• Ich habe mal gehört folgenden Satz gehört: Die Realität besteht aus Räumen.
    Meine Frage ist, wenn die Realität ein Raum ist, kann ich diesen dann auch verlassen?
    Was ist wenn ich die Tapeten nicht mehr leiden kann.
    Ich denke, viele Menschen leben in einer Gemeinsamen Realität.
    Was wenn Menschen nicht mehr ein Teil davon sein wollen oder können?
    Darf ich dann den "Raum" verlassen?
    Darf ich mich selbst aus der gemeinsamen Realität ausschliessen?
    Wozu ist sie überhaupt da?

  • Genau diese Fragen stelle ich mir auch!
    Muss ich unbedingt in dieser bleiben?
    Darf ich mir aussuchen in welche ich möchte?
    Kann ich mir selbst eine erschaffen?


    Wenn ja.....lass uns gehen!

    Es war einmal, vor langer Zeit.......

    Ich stehe zum Alten Glauben....Niemand kann mir meine Götter rauben !!!

  • Nein.....dort will ich nicht sein!


    Ich will eine neue Zone.....mit buntbemalten Wänden!
    Eine die das gerne nimmt was ich geben kann und die mir gibt was ich brauche!
    Ein Zusammenspiel aus gleichgesinnten Melodien!

    Es war einmal, vor langer Zeit.......

    Ich stehe zum Alten Glauben....Niemand kann mir meine Götter rauben !!!

  • Verändern? Mit gemeinsamen Kräften, aber nicht allein in der Wüste. Nicht viele wollen da hin. Verändern heißt das alte zu verlassen...

    Was bedeutet überhaupt "stark" sein?

    Niemals aufzugeben oder es zu schaffen,

    dass niemand merkt, wie kaputt man eigentlich ist?

  • So wandere ich weiter in der Wüste umher.
    Wenn das meine Wüste ist, mein selbst erschaffener Raum, kann ich ihn verändern?

    Öhm naja da alles relativ is kannste auch alles verändern, nur musste das halt dann auch wirklich tun (wollen) .... alleine so etwas tun zu wollen/müssen/können/dürfen (was - wie auch immer) wird scheiße - zusammen mit Menschen die genau so wie Du die selben Ziele rocken wollen, besitzt Du einfach mehr Durchschlagskraft, worauf es eben in der Realität um was zu verändern wie es John meint ankommt.


    Nur Scheiße das die meisten Menschen das noch nich mal ansatzweise verstanden haben.
    Ach das Wort zusammen ist im ZUSAMMENhang mit mit zusammenHALT gemeint. Noch son Ding das der Menschenheit zum Großteil abgeht - die wollens lieber auf die harte Tour. Büüüüüdäääsehr - gern - aber dann braucht sich auch niemand zu wundern wenn die Realität am Ende so oftmals gefühlt wird subjektiv das jeder macht was er will nur keiner macht was er soll. Wobei das "sollen" erstmal definiert werden müsste,was uns dann eben zu genau den angesprochenen verschiedenen Räumen/Zimmern (die Fenster haben können - aber eben bei den meisten keine haben da sie nur in ihrer "Welt" leben und drauf scheißen mal übern Tellerrand zu schauen) der Realität bringt.


    blablabla...


    Fazit: Jeder ist seines Glückes Schmied! Und in der Realität scheint es kein liniares WIR zu geben.

  • In der klassischen Philosophie nimmt die Frage nach Realität, ihrer Ausprägung und ihrer Definition eine der weitesten und umfangreichsten Felder in Beschlag.
    Mir ist noch keine Betrachtung untergekommen die Allgemeingültigkeit angestrebt oder erlangt hätte. Es kursieren unzählige Definitionsgrundlagen, wobei die moderne Philosophie insbesondere innerhalb der "Philosophie des Geistes" der Realität noch mehr Spielraum zugesteht. Also etwa in Anbetracht der Bewusstseins-Selbstbestimmungs-Thematik.


    Ganz pauschal und ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Korrektheit kann ich kurz erläutern welche Fragen bislang erkannt und welche Prinzipien bislang erdacht wurden.


    Ich spare mir hierbei die akademische Terminologie, da sie ohnehin nur verwirrt. Als Stichworte für Google empfehle ich "Solipsismus", "Empirismus" und "methodische Ontologie".
    Ganz generell trennt sich die Sicht der Philosophen in solche, die eine existente Realität anerkennen und solche, die meinen es sei alles ein Konstrukt unseres Geistes. Hierbei gibt es dann zahllose Facetten der Auslegungsbereiche. Denkbar sind etwa reale Wirkungen, die aber, voneinander unabhängig unbeeinflusst und unstet, im Zusammenwirken ein Ganzes erschaffen, was wir als Realität wahrnehmen. In der "greifbaren" Wissenschaft spricht man von der Realität nur dann, wenn sie messbar und untersuchbar ist. Demgemäß ist für einen Physiker die Realität etwas anderes, als für einen Neurowissenschaftler oder einen Theologen.


    Die einfachsten, wenn auch unsachgemäßesten Definitionswege, sind die des Ursprungs.


