Umgang mit psychisch Gesunden..

  • Wußte nicht wohin mit dem Thema. Kann ja bei Bedarf verschoben werden.
    Mir fällt es sehr schwer nach einem mehrmonatigen Klinikaufenthalt wieder mit psychisch gesunden Menschen in Kontakt zu kommen. Das ist mir eigentlich schon immer schwergefallen. Aber vor allem auf der Arbeit ist es im moment schwierig. Die wie geht es dir Frage fand ich schon immer ätzend. Habe dann in der Vergangenheit meistens gelogen. Aber das will ich nicht mehr. Auch kostet es mich überwindung über trivialen Smalltalk Gespräche zu führen. Zumal es sich scheinbar ewig wiederholt. Gibt halt zwei möglichkeiten man überwindet sich und spielt mit, oder man isoliert sich. Beide Möglichkeiten sind nicht gerade toll. So im Privatleben habe ich fast niemanden mit dem ich über "meine" Themen reden kann. Eigentlich niemanden. Von Therapeuten und Betreuer mal abgesehen.
    Wie gesagt die gesprächsthemen der "gesunden" fand ich schon immer recht langweilig. Habe aber immer eine Maske aufgehabt und mitgespielt. Dazu fehlt mir jetzt aber der Wille und die Kraft. Oft denke ich mir, denen ihre Probleme möchte ich haben. Das ist auf keinen Fall abwertend gemeint. Ich wäre auch gerne so. Aber ich bin es leider nicht.
    Wie geht ihr damit in eurem Alltag um ?

  • Ähnlich!, die Themen der "Normalen" sind so dermaßen Oberflächlich es ist kaum zum auhalten.
    Meisten spiel ich mit, aber auch nur damit die zusammenarbeit Funktioniert.
    Aber Privat mach ich meins, auch wenn ich öfters gefragt werde ob ich nicht mitkommen will.
    Eigentlich ist es schwehr weil mich fast alle Langweilen, ab und zu ensteht auch mal ne kleine
    Oberflächliche Freundschaft. Aber in guten und ganzen bleib ich auf abstand.
    Ich versuche auch immer Festzustellen wie die verhältnisse sind, aus dem sie kommen.
    Wenn dort alles soweit O.K. ist dann hat es meistens keinen Sinn.
    Bei Leuten die leichte Schwierigkeiten in der Familie haben. Da läuft es echt besser.

  • Ich kann dir nur zustimmen.... immer dieser stupide sau dämliche Smalltalk...


    Wie gehts dir... Gut? mir auch
    Scheiss wetter!
    Tolles Wetter!
    etc.


    Das alles nur weil die Leute sich unwohl fühlen wenn sie schweigen.... so bescheuert^^

    We are born alone, we live alone and wie die alone -
    Only through our love and friendship we are able to create the illusion of beeing not alone.

  • Mir fällt es sehr schwer nach einem mehrmonatigen Klinikaufenthalt wieder mit psychisch gesunden Menschen in Kontakt zu kommen. Das ist mir eigentlich schon immer schwergefallen. Aber vor allem auf der Arbeit ist es im moment schwierig.

    Öhm ja die Klinikzeit ja auch grad gemacht hab und aber es ist allgemein schwer mit Menschen. Da muss das Gegenüber nicht im Sinne von "krank" krank sein und wer is schon noch normal im Kopp - die gesunden wie Du sagst haben es nur noch nicht mitbekommen das sie krank sind (vielleicht teilweise nur minimal aber ganz richtig gehts doch bei so gut wie wirklich niemanden ab) also macht das in der keinen Unterschied im Kontakt.


    Auf Arbeit weißt Du bestimmt nicht der und der is krank und der is gesund. Darüber wird ja in der Leistungsgesellschaft nicht gesprochen - denn wenn man krank is und dadruch was nich kann kommt das uncool.
    Du sagst bestimmt niemanden auf Arbeit das es dir nicht gut geht. Die wissen also nix von Dir und das is das eigentliche was Mist ist,aber so ist die Gesellschaft.


