Unverstanden fühlen

  • Hallo liebes Forum,
    Es ist ein Thema, was mich gefühlt ewig immer wieder beschäftigt hat, jetzt kam es wieder stark hoch: Das unverstanden fühlen.
    Mich frustriert und verletzt es auch, wenn ich jemandem gefühlt 10 Millionen Mal zu erklären versuche und es einfach immer noch nicht verstanden wird...
    Situation ist folgende: Ich gehe zur Therapeutin seit 4 Jahren, mit teiilweise Unterbrechungen wegen Klinikaufenthalten. Vor 2-3 Jahren habe ich begonnen, mithilfe von Briefen zu erklären, was in mir vorgeht, was ich dabei fühle usw...immer wieder...zeitweise war ich mir unsicher ob sie das überhaupt richtig versteht...und neulich nach einem Gespräch war ich sehr frustriert...weil ich ihr schon seit mindestens 2 Jahren (!!) versuche es zu erklären. Sie versteht vlt ein Teil des Problems, aber nicht alles. Und das Grässliche ist, dass sie ihre Sichtweise an meine anderen Behandler weitergibt und sie ihr das natürlich glauben. Bedeutet dass ich alles 3x erklären müsste. Es macht mich einfach nur traurig wenn ich jemandem x Mal was erklären muss und derjenige es einfach immer noch nicht rafft. Liegt es an mir? Mache ich was falsch oder liegts an der anderen Person? Wobei ich mir manchmal auch denke, sie versteht auch nur das, was sie das verstehen will..Das löst bei mir das Gefühl unverstanden zu werden aus was mich wütend, hilflos, traurig und frustriert macht und mir wiederrum einen Grund mehr gibt, diese Welt zu verlassen.


    Ich bin es richtig leid, es wiederholt zu erklären.....

  • Absolut verständlich...für mich einer von vielen Gründen meine Sorgen, Probleme und Nöte nicht mehr mit Therapeuten zu teilen.
    Je nach Diagnose kann auch eine Fachperson vieles einfach nicht nachvollziehen.
    Sie kann sich nicht reinfühlen, weil sie völlig anders denkt, nicht weil sie sich keine Mühe gibt (unterstellt ich jetzt Mal).
    Man bräuchte eine Thera, die so ähnlich tickt...
    Wenn man noch vertrauen könnte.

  • Das kann ich ebenfalls nur zu gut verstehen, ich denke um einen wenigstens halbwegs verstehen zu können müssten die Psychologen ähnliche Sorgen/Probleme haben aber wenn sie diese hätten wären sie kaum in der Lage diesen Beruf aus zu üben. Kennt man dann Personen denen es ähnlich geht ist man wiederum bemüht dieses ganze Negative nicht zu sehr zu thematisieren und sich stabiler zu geben als man ist um sich nicht gegenseitig runter zu reissen. Ein Teufelskreis... die einen können/wollen einen nicht verstehen und den anderen kann/möchte man diese Last nur ungern zumuten.