Der Fall Sara. K Berufsverbot für Homophobie?

  • Über 3.600 Likes gibt es bereits für die große "Erfolgsmeldung" auf der "Enough is Enough"-Facebookseite: Sara K. hat ihren Job verloren.


    Ein Pflegedienst in Heilbronn setzte am Dienstag die Auszubildende fristlos vor die Tür, weil sie sie in einer öffentlichen Gruppe des Netzwerks geschrieben hatte: "Homosexuelle Menschen gehören getötet. Ist ja widerlich". Die Aktivisten von "Enough is Enough" hatten Sara bei Facebook gemeldet, bei der Polizei angezeigt und auch den Arbeitgeber informiert (queer.de berichtete).


    Ganzer Artikel hier: http://www.queer.de/detail.php?article_id=24479


    Bin gespannt, über eventuelle Meinungen, und Diskusionen.

  • Naja, ich weiß nicht was ich davon halten soll. Einen ähnlichen Fall gab es ja schon Mal in Österreich.
    Klar ist Rassismus und die Unterdrückung von Minderheiten absolut inakzeptabel und ich will das auch nicht entschuldigen oder sonst was. Allerdings denke ich, das sowas dann in Richtung Beschneidung der Meinungsfreiheit geht. Angela Merkel ist auch gegen Homosexuelle, nur formuliert sie es besser.
    Ebenso sollte man auch aufpassen, dass sich der Hass gegen entsprechende Minderheiten nicht noch verstärkt. Am Ende sind wir wieder bei Hitler, der hat auch angefangen Juden zu hassen, weil ein jüdischer Arzt seine Mutter (?) nicht retten konnte.


    Wie gesagt, ich will nichts entschuldigen oder beschönigen, mich beunruhigen nur eventuelle Folgen.

  • Ich finde es ehrlich gesagt fantastisch.
    Für solche Aussagen SOLLTE es keine Akzeptanz geben und der Arbeitgeber hat hier sowas wie ein Exempel statuiert, gezeigt, was halt nicht geht.
    Ganz ehrlich? Es gibt und gab tausende Menschen, denen irgendwann irgendwo mal gekündigt wurde, WEIL sie homosexuell o.ä. sind. Jetzt kehrt es sich mal um - und wie ich finde, in die richtige Richtung.


    Ich denke aber irgendwie auch nicht, dass das jetzt weitere Kündigungen aus solchen Gründen nach sich ziehen wird.

    "Ich bin

    Ich bin wie ich bin

    Und ich hab' dich nicht drum gebeten, mich zu versteh'n!"

    ~Nachtmahr~

  • Ich habe den Artikel gelesen, darüber nachgedacht und mich dazu entschlossen, einen Kontext der Verhältnismäßigkeit herzustellen:
    Wer gegen Minderheiten hetzt, hat gerade in einem sozialen Beruf nichts verloren.
    Was, wenn Sara K. eines Tages homosexuelle Klienten oder gar ein homosexuelles Pärchen betreuen und pflegen muss?
    Mit (wahrscheinlichen) Zugang zu Medikamenten, die in Überdosierung gefährlich, wenn nicht sogar tödlich wirken und der Aussage, dass Homosexuelle zu töten seien, ist das Risiko untragbar.


    Ich gehe nicht mit der Aussage des Autors konform und bezeichne die Konsequenzen aus dieser Affaire als nicht nur gerechtfertigt, sondern überaus wichtig.

  • Tja.


    Meinungsfreiheit gibt es nicht in Deutschland. Man kann nicht alles straffrei sagen, was man denkt; wir leben nicht in z.B. Skandinavien oder den USA. Ob das was gutes oder schlechtes ist, sei jetzt mal dahingestellt.


    Zu dem konkreten Fall ist meine Meinung, dass es richtig ist, der zu kündigen. Nicht, weil sie Homosexuelle nicht mag. Das muss sie auch garnicht. Oder weil sie (anscheinend) nicht für deren Gleichstellung ist. Das muss sie auch nicht sein. Für mich ist der springende Punkt, dass sie befand, man müsste "solche Leute" töten. So eine Person hat in einem pflegenden Beruf nichts zu suchen. Vermutlich ist sogar Konsens, jedenfalls von meiner Seite aus, dass so eine Person in keinem Beruf hier was zu suchen hat. Und, wenn ich das auch loslassen darf, scheint die Frau meiner persönlichen Meinung nach gleich doppelt dumm zu sein, geschieht ihr Recht.

