Nahtoderfahrungen

  • Jip ...hier...ich ....leider...
    Ich muss ehrlich gesagt sagen dass es eine schöne erfahrung war ... ich hab mich warm und geborgen gefuehlt ...ploetzlich war gar nichts mehr wichtig ...
    Leider habe ich nicht viele erinnerungen daran
    Ich weiß nur waer der RTW 5 min spaeter gekommen ...haetten die nichts mehr machen koennen

    I do not want to die
    I just want to be death

    Das Leben ist nur ein Witz
    Und iwann Lachst du dich Tod

  • @ Broken soul:


    Darf ich fragen, ob es eine Nahtoderfahrung infolge eines Suizidversuchs war?
    Ich habe ja schon so viel Negatives von suizidalen Personen gelesen .. Höllenerfahrungen, den Problemen nicht entfliehen können etc. Das hat mich sehr erschreckt.

  • Awesome:
    Ja...das war durch einen suizidversuch


    Ich wuerde sagen dass es auch auf die jeweilige person individuell ankommt ..genau wie beim empfinden von schmerzen ....die einen sind sehr sensibel und die anderen stecken alles weg ....


    In erster linie will ich hier auch keinem diese erfahrung schmackhaft machen...iwie schoen reden ....aber ich hatte halt keine schlechte ....sondern eine sehr angenehme erfahrung damit gemacht ...
    Ich waere wegen hohem Blut verlusst gestorben ...das war ein wechselbad der gefuehle ....erst war alles ok ...dann wurds kalt ....dann wurd mir schlecht ...und danach war mir schon klar dass das genau die richtigen anzeichen sind....dann wurd alles richtig warm und ich hab mich gefuehlt als waer ich in nem richtig flauschigen warmen bett ....dabei lag ich bei -4 grad aufm kalten boden...

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  • Ich hatte schon sehr viele Nahtoderfahrungen.
    An die meisten kann ich mich nicht genau erinnern und es war auch nicht die Folge eines Suizidversuches. Ein paar Jahre meines Lebens war ich fast ständig dabei draufzugehen. ;)
    An die Nahtoderfahrungen, an die ich mich noch erinnern kann, erinnere ich mich nicht so gerne. Ich hatte damals viel Panik, was wohl eher an der Tatsache lag, dass ich entweder am ersticken oder am verbluten war.
    Für mich war es keine schöne Erfahrung. Aber vielleicht hing es einfach mit den Umständen zusammen.

  • Hi,


    Ich habe Nahtoderfahrungen, jedoch keine Erinnerungen daran. Ich war nach einem Suizidversuch in Levensgefahr, und das Herz stand einige Male für kurze Zeit still.


    1,5 Tage später bin ich erst wieder aufgewacht, so lange war ich bewusstlos.


    Ich habe keine Erinnerungen, aber als ich im KH aufgewacht bun, habe ich tiefe innere Ruhe und Sicherheit gefühlt. Es ging mir gut.
    Es geht mir immer noch gut. Ich habe überlebt, wurde gerettet und habe erlebt, wie sehr man mich lieb hat.
    Innerlich habe ich gelächelt, als mein Freund und Retter mir sagte: "Es wird alles wieder gut, vertrau mir." er hat mir direkt in die Augen gesehen.
    Und dann sagte er noch: "Sonst hab ich ja niemanden mehr, den ich necken und ärgern kann." Da habe ich gefühlt, was er fühlt und musste innerlich lächeln. Ich habe gefühlt, dass da jemand ist, der mich braucht, und habe gekämpft. Und überlebt.


    Wenn jemand da ist, der sich gerne austauschen möchte, ich würde gerne darüber reden. :)


    Ich habe dieses Mal daraus gelernt.

  • Ich weiß nicht, ob man das als Nahtoderfahrung bezeichnen kann...
    Ich habe schon oft versucht mich mit Tabletten umzubringen. Im April 2017 hätte ich es fast geschafft. Wäre da aber an meinem Erbrochenen erstickt, kA, ob die Tabletten ausgereicht hätten, glaube nicht, obwohl ich die LD berechnet habe und nochmal doppelt so viel nahm.
    Jedenfalls kam mein Freund nach der Arbeit heim und ich lag röchelnd auf der Couch. Die Rettung brachte mich auf de toxikologische Intensivstation, wo ich dank einer schweren Lungenentzündung wegen dem Erbrochenen in der Lunge, 2 Wochen im künstlichen Tiefschlaf lag. Die Entgiftung ging natürlich schneller, die haben da ja so ihre Mittelchen, Aktivkohle, und so.
    Ich kann mich an sehr beängstigende Träume erinnern. Wo ich eingesperrt war in einen Würfel aus Stahl und nicht schreien konnte (ich war ja intubiert). Ich hab auch Sachen die meine Mutter erzählt hat irgendwie in meine Träume eingebaut. Sie sagte wohl, dass das die beste Klinik in Ö auf diesem Gebiet ist (sie meinte die tox. Intensivstation). Ich hab das in meine Träume so eingebaut, dass dieser Stahlwürfel nachts und tagsüber ein Arbeitslager, die beste Entzugsklinik in Ö wären.
    Ja, war halt alles ganz komisch und ziemlich beängstigend.

