sagte mal: Nur die Distanz hält uns am Leben, Wobei ich meinte das genau die Distanz es ist die mich umbringt. Er versteht das oft nicht, das ich so Tage habe, an dennen ich unglücklich mit der Entfernung bin. Vor allem weil er BPS hat, sich ritzt und unglaublich viele Probleme in der Familie hat, auf die ich oft nicht klar komme. Wenn ich unterwegs bin und er erzählt mir das seine Mutter ihn geschlagen hat, dann is mein ganzer Abend versaut, weil ich in solchen Momenten nicht zu ihm fahren kann. Es macht mich echt fertig. Doch egal wie sehr ich dran zerbreche. Ich geh lieber an der Beziehung kaputt als das ich ihn verliere. Wie denkt ihr über Beziehungen auf Distanz? Hattet ihr schon mal eine? Oder findet ihr sowas sinnlos?

    I wish I'd never made that first cut. But it's my escape.

  • Ich hatte bisher eine Fernbeziehung über 1,5 Jahre.
    Die Zeit war hart und für beide Seiten nur durch engen Kontakt über Telefon etc. zu bewältigen.
    Langfristig würde ich das aber nicht mehr wollen. Übergangsweise für einige Zeit Ja, allerdings braucht eine Beziehung eine andere Perspektive für mich.


    Grundsätzlich finde ich es wichtig, dass du mit deinem Freund über deine Gefühle sprichst - auch bezüglich seiner Probleme. Gerade bei einer Fernbeziehung ist man noch mehr darauf angewiesen, aktiv zu kommunizieren.

  • Also eine Freundin hat eine Fernbeziehung und die kommen gut zurecht...
    Ich hatte auch mal eine, aber für mich wurde die Entfernung mit der Zeit zu einem riesen Problem und seit dem schluss ist bin ich für mich selst egegen fernbeziheungen. Mag sein das ich mir dadurch vielleicht etwas verbaue, aber was bringt es mir, wenn ich da nicht glücklich bin weil ich mein gegenüber nur ein zwei mal im Momat oder so sehen kann...
    Ich will die Möglichkeit haben da hin zu fahren wann ich will und mich deswegen nicht in unkosten zu stürzen...


    Es kann funktionieren... aber es kann auch nach hinten los gehen... kann man so pauschal nicht sagen...

  • Uiii, ich kann mal wieder mit Erfahrungsberichten bereichern. :D


    Aaaalso, ich hatte die gleiche Konstellation, nur das er in Österreich wohnte und ich in Deutschland. Es ging 1,5 Jahre gut bis er einfach keinen Bock mehr hatte.
    Eine Fernbeziehung kann auf jeden Fall funktionieren, allerdings braucht sie noch viel mehr Arbeit und Stärke von beiden Seiten als eine "normale" Beziehung. Denn man muss eben die Größe und das Vertrauen haben und in den anderen setzen können und keine Angst haben das der Partner ständig fremd geht. Des weiteren muss man damit klar kommen und sich auch von Anfang an dessen bewusst sein, dass der Partner eben nicht einfach mal so rum kommen kann.
    Wenn man das alles hinbekommt, ddann ist eine Fernbeziehung kein Problem. Sollte man aber merken, dass man daran kaputt geht, dann sollte man das lieber lassen - ich spreche aus Erfahrung. (Nachdem Schluss war ging es mir von Tag zu Tag besser.)


    Was auf jeden Fall wichtig ist, gilt aber für ALLE Beziehungen, reden! Wenn dich was bedrückt, dir was nicht passt, du dir Sorgen machst - dann rede mit ihm. :)


    Ich wünsche euch alles gute!

  • Hallo,


    Grundsätzlich denke ich,dass eine Fernbeziehung funktionieren kann. Aber dazu gehört jede menge Vertrauen,denn das ist das a und o !


    Ich kann mir vorstellen,wie es dir geht,denn ich selbst hatte einige Wochen(bzw wenige Monate) eine Fernbeziehung. Der Unterschied bei uns beiden ist,dass mein Freund sich damals Unmengen Sorgen um mich gemacht hat. Es hat ihn wirklich fertig gemacht,so weit weg zu sein und nicht dagegen tun zu können,dass ich mich selbstverletzt habe. Er hat ihn viel kraft gekostet,mich zu fragen,ob ich mich erneut geritzt habe,weil er mehr angst vor der Antwort hatte,als diese Frage auszusprechen.


    Du solltest mit ihm über deine Sorge um ihn sprechen und über deine Gefühle. Außerdem solltest du ihm immer wieder versuchen zu erklären,wie sehr es dich kaputt macht,getrennt von ihm zu sein. Zu einer Fernbeziehung gehört als 1. das Vertrauen und 2. die Kommunikation


    Ja,eine Fernbeziehung ist mega hart,härter als eine `normale`Beziehung zu führen,aber wenn ihr beide daran fest hält,die selbe Mühe darein steckt,dann wird es sicherlich gut gehen. Vielleicht solltet ihr euch eine gemeinsame Zukunft überlegen,über diese sprechen. Mir hat dieser Gedanke damals viel Kraft gegeben und es fiel mir leichter,an dieser Beziehung festzuhalten.
    Ich wünsche euch viel Glück

  • Ich bin seid 4 Jahren in einer Beziehung.
    Das erste Jahr trennten uns 400 km, dann bin ich für ein Jahr zu ihm gezogen aber ich kam mit der Entfernung zu Eltern und Freunden nicht klar.
    Daraufhin haben wir uns eine Wohnung in meiner Heimatstadt gesucht aber er fühlte sich hier nicht wohl und ist wieder zurück gezogen.