    Inhärenz
    Die Realität kann zum einen aus sich selbst heraus und selbst bedingt, man sagt fachlich inhärent -> also eigentlich "innewohnend", existent sein.
    In einer inhärenten Realität bedingt das eine notwendigerweise das andere. Ein Objekt kann seinen Zustand nicht ohne Wirkung verändern.
    Es kann keinen Zustand ohne Objekt geben. Das Objekt ist zwar existent aber nicht zwingend greifbar oder faktisch existent.
    In einer solchen Realität behandelt man meist das Simple, das Greifbare. Sie lässt wenig Spielraum für andere Formen der Existenz.
    Sie hängt also zwingend mit sich selbst zusammen und bedingt ihr Dasein quasi selbst. Es bedürfte keiner Betrachtung sie zu entdecken oder gar zu formen.


    Zum anderen kann die Realität eine härente Existenz besitzen, die durch viele Formen erklärbar werden kann.
    Die gängigste These ist die der sich aufbauenden Realität eines Betrachters. Aus dem Schein eines Objektes wird eine Existenz gefolgert und aus dieser
    Folgerung heraus, vornehmlich durch systematisch bedingte Abläufe (also etwa physikalische Sinneseindrücke) eine Realität erschaffen.
    Im Wesentlichen bedeutet dies also es existieren Objekte, voneinander unabhängig und unbeeinflusst, bis der Betrachter sie verbindet und definiert.
    Bildlich könnte man es an einem Baum verdeutlichen.
    Der normale Mensch sieht einen Baum als Objekt, in Wahrheit ist er aber kein bloßes Objekt sondern ein gewachsener entstandener Gegenstand.
    Er ist nicht vom Himmel gefallen und war ein Baum, er entstand. Zudem ist er bedingt entstanden. Sein Keim benötigte Erde, seine Existenz benötigt
    günstige Umstände, sein Wirken auf die Umwelt ist faktisch.


    Je nach Betrachtungsweise knüpft ein Realitätsbewusstsein nun entweder an der Sichtbarkeit von Objekten an, wie im Beispiel dem Erblicken eines Baumes;
    oder aber bereits bei der Überlegung dass ohne Umstände keine Wirkung ist, also der Baum ohne Umwelt nicht wäre; oder aber die Realität ist die Gesamtheit
    der Wirkung in allem, man fragt sich also weshalb es Bäume überhaupt gibt und sie so aussehen; oder man geht so weit zu postulieren es gäbe weder Baum noch Umwelt noch faktische Objekte, sondern lediglich Wahrnehmungen, die ebenso gut lediglich Fluktuationen innerhalb des Denkapparates sein könnten.


    Alles Seiende sei real, ist nicht belegbar.
    Es ist aber auch nicht belegbar dass alles Nicht-Seiende nicht ist.
    Ebenso wenig dass die Umkehrschlüsse gelten.


    "Ich weiß, dass ich nicht weiß"
    Erstaunlicherweise ist diese Erkenntnis in der Philosophie eine der tragenden Prinzipien, zumindest wenn man sich in der klassischen Form bewegt.
    Im Übrigen bedeutet dies nun nicht, dass wir von nichts eine Ahnung haben. Sokrates wurde einfach nur falsch übersetzt mit seinem Spruch und irgendein
    Ulk hat einfach ein "s" an das nicht angehangen... die wirkliche Frage ist also die nach dem Zweifel.
    Wir können Realitäten nicht verifizieren noch falsifizieren. Es besteht lediglich eine Möglichkeit logische Zusammenhänge zu erkennen und daraus möglicherweise
    einen Ursprung zu erforschen, was aber vermutlich nicht funktioniert. Bildlich gesprochen steht man in einem Spiegel-Labyrinth und sucht den Anfang oder den Ausgang.
    Die einzigen Anhaltspunkte die man Besitzt sind aber nur die Sinneseindrücke der eigenen Spiegelung und die Schlüsse die man daraus ziehen könnte.
    Letztlich kann sich aber auch herausstellen, dass es keine Spiegel gab.


    Generell besteht immerzu ein Zweifel über die "Wirklichkeit", wie wir die Realität landläufig nennen.
    Die Definition der Realität hängt im großen Maße von uns selbst ab, aber natürlich auch in welcher bedingten Umgebung wir diese Definition aufstellen.
    Aus der Sicht einer Schnecke ist die Realität eine wesentlich andere, denn aus der Sicht eines Menschen.
    Stark vereinfacht ausgedrückt verändert sich mit der Perspektive des Individuums auch dessen Realität.


    Sozialwissenschaftlich betrachtet... wobei Sozialwissenschaften seltenst Allgemeingültigkeit anstreben... ist es also von größter Wichtigkeit
    dass man seinen Raum in der Realität effektiv und produktiv gestaltet. Da ohnehin nichts gewiss ist, gäbe es zum einen keinen Zweck innerhalb
    dieser Fiktion zu existieren, zum anderen wäre es aber auch keineswegs zwecklos es dennoch zu tun.
    Als Beobachter und gleichzeitiger Schöpfer der eigenen Realität kann man Einfluss auf definitionsgemäße Umstände nehmen, nicht aber auf
    wiedererkennbare und demnach reproduzierbare Formen. Es ist also möglich die eigene Sicht über wachsende Bäume zu definieren, nicht aber
    dass die Farbe Grün der Blätter durch andere Menschen ebenso definiert wird. Die Wahrnehmungen sind Näherungswerte und unterliegen einer
    kollektiven Annäherung an ein Universal. Es sind also keine Festwerte, aber allgemeinverständliche Definitionen, die aus gleichen Umständen heraus
    entstanden sind.


