Das McKamey Manor

  • ACHTUNG: Der verlinkte Artikel zeigt Bilder, Videos und Beschreibungen von Blut, Gefangenschaft, Folter, Angstzuständen, Fesselungen und Gewalt.




    Mein Freund hat heute diesen Artikel gefunden. Er handelt von der Attraktion "McKamey Manor", einem Anwesen in den USA, auf dem sich Menschen gegen Bezahlung einsperren, foltern, und misshandeln lassen.
    Mir fällt nicht wirklich viel dazu ein, außer die Frage: Warum?! Warum tun sich Leute das freiwillig an und bezahlen sogar noch dafür?!
    Warum bezahlt man, um ein Trauma und/oder andere psychische Folgeerkrankungen zu bekommen?
    Vielleicht fällt euch ja mehr dazu ein als mir, denn mir stellen sich nur Fragen über Fragen.


    http://www.travelbook.de/welt/…arr-vor-angst-797658.html

  • Ich glaube, dass einige Menschen den innerlichen Drang verspüren solche Erfahrungen machen zu müssen, evt. vergleichbar mit einem Fallschirmsprung aus dem Flugzeug. Auch wird durch Intersubjektivität das Gefühl, bzw. der Drang nach diesem Erlebnis entscheidend gestärkt und die Hemmung nicht teilzunehmen herabgesetzt.
    Ich weiß nicht was ich abstoßender finden soll, anderen Menschen absichtlich Schmerzen zu zufügen und ihnen mit fragwürdigen Methoden katastrophalen Ängsten einzuflößen, es zu dokumentieren und sich mit dieser Geschäftsidee dadurch materiell bereichern oder diejenige, die sowas freiwillig mitmachen. :halloweenno:

  • Es ist eine Grenzerfahrung und wann erlebt man die schon mal?
    Auf gewisse Weise ist die Matrix-Filmreihe Realität geworden.
    Guckt euch doch mal an, wie wir leben:
    Wir sind in einer omnipräsenten Wolke aus Facebook, Amazon und Smartphones.
    Die Supermärkte und Büros, in denen wir einkaufen und arbeiten, sind immer hell, warm und sauber.
    Zuhause streamen wir Netflix auf den 50 Zoll Fernseher mit LED-Beleuchtung und bestellen - zur Abwechslung mal - etwas beim Inder.
    Wir sind derart in einer komfortablen Welt gefangen - wundert es euch, dass wir mit allen Mitteln versuchen, da wieder auszubrechen?
    Meiner Meinung nach sind nur die Mittel unterschiedlich, das Ziel ist das gleiche. Egal ob ich als Westeuropäer als Kämpfer in den IS ziehe, mit einem Fallschirm vom Wolkenkratzer springe, Klebstoff schnüffel oder mich freiwillig einer Horror-Tortur unterziehe: Ich fühle mich wieder lebendig. Natürlich ist das stark verallgemeinert, da es noch unendlich mehr Faktoren gibt, die in unsere Entscheidungen ins Gewicht fallen, aber ich glaube, der Keim für solche Auswüchse ist immer ein gewisser Erlebnishunger und das Bedürfnis nach Grenzerfahrung.


    Dementsprechend bedient das McKamey-Anwesen einfach nur ein Bedürfnis und füllt eine Marktlücke.
    Zudem bereichert sich der Initator nicht daran: Der Eintritt ist, abgesehen von einigen Dosen Hundefutter, kostenlos. Die wiederum werden einer Tierschutzorganisation gespendet.

  • Es gibt auch Masochisten, die so etwas genussvoll erleben wollen. Die Hostelfilme sind auch sehr gut angekommen, eklig, aber wahr!

    I'm being torn apart. I want to be free of this pain. And I know what I have to do, but I don't know if I have the strength to do it.
    Kylo Ren

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