    Nich hauen jetzt,aber man ist aus der Sicht echt froh mit Arbeit nix zu tun haben.
    Man hat andere Kontakte zu Menschen und was zu tun, die einen gut tun. Arbeit ist wie die Nachbarschaft.... ein Übel... in Bezug auf Menschen, denn da kann man sich seine "MIT"Menschen nicht aussuchen.


    Deswegen versuch Dir einen Ausgleich zu den NegativArbeitsKontakten zu schaffen wenn es Dir möglich ist. Das verhindert zwar nicht das der Arbeitskontakt immer noch Scheiße ist,aber vielleicht steckst Du das dann alles etwas besser weg.


    Hoff & Daumen drück!


    :)

  • Nich hauen jetzt,aber man ist aus der Sicht echt froh mit Arbeit nix zu tun haben.
    Man hat andere Kontakte zu Menschen und was zu tun, die einen gut tun. Arbeit ist wie die Nachbarschaft.... ein Übel... in Bezug auf Menschen, denn da kann man sich seine "MIT"Menschen nicht aussuchen.

    :kopfnuss::kopfnuss::kopfnuss::kopfnuss:


    Das klingt wie wunsch nach Ponyhof u es ist nicht richtig. Man sollte lernen unter den widrigsten Umständen trotz vieler Rückschläge und vieler Hindernisse seinen Weg in einer sozialen Gesellschaft zu gehen ;)


    Arbeit hat für alle meistens und überall Vorteile denn sie verbessert das zusammenleben und nutzt dann wieder weil alle arbeiten, dem einzelnen und den schwächeren ;)

  • Das klingt wie wunsch nach Ponyhof u es ist nicht richtig. Man sollte lernen unter den widrigsten Umständen trotz vieler Rückschläge und vieler Hindernisse seinen Weg in einer sozialen Gesellschaft zu gehen ;)

    das hat mit ponyhof nix zu tun aber 80% ist alles scheißegal und das ist respektlos.


    das stimmt also Hindernisse das is klar es geht nicht alles immer 100% gut und Rückschläge gibts auch jo da geht man mit.
    Aber diese Gesellschaft ist im Großen Ganzen verdorben und das muss nicht sein. Es ist aber wie es ist und man macht das beste draus. Naja und es tut mir leid aber es gibt keine soziale Gesellschaft - nur so kleine Inseln mit lieben Menschen wie hier zum Bsp. das KDN. Diese Inseln muss man suchen und finden und lieb haben und festhalten und es gibt viele dieser Inseln. Aber ein Großteil dieser Gesellschaft ist gedankenlos und das ist der größte Killer.... die Gedankenlosigkeit. Naja man kann es drehen wie man will .... am Ende geht es darum das beste aus was auch immer für einer Situation zu machen. Denn man ist seines Glückes eigener Schmied ein Stück weit und da kommen wir glaube dann wieder in den Gedankengängen zusammen.

  • Also für mich ist Arbeit ehrlich gesagt ein wichtiger Stabilitätsfaktor. Denke mal wenn das wegbrechen würde wäre es sehr schlecht um mich bestellt. Liegt aber wahrscheinlich auch daran das ich wirklich Glück habe und dort Wertschätzung und auch Unterstützung erfahre. Eine Insel wenn man so will. Wollte jetzt auch keine Diskussion die in die Misanthropie abgleitet. Mir geht es um die Schwierigkeit die psychisch gesunde mit Leuten wie mir haben. Weil ich leider eine komplizierte Persönlichkeit habe. Das hat auch nix per se mit der Arbeit zu tun. Aber dort ist es eben besonders schwierig. Wie Amy Lee schon sagt. Diese ewig gleichen Smalltalk themen. Und oberflächliches Gelaber. Da bekomme ich einfach Ausschlag. Und fange innerlich an zu schreien. Und ich möchte einfach keine Maske mehr aufhaben. Wenn es mir scheiße geht dann will ich das auch sagen und nicht mir geht es gut. Da geht es mir ja selbst schlecht damit wenn ich die Menschen ständig anlügen muß. Ich habe keine Ahnung wie ich aus diesem Zwiespalt rauskomme.

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