Personalgespräch wegen Krankheit

  • Hallo,
    ich gehe seit einem Jahr wieder arbeiten und war vorher anderthalbe Jahre wegen Depressionen krankgeschrieben. Ich war das vergangene Jahr auch krankgeschrieben wegen Hexenschuss :halloweendead: und Erkältung. Letzte Woche auch wieder und es sind somit für 12 Monate zusammengerechnet 4 Wochen gewesen.
    Heute bin ich den ersten Tag wieder zur Arbeit und gleich bekam ich eine Einladung zum Personalgespräch für kommenden Montag. Meine Chefin denkt ich würde die Krankschreibungen wegen der Depri haben usw. und möchte mich loswerden weil ich keine stabile Arbeitskraft bin. :Halloweenangry:
    Ich war 26 Jahre standfest gewesen und habe mit ihr alle Höhen und Tiefen ausgebadet. Jetzt ist sie meine Chefin und ....sie ist nicht mehr zu verstehen.
    Vor Montag habe ich schiss weil ich so ein ähnliches Gespräch vor einem Jahr hatte und ich vor Wut heulend da saß und das wäre für den Personalchef die Bestätigung.
    Ich möchte Arbeiten es wäre für mich das Schlimmste den ganzen Tag nur Hausfrau und Mutter zu sein oooooh neiiiiiiiin. :halloweenno:
    Mir geht es sicher im Moment nicht so gut habe mit dem Tablettensbsetzen zu tun und verstärkte böse Gedanken. Wenn das Montag eskaliert treiben die mich erst recht in das schwarze, tiefe Loch.
    Hat jemand von euch so ein Gespräch gut gemeistert und kann mir Tips geben. Ich kann mir vorher Tavor reinhelfen aber dann bin ich ja auch nicht ich selbst.. :Halloweentongue:

  • Hallo @Minimaus,
    wir haben so etwas auch aber ich traue denen nicht mehr. Die haben alle keine Macht mehr gegen die Personaler. Stellenabbau ist angesagt und da retten die erstmal ihren A.......Hab mir jetzt einen Plan gemacht. Zettel mit Stichworten damit ich mich nicht verhaspel, dann eine Tavor und dann nicht mit dem Auto sondern mit dem Bus zur Arbeit anstatt 45 Minuten eben 60 Minuten bis zum Betrieb und dann l.m.A. in diese bekloppte Veranstaltung gehen. Hoffentlich sehe ich nicht zu beruhigt aus.

  • Habs ohne Beruhigungspillen geschafft.
    Mein Herz sprang mir aber fast aus der Brust bei dem was ich mir anhören musste.
    Bin ein nicht untragbares Wesen in der Abteilung ich werde den künftigen Stress nicht aushalten. Bin zu ruhig wissen nicht ob sie mich ansprechen können usw. Alles aufbauende Worte. Könnte schreien wenn ich jeden Tag hinfahre. Wollen mich also loswerden. Bin enttäuscht von meiner Chefin das sie alles gegen mich verwendet wss ich ihr pers. anvertraut habe.
    Ich dumme Kuh denke immer an das gute im Menschen......

  • Bin enttäuscht von meiner Chefin das sie alles gegen mich verwendet wss ich ihr pers. anvertraut habe.


    Ich kann jetzt nicht beurteilen, ob die nicht versucht haben, dir irgendwie zu helfen, wegen all der "aufbauenden Worte". Aber wenn nicht, würde ich das deiner Chefin ganz genau so sagen. Meinetwegen auch schriftlich, damit daraus kein Gespräch entsteht, in dem sie Oberwasser hat.
    Vertrauensmissbrauch ist für mich eines der Dinge, die ich nicht ohne weiteres vergebe und zumindest niemals vergesse. :Halloweenangry:

  • Das ist war Vegaron, das blöde ist natürlich das sie meine Nachbarin und eigentlich gute Bekannte ist letzteres war.
    Sie mögen ja helfen wollen aber dann bitte ohne Kontrollen. Die angeblichen Fehler konnten sie nicht beweisen bzw. waren geklärt. Der Hintergrund ist das bei uns der Personalabbau ganz groß geschriebe steht und jetzt versucht sich jeder zu profilieren :greyreaper:

  • Ich habe mitgelesen und gehofft das Gespräch geht gut aus. Tut mir Leid zu hören, dass es nicht besonders positiv war.
    Wäre für dich ein Jobwechsel eine Alternative oder magst du es dort zu arbeiten? Ich stelle mir die Frage weil deine Chefin ja jetzt doch auch einen Vertrauensmissbrauch begangen hat... das würde für mich wohl einiges in Frage stellen denke ich, deshalb würde mich deine Sicht da interessieren.