    Derzeit führen wir wieder eine Fernbeziehung und es ist oft sehr hart.
    Er macht sich oft Sorgen um mich und es belastet ihn das er nicht bei mir sein kann in solchen Momenten. Ich mache mir oft Sorgen das er eine 'normale' Frau findet mit der es leichter hat als mit mir.


    Ich denke man kann für einen gewissen Zeitraum eine Fernbeziehung aufrechterhalten aber nach einiger Zeit tut es mehr weh als das es schön ist.

  • Ich hatte bisher durchgehend welche und unmöglich ist es definitiv nicht.Ist nur wie hier auch schon gesagt wurde,es muss auch ein gewisses Vertrauen da sein.
    Mir hat damals eine Freundin am Anfang gesagt das sie mal fremdgegangen ist und das hat am Ende eben vieles schwerer gemacht,weil man jedes mal im Kopf hatte das sie es wieder machen könnte usw.


    Aber ansonsten kann es eben auch sehr schön sein,andere Leute,die z.B. eine gemeinsame Wohnung haben,sehen sich jeden Tag,da kann das alles irgendwann zur Routine werden,bei Fernbeziehungen wo man sich nicht jeden Tag sieht,kann es aber jedes mal wieder was besonderes sein,eben weil man sein Partner bzw Partnerin nicht ständig bei sich hat.

  • Ich denke möglich ist es schon, wenn auch schwierig.


    Mein Freund und ich haben "nur" über ein halbes Jahr eine Fernbeziehung geführt, da er wegen der Arbeit wegziehen musste. Ich bin aber unglaublich froh, dass er wieder hier ist. Diese Zeit war wirklich hart und hat uns auch auf die Probe gestellt. Da wurde mir klar, wie wichtig Vertrauen wirklich ist.


    Aber machbar ist es.

    It is our choices that show what we truly are, far more than our abilities.


    (Albus Dumbledore)

  • Wenn ihr beide daran festhaltet, dann packt ihr das!
    Glaub mir, um so schwerer die Zeit die ihr jetzt habt, desto schöner wird es erst, wenn ihr erstmal zusammen seid. Und immehrin geht ihr euch so noch nicht so schnell miteinander auf die Nerven hehe :)
    Haltet dran fest! :halloweenlaugh:

  • Mit Fernbeziehungen habe ich auch Erfahrungen, es ist schwer aber machbar, wenn man wirklich weiß das die andere Person TREU ist.
    Ich mache mir hier feinde wenn ich dir nun sagen würde das es wohl kein Sinn hat, deswegen sage ich dir und meine es wirklich ernst, passe auf dich auf, kein Mensch auf der Welt ist es wert das DU dein leben deswegen versaust, durch so eine beschissene Beziehung.
    Ein halbes Jahr ist noch nicht lange, wenn du dir wirklich sicher sein kannst das er mit dieser Krankheit die er hat dir TREU ist, dann besorgt euch eine Wohnung, müsst ja nicht zusammen ziehen, aber zieht in die nähe. Ich würde dir auch raten noch nicht mit ihn zusammen zu ziehen aber so in die nähe zu ziehen das du ihn erstmal besser kennen lernst.


    Ich habe nur schlechte Erfahrung mit Menschen gemacht die diese Krankheit hatten, die nur Untreu waren deswegen rede ich hier auch nur aus meinen Erfahrungen.


    Lerne ihn besser kennen, nicht nur aus dieser Distanz, er kann dich jeden Tag anlügen und du kannst nicht wissen ob es wahr oder gelogen ist.


    Es ist dein leben, mache was daraus, aber begehe bloss nicht den Fehler ihn zu schnell zu vertrauen, das könnte der größte Fehler sein den du machen könntest, dein leben ist es nicht wert es wegen so ein Typen zu versauen!

  • Wichtig ist das du dich mit der Erkrankung auseinandersetzt,bisschen was darüber lernst um dein Partner verstehen zu können.


    Meine Ex Freundin hatte es damals auch,bevor es bei mir aufkam,da ist man schon ziemlich überfordert bei so manches Verhalten,wenn man nicht versteht das es mit der Krankheit zusammenhängt.Als ich mich dann damit beschäftigt habe,konnte ich auch sehr viel besser verstehen warum sie sich in manchen Situationen so verhält und oft so kompliziert ist.