    Laut Statistik ist eine von fünf Personen verrückt.
    Wenn um dich herum vier Leute sind, die dir normal erscheinen,
    sieht's schlecht aus.


    [Jean-Claude van Damme]

  • Puh... bei mir ist meine Erfahrung fast 3 Jahre mittlerweile her. Ich weiß nur, dass es mir damals gut ging, ich habe mich sicher gefühlt und als wäre ich endlich zuhause angekommen. Das war schon irgendwie schön und es hat mir die Angst davor genommen wenn ich irgendwann mal sterbe. War nach einem Suizidversuch, also denke mal das kommt auch viel auf die eigene Einstellung zu dem ganzen an, oder wie man in seinem Leben bisher als Mensch war? Vielleicht kommen Menschen, die gut sind (??) in den Himmel, auch wenn sie sich umgebracht haben? Ich weiß es nicht...

    Die Wahrheit ist nicht immer die aufregendste Version der Dinge, oder die beste, oder die schlechteste.
    Sie ist irgendwo in der Mitte.
    Aber sie muss gehört und im Gedächtnis behalten werden.
    'Die Wahrheit will raus', wie jemand mal sagte.
    Das bleibt so.

  • Ich weiß gar nicht genau, ob es eine Nahtod-Erfahrung war, die ich hatte oder eher eine Nah-Nahtod-Erfahrung (wenn man das so sagen kann :gruebel: ).
    War auch nach einem Versuch mit Tabletten.
    Jedenfalls hatte ich das Gefühl, dass mein Herz für einen Moment ausgesetzt hat und ich nicht mehr atmen konnte. Es hat sich damals gleichzeitig beängstigend als auch ganz angenehm angefühlt. Ich hab mich irgendwie schwer gefühlt und in meinem Kopf war es seltsam leer und hell und ich weiß noch wie ich dachte: ok, dann soll es wohl so sein. Aber gleichzeitig wollte ich auch wieder atmen und war irgendwie total aufgeregt.
    Im ganzen hatte ich das Gefühl, das wenn ich mich entspannt hätte und eingeschlafen wäre, ich vielleicht gestorben wäre. Vielleicht kams mir aber auch nur so vor, denn danach wars nicht wirklich schlimm, mir war nur schlecht und ich hatte höllischen Durst. :schulterzuck:

  • Ich denke zumindest, dass das ein Nah-Tod-Erlebnis war bei meinem Suizidversuch 2010. Ich sah einen Tunnel mit einem weißen Licht am Ende. Dort stand meine Oma und sagte zu mir, dein Zeit ist noch nicht gekommen, du musst wieder zurück.

    Spürst du ihn, diesen Druck der erfüllt muss sein. Leben heißt Prüfung und du willst ein Sieger sein.
    Oder zweifelst du, ob du sie in dir hast, diese Kraft, die dir hilft zu stemmen diese Last?



    Doch hör zu, sie ist da, schlummert tief in dir drin Weck sie auf, nimm sie dir, gib deinem Leben Sinn!
    Sind die Zweifel und Ängste auch noch so groß, es ist dein Los!



    -Schandmaul - Ein echter wahrer Held-

  • ich hatte keine Nahtoderfahrung aber ich kann mich an Albträume erinnern, als ich fünf Tage in Langzeitnarkose versetzt wurde. Ich war in einem Krankenhaus mit vielen alten Menschen und lauter weißen, verletzten, teils tote Ratten. Dann war ich auf einmal in der Notaufnahme weil ich verlegt werden sollte aber ich wurde vergessen. Und am Ende des Traumes habe ich einen Abgrund gesehen es sah wie die Hölle aus mit Flammen und einem Mann dem Körperteile gefehlt habe. Die Schwester hat gesagt ich würde genauso enden. Aber kurz danach bin ich aufgewacht. Und es ist das Beste was mir passiert ist.