    Wer also aus seinem "Raum" ausbrechen möchte, der muss sein Denken ändern.
    Esoterisch gesprochen könnte man sagen: Du bist wie Du denkst und Du wirst wie Du immer wieder denkst.
    Dies hat zwar mit dem philosophischen Begriff der Realität wenig gemein, verdeutlicht aber eventuell dass in diesen Gedankenbildern durchaus
    das Potenzial für Hoffnung und Zuversicht schlummert, so man denn die förderlichsten Schlüsse zieht.
    Selbstverständlich kann diese Weltsicht auch als Anlass genutzt werden alles dingliche zu negieren... das ist zwar nicht sehr kreativ, aber legitim.

  • Also.. Realität ist für mich persönlich in erster Linie eine ganz subjektive Sache.
    Meine Realität entspricht nicht der, von anderen, denn eine absolute Realität schließe ich aus.
    Jeder Mensch nimmt seine Umgebung anders wahr und erlebt auch sich, seinen Körper und deine Empfindungen anders. Was ist dann noch Realität? Sind es die Gegenstände die wir anfassen?
    Was, wenn sie nicht existieren und nur unser Hirn uns das sagt? Was, wenn es Menschen mit anderer Realität gibt? Menschen, die gerade halluzinieren nehmen ja z.B. ganz andere Dinge wahr. Für sie sind sie Realität, für den anderen nicht.
    Demnach würde ich auch sagen: Ja, du kannst den Raum wechseln.
    In dem man einige Dinge an seinem Denken und Fühlen und an seiner Außenwelt verändert, verändert sich auch die eigene Realität. Gefühlt zumindest und evtl. auch augenscheinlich, wenn man z.B. neue Dinge sieht...Dinge ganz anders sieht, weil man sie anders bewertet usw.


    Soweit meine Gedanken dazu.

  • Realität ist das, was wirklich geschieht. Wir leben alle in der selben Realität, nur die Interpretationen sind unterschiedlich.


    Eine Frau wird auf der Straße von zwei Männern überfallen. Die Zeugen geben unterschiedliche Aussagen ab, die alle ihre Gültigkeit haben und Teil ihrer Interpretationen sind. Der eine Zeuge sagt aus, er habe nur einen Mann gesehen. Das ist seine Interpretation der Realität. Die allgemein gültige Realität sagt jedoch de facto, dass es zwei Männer waren.

  • Realität ist das, was wirklich geschieht.

    Woher weißt du, dass Dinge wirklich geschehen?
    Wer sagt uns das? Vllt. leben wir alle mit unterschiedlichen Halluzinationen.
    Wer sagt, dass da überhaupt Männer waren?
    Das klingt nun sehr ...an den Haaren herbei gezogen.
    Aber, es gibt nun mal- in meinen Augen- keine absolute Realität.
    Zumindest hat noch niemand bewiesen, dass es sie gibt, oder?

  • Natürlich kann man alles in Frage stellen. Sitze ich gerade wirklich vor dem Laptop? Atme ich wirklich Luft? Durch die Naturwissenschaft wissen wir, dass wir Realität sind. Das, wenn ich etwas trinke, dies keine Halluzination o.ä. ist sondern eine Handlung, die Folgen hat.

  • Naja... meiner Theorie zu Folge wäre das Glas dann vllt. auch nur für dich real.
    Aber nun gut.. lassen wir das.
    Es ist ein philosophisches Thema und kein naturwissenschaftliches.
    Da man die Naturwissenschaft oft auch in Frage stellen kann, bleibt da viel Spielraum für Spekulationen und Theorien, warum es eben eine absolute Realität nicht gibt.
    Da du dich an naturwissenschaftl. Fakten orientierst, brauchen wir nicht weiter diskutieren.
    Wir diskutieren nämlich dann auf zwei verschiedenen Ebenen.
    Ich traue der Naturwissenschaft nur bedingt, weshalb ich eben auch Dinge, die eine absolute Realität für undenkbar halte.

  • Ich finde es ziemlich müßig über eine philosophische Frage zu diskutieren, die bereits an anderer Stelle bewiesen wurde. Ich betrachte ein Thema gerne in seiner Gesamtheit und blende wissenschaftliche Erkenntnisse nicht aus. Von demher hast du recht, dass es keinen Sinn macht weiter zu reden.

  • Wissenschaft kann auch Fehler machen. Das ist alles.
    Und was, wenn die Wissenschaft nur dazu dient, dich glauben zu lassen, dass das alles real ist?
    Da kann man lange drüber diskutieren.
    Es ist wie bei Religion. Die einen glauben eben an etwas und die anderen nicht.