Menschen und ihre Taten

  • Ich würde sagen, weil sich in deren Welt (unter der Oberfläche oder direkt) alles bloß um sie dreht. Ego.
    Und dementsprechend ist alles dazu da, um eine Rechtfertigung/Entschuldigung dafür zu bilden, damit sie sich verhalten können wie sie wollen.

  • In diesem Fall kommen noch nicht einmal Rechtfertigungen oder Entschuldigungen. Man steht vor vollendete Tatsachen und hat keine Erklärung.Man muss es so hinnehmen und einfach akzeptieren.
    In diesem Fall. In einem anderen Fall wird man zum schwarzen Schaf, weil man nicht das macht, was andere wollen.

  • Ich glaube dass viele gar nicht mitkriegen dass sie von anderen ein Verhalten einfordern welches sie selbst nicht an den Tag legen, oder bei anderen Fehler kritisieren die sie selbst noch viel stärker haben.
    Das ist super ärgerlich.
    Also ich mein man kann natürlich nicht mit absoluter Sicherheit sagen dass sie das selbst nicht mirkriegen aber ich glaub in dem meisten Fällen ist es schon so, deswegen verstehen die dann auch nicht warum man sich aufregt.
    Ich frag mich dann immer wie kann man so derart unselbstreflektiert sein dass man sein eigenes Verhalten nicht mitkriegt, bzw. dass man selbst das Gegenteil von dem macht was man anderen immer predigt.


    Aber diese interne Schizophrenie (auch "kognitive Dissonaz" genannt) ist ja eh die Krankheit unserer Zeit.


    Rebellion allein macht noch keinen Menschen. Sie ist nur ein erster Schritt auf einem langen, schwierigen und nie endenden Weg
    zur Überwindung der Furcht vor der Freiheit, ein eigenes Selbst und ein menschliches Herz zu haben.

  • @Sockenschein
    Manche Leute denken auch über gar nichts nach. Die machen erst und sehen dann. Und manche sehen sich noch nicht einmal das Resultat an, die machen einfach nur.
    Fast würde man es mit kognitiven Defiziten erklären, aber seltsamerweise passiert einem das sogar bei Menschen, die eigentlich gar nicht so Schwachstrom im Kopf sind.
    Also hat es nicht unbedingt damit zu tun (oder nicht ausschließlich)...


    Schlimm ist, denke ich, Herrschsucht. Wenn es darum geht, dass jemand einfach entscheidet und jemand anderen damit vor den Kopf stoßen kann.
    Wenn es um Kontrolle geht, die derjenige, der eigenmächtig handelt, erreichen oder behalten will. Gar nicht mal um das Ergebnis.
    Diese Art von Menscheln ist eine der unnötigsten Erfindungen, die es überhaupt gibt, weil es einer Seite die Nerven raubt... und das oft noch nicht einmal für irgendetwas wichtiges.
    In der Regel geht es dabei nur um irgendwelche dummen Machtspiele, die einer meint, nötig zu haben, weil er sonst nichts zu melden hat und ihm keiner Aufmerksamkeit schenkt.



    @Drachentränen
    Gibt es leider allzu oft... Denn das würde ja ein Mindestmaß an Selbstreflektion voraussetzen. Dafür benötigt man aber schon wieder Grips - und den haben viele nicht.


    Fordern von anderen ist zudem leichter, als selbst mit besserem Beispiel voranzugehen, sodass man mit einer gewissen Berechtigung Forderungen stellen könnte.
    Nur fordern ist das Modell "Fütter mich!" wie bei den Spatzenküken, wo man nur bekommt und nehmen muss.