    Gegenwart: Jener Teil der Ewigkeit, der den Bereich der Enttäuschung von jenem der Hoffnung scheidet.

  • Tja.


    Meinungsfreiheit gibt es nicht in Deutschland. Man kann nicht alles straffrei sagen, was man denkt; wir leben nicht in z.B. Skandinavien oder den USA. Ob das was gutes oder schlechtes ist, sei jetzt mal dahingestellt.


    Volksverhetzung ist nicht gleichzusetzen mit Rede- und Meinungsfreiheit.
    Du kannst sagen, dass alle Homosexuellen doof sind. Du kannst sagen, dass du alle Homosexuellen bescheuert findest. Und auch der Satz "Alle Homosexuellen sind widerlich" ist noch legal.
    Wenn allerdings von Mord an ganzen Bevölkerungsgruppen gesprochen wird, hat das absolut nichts mehr mit Meinungsfreiheit zu tun.
    Lerne bitte zu differenzieren.

  • Es wurde übrigens nicht nur Sara K. sondern auch ihr Freund angezeigt und beim Arbeitgeber (Zalando) gemeldet. Auch er wurde sofort gekündigt. Bei ihm waren es rechtsradikale Parolen und Morddrohungen.


    Meine Meinung zu dem Ganzen:


    Freie Meinungsäußerung hört da auf, wo die Menschenwürde mit Füßen getreten wird. Wer Teile der Gesellschaft bedroht, beleidigt oder anderweitig diffamiert, hat in selbiger sämtliche Solidarität verwirkt. Sprich - er muss sich erst rehabilitieren und vor dem Gesetz verantworten. Ich begrüße die Entscheidung der Arbeitgeber außerordentlich, damit endlich mal ein Zeichen gegen Dummheit und Intoleranz gesetzt wird!

    When you can't find the words to say,
    it's hard to make it through another day.
    And it makes me want to cry,
    and throw my hands up to the sky.
    -Adrian Smith-

  • Ich bin auch der Meinung, das der Arbeitgeber richtig reagiert hat. Und das die Aussage der Sarah K. nichts mehr mit Meinungsfreiheit zu tun hat. Zumal sie in einem sozialen Beruf tätig war und wie Ika schon sagte, was wenn sie mal ein solches Pärchen hätte betreuen sollen? Ne, das mag ich mir gar nicht vorstellen. Ich glaub das hat schon die Richtige (und den Richtigen, ihren Freund) getroffen.


    Mal ganz davon ab, es wurden schon Menschen gekündigt, weil die sich angeblich aus der Kasse bedient haben (weiß in dem Fall nicht mehr ob es auch wirklich so war, ist ne Weile her, glaube aber das da nichts aus der Kasse entwendet wurde). Und es wurden auch schon Menschen gekündigt, weil sie es gewagt haben krank zu sein (war ich selbst betroffen von, auch wenn verboten - schreibst nen anderen Grund rein und zack, geht das). Das hier war wenigstens ne Kündigung mit haltbarem Hintergrund.

  • Tja.


    Meinungsfreiheit gibt es nicht in Deutschland. Man kann nicht alles straffrei sagen, was man denkt; wir leben nicht in z.B. Skandinavien oder den USA. Ob das was gutes oder schlechtes ist, sei jetzt mal dahingestellt.


    Volksverhetzung ist nicht gleichzusetzen mit Rede- und Meinungsfreiheit.
    Du kannst sagen, dass alle Homosexuellen doof sind. Du kannst sagen, dass du alle Homosexuellen bescheuert findest. Und auch der Satz "Alle Homosexuellen sind widerlich" ist noch legal.
    Wenn allerdings von Mord an ganzen Bevölkerungsgruppen gesprochen wird, hat das absolut nichts mehr mit Meinungsfreiheit zu tun.
    Lerne bitte zu differenzieren.


    Zitat

    Lerne bitte zu differenzieren.


