Welche Rechte gibt Freundschaft.

  • Stellt euch vor, ihr habt einen Freund, der regelmäßig Alkohol konsumiert und ihr macht euch irgendwann wirklich sorgen um diesen Freund weil ihr der Meinung seid, das dieser Freund Alkoholabhängig ist. Nicht andauernd komplett bis zur Besinnungslosigkeit besoffen sondern er trinkt halt regelmäßig Alkohol.
    Ihr sucht das Gespräch mit ihm, mehrmals aber er ändert sich nicht sondern macht so weiter.
    Habt ihr als *Freund* dieses Menschen eurer Meinung nach das Recht ihm immer wieder Gespräche aufzudrücken und seht ihr euch in der Position etwas an der Art des Freundes zu ändern oder lasst ihr den Freund einfach so sein wie er ist, weil er ein eigenständiger Mensch ist, der selbst entscheiden kann wie er lebt und auch noch in der Lage ist das selbst zu entscheiden? Also so in Hinsicht auf Selbständigkeit, Selbstentscheidung. Gleich vorweg, es geht nicht darum, das ich solch einen Freund habe und nicht mehr weiter weiß sondern einfach darum ob Freundschaft das Recht gibt einen anderen Menschen seine Selbständigkeit abzusprechen und ihn unbedingt ändern zu wollen.

  • Ich würde das Thema (bei deinem Beispiel war es jetzt Alkoholkonsum) trotzdem weiter ansprechen, wenn ich merke das es schädlich ist und sich nichts an dem Verhalten ändert. Es geht ja auch nicht darum das man einer Person die Selbstsändigkeit absprechen soll. Erwingen das sich jemand ändert geht sowieso nicht. Aber man kann es ansprechen und hoffen das der Freund irgendwann selbst du der Einsicht kommt. Oder sich wenigstens mal Gedanken macht und dann vielleicht die Worte eines Freundes noch im Hinterkopf hat, die ihn selbständig dazu veranlassen sein Verhalten nochmal zu überdenken.
    Fall der Freund aber komplett resistent gegen jegliche gut gemeinte Empfehlungen und auch Sorgen über ihn ist, dann hat man als Freund Pech gehabt und hat es zu akzeptieren. Man ist nicht für das Leben von einen Freund verantwortlich und egal wie viel Hilfe man anbietet, es bringt nichts wenn die Hilfe von der Person nicht angenommen wird.

  • Ich denke, es ist immer die Frage, wie man Dinge anspricht.
    Persönlich würde ich für meinen Freund da sein, ihm signalisieren, dass ich ihn schätze und er mit allem zu mir kommen kann. Auch würde ich es ansprechen, wenn es dem Freund nicht gut geht.
    Aber ich würde nicht sagen "Du musst damit aufhören", sondern lediglich, wie ich die Situation persönlich sehe und empfinde, wenn es auf das Thema kommt.
    Vorrangig wäre für mich aber die Frage, warum mein Freund trinkt und was ihn so sehr belastet.

  • ist es nicht so, dass man in einer freundschaft seine eigenen rechte einschränkt?
    man teilt doch gewisse dinge und hat am leben oder eben am trinken mit teil, allein weil man es doch sieht.


    der umgang mit dem was einem stört, damit beginnt doch die sorge und ja man sollte es in geeigneter weise ansprechen oder selbst sich darauf einrichten.
    sicher ist das dann immer schwierig zumal wenn der alk zum leben bereits gehört. mit worten allein, die schnell als nervige kritik angesehen werden.


    wenn immer ihr zusammen seit, verzichte selbst darauf und wenn ihr mal essen geht, es gibt auch reine saftladen die keinen alk erst anbieten.
    auch wenn letztlich jeder für sein leben verantwortlich ist, die erkenntnis dazu er selbst finden muss, der freundschaft wegen....


    buddl1, man sieht doch was einen zum zweifeln bringt... ein recht es nicht so zu machen und zu versuchen es zu ändern, immer gibt.