  • Hallo @Jaffels
    ich habe schon sehr oft darüber nachgedacht. Ein Punkt warum ich den Schritt noch nicht getan habe ist die finanz. Seite. Habe zwei Kinder und eins davon möchte studieren und das in ca 2- 3 Jahren. Im Moment läuft noch ein Rentenantrag heute habe ich dazu noch ein Formular zugeschickt bekommen. Das muss die Personalabteilung ausfüllen. Ich habe denen am Montag noch nichts wegen Rente erzählt. Mal schauen was sie dazu sagen und wie sie das Formular ausfüllen.
    Ich hätte gern ein Teilrente und dann such ich mir was für 4 Stunden nebenbei was in der Nähe meines Wohnortes liegt.
    Aber Wunsch und Wirklichkeit......

  • Hallo,


    ich habe auch mitgelesen und lange überlegt, ob ich hier antworten sollte. Der Grund, warum ich lange überlegt habe, liegt darin, dass meine Antwort deutlich konfrontativer ausfällt als die der Vorposter.


    Ich weiß nicht, ob du dich erinnerst: Wir haben uns vor ein paar Wochen im Chat kennen gelernt. Du wolltest wissen, ob sich jemand mit Krankschreibungen auskennen würde, weil du dich wieder längerfristig (d.h. über 6 Wochen) wegen Depris krankschreiben lassen möchtest, obwohl du, wie du ja auch geschrieben hast, bereits 1,5 Jahre deswegen krankgeschrieben warst. Das hat schon damals einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Zum einen, weil ich es schwierig finde vorherzusagen, wie lange man wirklich krankgeschrieben werden muss und zum anderen, weil ich gerade bei Depris denke, dass es nicht zu lange sein sollte (wenn nicht der Job Ursache ist). Das zeigt für mich schon eine gewisse Überlastung und da ist die Frage legitim ob du den Anforderungen des Jobs dauerhaft gewachsen bist und den Stress aushältst.


    Deine Chefin hat dein Vertrauen missbraucht...das stimmt. Aber ich denke dein Handeln ist nicht minder problematisch. Du meintest sie sei eine gute Bekannte...vielleicht hat sie sich ja bei ihren Chefs für dich eingesetzt, dass du deine Vollzeit(?)stelle behalten kannst. Wie würdest du dich fühlen, wenn dann ein Antrag auf Teilrente kommt?


    Ich wünsche dir trotzdem weiterhin viel Kraft.

  • Hallo @blub,
    Ich bin ein ehrlicher Mensch und ich nehme auch ehrliche Antworten an.


    Meine Chefin in vorbelastet mit depressiven Verwandten. Zwei davon haben sich ein Ende gesetzt. Vielleicht sollte ich ihr sagen das sie nicht schuld sein wird wenn ich mich von der Welt verabschiede. Ich verstehe ihre Anteilnahme vielleicht falsch aber sie hat in dem Gespräch durchblicken lassen das ich in der jetzigen Abteilung nicht tragbar bin und wollte es mit ihren Beobachtungen untermauern. Ich wäre zu ruhig usw. Fehler in der Arbeit konnte sie mir nicht nachweisen.
    Dann kommt dazu das es zwei Chefinnen bei uns gibt und beide stehen selbst unter Beobachtung. Nur die, die gute Mitarbeiterführung nachweisen kann bekommt am Jahresende endgültig den Posten. Sie geht somit über Leichen nur wer hinter ihr marschiert usw
    bleibt im Team egal ob Fachkenntnisse oder nicht. Ich hatte ihr vor ein paar Wochen erzählt, dass ich einen Antrag auf Teilrente abgeben werde und auch mit der Idee der Stundenreduzierung


    Die Sache mit der Rente ist die, dass ich der PA schon mitgeteilt habe das ich mit den Stunden runtergehen möchte. Die Teilrente würde mich finanz. unterstützen und den Druck rausnehmen. Ob es zur Rente kommt steht in den Sternen.
    Ich möchte arbeiten aber.....