    Ich kann differenzieren.
    Brauchst Du mich deshalb nicht so angehen.


    Zitat

    Volksverhetzung ist nicht gleichzusetzen mit Rede- und Meinungsfreiheit.


    An welcher Stelle in meinem post erwähne ich Volksverhetzung bzw. setze diese mit Meinungsfreiheit gleich?



    Bitte lerne Unterstellungen zu unterlassen -siehst Du, ich kann in genau dem gleichen Ton schreiben wie Du. Allerdings ohne Unterstellungen.


    Du legst mir Dinge in den Mund, die Du einerseits nicht in meinem Post findest, und die Du mir andererseits auch nicht unterstellen solltest, da Du mich, meine Meinung und Einstellung nicht kennst. Das ist nicht die feine Art.



    Meine Haltung bezüglich der Frau und ihrer Ansichten/Taten sollte aus meinem post ersichtlich sein. (Im übrigen habe ich da soziemlich das gleiche geschrieben wie Du).
    Meinungsfreiheit. Mein Kommentar bezog sich auf die Tatsache, dass in D keine absolute Meinungsfreiheit herrscht, wie z.B. in Skandinavien. Das betrifft Dinge wie z.B. Religion, Geschichte (Ansichten darüber). Das hat mit der Thematik der Volksverhetzung garnichts zu tun.


    Ich würde mir wünschen, dass Du, Ikarus, bevor Du Dinge unterstellst, in meinem konkreten Fall, ob ich mit Meinungsfreiheit Volksverhetzung gedeckelt sehe, welche wiegesagt garnicht in meinem post auftaucht, einfach erstmal nachfragst. Wenn Dir aus einem post eine Frage erwächst, oder Du meinst, eine Verbindung zu etwas zu sehen, dann frag nach. Aber nicht unterstellen, dann eine draufgeben und das wars. Das ist weder nett, noch eine Diskussonskultur. Ich bin erstmal raus -hätte nicht gedacht, "sowas" hier vorzufinden.

    Gegenwart: Jener Teil der Ewigkeit, der den Bereich der Enttäuschung von jenem der Hoffnung scheidet.

  • alisdu:
    Ich denke hier liegt ein Missverständnis vor. Im Grunde habt Ihr sinngemäß das Gleiche geschrieben. Bitte versucht das per PN zu klären. Es wäre schade, wenn deswegen jetzt Streit entsteht. Ich denke Ikarus hat sich evt. in Deinem zweiten Absatz verlesen. :halloween-18:

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  • Lerne bitte zu differenzieren.


    Lern du richtig lesen und verstehen, du Held xD
    Ich denke kaum, dass alisdus Einleitungssatz sich konkret auf den diskutierten Fall der Homophobie bezieht, sondern als Wertung der allgemeinen Situation in Deutschland zu verstehen ist. Denn recht hat er, es gibt keine uneingeschränkte Meinungsfreiheit in Deutschland. Sag mal öffentlich "Ich finde richtig und gut, was Hitler getan hat". Da kannst du dich erstmal von deinem Job verabschieden, wenn nicht sogar eine zeitlang von deiner Freiheit ^^
    Ich möchte sogar behaupten, dass du öffentlich nicht einmal mehr konsequenzlos "Homosexuelle sind doof" sagen darfst. Nennt sich in dem Fall nämlich nicht mehr Meinungsfreiheit, sondern Diskriminierung. Meinungsfreiheit wäre wiederum "ICH FINDE, dass Homosexuelle doof sind". Aber auch dafür erntest du nur Shitstorm. Dementsprechend: Konsequenzlose kommunizierte Meinungsfreiheit gibt es schon lange nicht mehr in allen Bereichen.

    "Ich wette, wir sollten daraus lernen, aber ich will verdammt sein, wenn ich wüsste was" - Al Bundy

  • In dem Versuch, etwas versöhnlicher zu sein und einen Schritt auf alisdu zuzugehen:
    Meine Antwort auf deinen ersten Post war sehr viel weniger als Angriff gemeint, als das bei dir angekommen zu sein schien - womit wir wieder beim Thema Unterstellungen sind. :greywink:
    Kommunikation ist eben eine vertrackte Sache.
    Ich würde es jedenfalls begrüßen, wenn du entgegen deiner Ankündigung "jetzt nicht erstmal hier raus bist" und wir unsere Diskussion per PN fortsetzen könnten - wer weiß, womöglich kommen wir sogar auf einen gemeinsamen Nenner?