    Borderline hat eben 2 Seiten,es kann ziemlich die Hölle sein,auch für Angehörige die einem nahe stehen,besonders wenn man mal wieder voll auf Hochtouren läuft,ABER es kann auch gleichzeitig extrem schön sein.Ich hatte damals mit ihr oft mal ziemlich heftigen Streit wo auch einmal ein Glas durch den Raum geflogen ist,weil ich etwas gesagt habe wo sie total überreagiert hat,gleichzeitig war es aber auch extrem schön weil sie dann wieder sehr liebevoll gewesen ist,so das genaue Gegenteil von der "dunklen" Seite.
    So war die Beziehung zwar auf der einen Seite ziemlich schlimm hat mich hier und da auch in Mitleidenschaft gezogen,gleichzeitig war es aber auch die schönste Beziehung die ich hatte und eine der wundervollsten Frauen die ich mir jemals hätte wünschen können.


    Man muss da eben auf sein Partner Rücksicht nehmen und ihn verstehen,aber auch auf sich selbst aufpassen.


    Bei mir kam es auch vor Jahren raus,ich kann zwar gerne mal ein ziemliches Arschloch sein wenn ich das Gefühl habe man behandelt mich wie Dreck und merke auch mal das andere Leute mich 0 verstehen,gleichzeitig bin ich aber auch extrem treu und ehrlich und in einer Beziehung vergötter ich meine Partnerin regelrecht.Ich rede darüber aber auch recht offen,so das man gleich weiß was Sache ist und sich niemand Vorwürfe macht wenn ich mal schlecht drauf bin oder so.


    Borderline ist also nicht irgendeine Krankheit die nur Tod und Zerstörung über die Menschheit bringt und wo Dinge wie Treue und Liebe kein Platz haben,es sind eben einfach 2 Seiten wo man mit lernen muss umzugehen.Gibt ja auch Leute die ihr Leben lang mit ein Borderliner zusammen sind und trotz Probleme mehr als glücklich sind oder sogar Beziehungen zwischen 2 Borderliner (das wiederum hat den Vorteil das man weiß wie der Partner fühlt und denkt).

  • Ich bin selbst seit 8 Monaten in einer Fernbeziehung und ich kann soviel sagen:


    Es ist wirklich manchmal ziemlich schwierig weil man den Partner nicht bei sich hat wenn man ihn / sie physisch braucht.


    Hinzu kommt die Entfernung und dass man wie gesagt nicht was was der / die andere treibt.


    Andererseits muss ich sagen dass so etwas klappen kann. Es braucht viel Vertrauen und und teilweise auch Willensstärke dazu. Bei mir und meinem Freund ist es beispielsweise so dass wir Rituale haben die uns helfen die entfernung etwas erträglicher zu machen, z.b. überraschen wir uns mit heimlichen Briefen, Schreiben ziemlich viel miteinander, erzählen uns von unserem Tag u.s.w. Und bisher hat es so eigentlich ganz gut geklappt. Gut, es gibt schwierige Momente aber bisher haben wir es gemeinsam geschafft es zu überstehen und ich denke wir sind nicht das einzige Paar dass dies auch packen könnte.


    liebe Grüße


    Lizzy

    Manchmal wollen wir eine gesichtslose Gestalt sein, eine von so vielen.


    Manchmal würden wir gerne unsere Masken ablegen können, um einfach wir selbst zu sein. Egal was andere denken.


    Manchmal denken wir, wir sind alleine. Das es niemanden gibt der so ist wie wir.

  • Ich hatte auch mal eine Fernbeziehung.. Die ging über ein Jahr. Das ganze ging von Amerika nach Deutschland.
    Das eine Jahr halt relativ gut gehalten.. Klar, kann man nicht gut für den anderen da sein, aber skypen kann schon helfen.. Sonst hat man ja auch seine Freunde zu hause, die einen aufbauen können und wenn der Freund etwas hat, dann kann man ihm schon damit helfen einen Freund von ihm anzuschreiben ob er nicht mal zu ihm rüberfahren kann.. Bei Jungs kann der beste Freund viel machen, wenn es ihm scheisse geht. Und wenn er lieber reden will als sich abzulenken kann man skypen.
    Wenn man aber dann weiss, dass man sich ein weiteres Jahr nicht sehen kann.. (da habe ich schluss gemacht) Man verändert sich in einem Jahr ziemlich.. Aber noch so, dass man es gut ertragen kann.. Über die Entfernung ist das ganze aber schwer zu bemerken. Das bekommt man erst dann mit, wenn man sich sieht. Aber wenn man das nicht tut, dann ist es schwierig.
    Ich denke, dass die Entfernung nach Österreich zwar schwer ist, aber noch zu schaffen. Wenn du aber daran kaputt gehst, solltest du das ganze beenden.. Keinem ist geholfen, wenn ihr dabei kaputt geht.
    Mit den Sorgen, dass er eine "normale Frau" findet, hoffe ich, dass sie nicht nötig sind. Zu einer Beziehung und grad zu einer mit einer grossen Distanz ist Vertrauen sehr wichtig. Er vertraut dir doch auch, oder? Klar, ist es logisch, dass einem sowas nicht ganz egal wäre (sonst würde ich behaupten, dass hier keine Liebe im Spiel ist) aber ich denke auch, dass er auch nicht von dir erwartet, dass du ihm fremdgehst. Ich drücke euch die Daumen, dass ihr das schafft ^^

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