  • Meine Chefin in vorbelastet mit depressiven Verwandten. Zwei davon haben sich ein Ende gesetzt.

    Bist du dir da sicher? Viele Menschen sagen sowas im Gespräch um Vertrauen zu schaffen, Symphatie zu erzeugen, also Gemeinsamkeiten festzuhalten und gleichzeitig den anderen auszuhorchen, aber haben keine Hemmungen es bei Bedarf auszunutzen.
    Gerade Führungskräfte...

    Vielleicht sollte ich ihr sagen das sie nicht schuld sein wird wenn ich mich von der Welt verabschiede.

    Würde ich mir sehr gut überlegen. Kann man nämlich auch als Suizid-Drohung auffassen. Nicht, dass das deine Intention wäre, aber so wie deine Chefin drauf zu sein scheint, würdest du ihr damit einen Grund geben dich fristlos zu kündigen. Just my two cents...
    Recht verständlich: Fristlose Kündigung bei Selbstmordrohung? - n-tv.de


    Die Sache mit der Rente ist die, dass ich der PA schon mitgeteilt habe das ich mit den Stunden runtergehen möchte. Die Teilrente würde mich finanz. unterstützen und den Druck rausnehmen. Ob es zur Rente kommt steht in den Sternen.Ich möchte arbeiten aber.....

    Das ist doch schonmal ein sehr guter Schritt. Kann mir auch gut vorstellen, dass du damit Erfolg hast und ich drück dir die Daumen, dass es durchgewunken wird. Vielleicht besteht ja für dich die Möglichkeit einen Anwalt zu fragen, die kennen ja die ganzen Tricks um soetwas zu bewirken.

  • Hallo @Kruzzar,
    das mit der Chefin weiß ich genau, da wir gemeinsame Bekannte haben. Einmal war es ihr Ex und der andere ihr Cousin.
    Nun das Thema mit ihr ist erledigt, guten Tag und gutem Weg.
    Ich versuche so lange wie möglich durchzuhalten und hoffe auf einen positiven Bescheid vom Rententräger.
    Es darf jetzt nur nicht mein Hauptproblem in den Vordergrund geraten den dann ist es schwer die Balance zu halten.
    Am Freitag habe ich das Problem auf der Straße / Gehweg laufen sehen und bin dann panisch auf die andere Straßenseite.
    Danach habe ich mich geärgert so tesgiert zu haben. Es wird mit den Jahren immer schlimmer...

  • Kurzes Update wie es mir auf Arbeit ergeht.
    Wöchentliches Gespräch mit Chefin was gut und schlecht läuft. Vier Wochen Pläne mit Frist. Schriftliches Protokoll über die Gespräche. Ständig wird gefragt ob es mir gut geht. Wenn ich mal tief Luft hole wird auch gefragt ob etwas ist.....
    Nein ich will dort nicht mehr bleiben hab für morgen den Teamausflug abgesagt. Es reicht wenn ich dienstl. mit gewissen Leuten zusammen sein muss da muss ich nicht auch meine wertvolle Freizeit mit denen zusammen hocken. Wird bestimmt wieder ein Strich bei nicht Teamfähig gemacht dann ist das so.
    Ich hoffe das sich bis zu Jahresende der Rententräger meldet damit ich weiß wie es weitergehen kann absonsten schaue ich schon nach anderen Stellenausschreibungen. Da kennt mich keiner und ich kann unbefleckt neu anfangen.

  • Ja, es ist ja kein MUSS dorthin zu gehen. Wenn du dich dort nicht mehr wohlfühlst, ist es eh besser so.


    Ja ein Neuanfang, kann sehr hilfreich sein, drücke dir feste die Daumen dafür :greylove4::doppeldaumen1:

    Daß mir der Hund das Liebste sei, sagst du o Mensch, sei Sünde? Der Hund blieb mir im Sturme treu der Mensch nicht mal im Winde.


    (Franz von Assisi)