  • Tut mir Leid aber mit eueren Ansichten kann ich nicht mithalten...


    Ich bin auch klar der Meinung, dass Gesetzesverstöße geahndet werden müssen...keine Frage. Ob hier die Tatbestände für Volksverhetzung etc gegeben sind, kann ich nicht sagen weil mildernde oder verschärfende Umstände, bzw der Gesamtkontext nicht bekannt ist. Aber wie gesagt, geltendes Recht muss beachtet und durchgesetzt werden.


    Ob die Kündigung Rechtens ist, sehe ich sehr zwiegespalten. Will mich aber aus oben genanntem Grund (mangelnde Kenntnis) nicht groß dazu äußern. Das Einzige was ich zu sagen kann ist dass die Dame scheinbar nicht der hellste Stern am Horizont ist. Wer in der heutigen Zeit glaubt, dass Facebook kein öffentliches Medium ist und die Tragweite von Kommentaren unterschätzt (bzw. immer noch glaubt, dass das Internet ein rechtsfreier Raum ist) ist einfach dumm...anders kann mans wohl nicht sagen.


    So was mich nun wirklich stört:


    Ist die Aussage Ikarus :


    Zitat

    Wer gegen Minderheiten hetzt, hat gerade in einem sozialen Beruf nichts verloren.
    Was, wenn Sara K. eines Tages homosexuelle Klienten oder gar ein homosexuelles Pärchen betreuen und pflegen muss?
    Mit (wahrscheinlichen) Zugang zu Medikamenten, die in Überdosierung gefährlich, wenn nicht sogar tödlich wirken und der Aussage, dass Homosexuelle zu töten seien, ist das Risiko untragbar.


    Die Aussage ist, in meinen Augen, stark vereinfacht, spekulativ, undurchdacht und gefährlich.


    Entsprechend dieser Aussage würde das auch bedeuten:


    Jeder der schonmal eine Anzeige wegen Körperverletzung hatte, muss aus einem sozial Beruf entlassen werden. Wie soll jemand in so einem Beruf arbeiten, wenn er die körperliche Unversehrtheit anderer Menschen missachtet?


    Jeder der drogenabhängig, alkoholabhängig, magersüchtig,...usw is oder war, muss aus einem sozialen Beruf entlassen werden. Wie soll sich jemand um andere kümmern, wenn sich dieser nicht einmal um sich selbst kümmern kann?


    Die Spirale kannst du nun soweit drehen, bis du alle Menschen aus dem sozialen Sektor entlassen hast ;-)


    Privates und Arbeit muss einfach getrennt bleiben. Spekulation und Projektion halte ich einfach nicht für zielführend, unfair und falsch. Wenn die Frau ihren Job ordentlich macht, ist diese Art der Strafe völlig überzogen und hat mit der eigentlichen Tat nicht im Geringsten etwas zu tun (...und wie der Artikelschreiber selbst schon feststellt, wird die Frau dadurch kein bisschen weniger Homophob) . Letzten Endes weiss ja auch der Arbeitgeber nichts über das Motiv und die Umstände.
    Ich bin schon der Meinung, dass es einen erheblichen Unterschied macht ob es sich bei der Frau um einen Vollblutnazi handelt oder um eine kurzsichtige Frau, die eigentlich von ihrer dummen Aussage selbst nicht überzeugt ist aber z.B. ihrem Lover imponieren wollte.
    Man darf nicht vergessen, dass eine fristlose Kündigung schon einem Brandmal sehr ähnlich ist. Es steht sowohl im Lebenslauf als auch im Arbeitszeugnis und oft mit Vertragsstrafen von teilweise mehreren Monatsgehältern verbunden. ( Eine Körperverletzung hingegen wird u.U. mit Bewährungsstrafe und Sozialstunden geahndet, welche oft nach der Arbeit und im Urlaub abgeleistet werden und dadurch niemals im Lebenslauf auftauchen - erst wenn der Arbeitgeber ein Führungszeugnis verlangt)




    Mal ganz davon ab, es wurden schon Menschen gekündigt, weil die sich angeblich aus der Kasse bedient haben (weiß in dem Fall nicht mehr ob es auch wirklich so war, ist ne Weile her, glaube aber das da nichts aus der Kasse entwendet wurde). Und es wurden auch schon Menschen gekündigt, weil sie es gewagt haben krank zu sein (war ich selbst betroffen von, auch wenn verboten - schreibst nen anderen Grund rein und zack, geht das). Das hier war wenigstens ne Kündigung mit haltbarem Hintergrund.



    Im Gegensatz zu der Thematik in dem Artikel sind die Dinge die du aufzählst. sich an der Kasse bedienen = Diebstahl ; nachgewiesen Blau gemacht = Betrugstatbestand ( ich weiss, dein Satz "sie habe es gewagt krank zu sein" war ironisch gemeint und sie war tatsächlich krank - wollte es nur der vollständigkeithalber benennen)...Das sind alles Gründe die gegebenenfalls eine (fristlose) Kündigung rechtfertigen, weil die Tatbestände auch im Rahmen der Arbeit oder dem Arbeitgeber gegenüber erfüllt wurden...
    Der obige Fall hingegen hat keinerlei faktischen und nur spekulativen Arbeitsbezug


    Alles in allem: Halte ich die Reaktion des Arbeitgebers für falsch und überzogen. Eine richtig starke Maßnahme wäre gewesen, die Frau auf ein längeres Seminar über "Homophobe Gewalt" , "Diskriminierung" etc zu schicken. Weniger eine Fortbildung für Täter sondern für Fachpersonal, dass sich eben gegen jene Täter zur Wehr und sich gegen Diskriminierung einsetzen soll...hätte viell. auch einen nachhaltigeren Effekt.



    Meine Moralpredigt am Ende: Nur mit dem Maß messen, mit dem man selbst gemessen werden will ;)


    Habe fertig - jetzt könnt ihr mit faulem Obst und Gemüse werfen


    Grüße
    PM


    @Ika: Sorry aber du kennst mich ja... ich muss immer dagegen sein. Ich kann einfach nicht damit leben, dass alle die selbe Meinung haben, deshalb muss ich mir immer so nen scheiss ausdenken....ich bin ja so Anti :g040:

  • Post Mortem: schlägt wieder zu... :grin:


    Du hast wirklich gut durchdachte Argumente gebracht; so gut, dass ich mich gezwungen sehe zuzugeben, dass mein Argument tatsächlich seeehr spekulativ war.
    Man könnte mir zugestehen, dass ich zu dem Zeitpunkt auch nur den ersten Gedanken niederschrieb.


    Aber um das ganze zusammenzufassen:
    Eine Frau, die eine Ausbildung in einem sozialen Berufsfeld begonnen hat, postet menschenverachtende Texte - Argument Ende.
    Führt man das Ganze gedanklich zu der Firmenpolitik des Geschäftsführers bzw. des sozialen Trägers, kann ich die Kündigung durchaus nachvollziehen.



    Was ich durchaus als schwieriger zu begründen finde, ist die Kündigung des Freundes - Zalando nun wirklich kein soziales Berufsumfeld, in dem es bestenfalls von Homosexuellen gerade zu wimmelt.
    Ähnlich wie bei einem Fernkraftfahrer könnte man da eher ein Auge zudrücken - bzw. den betreffenden zu der seelischen Folter von beknackten Seminaren verdammen.

  • Zalando hat die Kündigung damit begründet, dass es ein buntes und weltoffenes Unternehmen sei und eine solche Einstellung nicht in ihre Firmenphilosophie passt. Die beiden Firmen haben mit den Tätern jeweils ein sehr langes Gespräch geführt. Die Täter konnten sich nicht ausreichend erklären und wurden daraufhin gekündigt. Ihnen wurde noch Material für diverse Selbsthilfegruppen mitgegeben um den Weg auf die richtige Bahn wiederzufinden. Beide Azubis haben erst vor wenigen Wochen angefangen.

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