Gibt es einen Unterschied zwischen Glaube und Aberglaube?

  • Mich würde interessieren welchen Unterschied es eurer Meinung nach zwischen dem Begriff Glaube und dem Aberglaube in ihrer Bedeutung gibt und ob dieser Unterschied in der heutigen Zeit nicht immer mehr geschmälert wird.


    Ich bin auf eure Antworten gespannt.

  • Ich denke, neben kulturellen und geschichtlichen Unterschieden hat der "normale" Glaube mehr Tiefe als Aberglaube, welcher sich ja lediglich auf überlieferte Volksbräuche stützen kann.

    When you can't find the words to say,
    it's hard to make it through another day.
    And it makes me want to cry,
    and throw my hands up to the sky.
    -Adrian Smith-

  • Da gibt es keinen Unterschied. Beides ist Glauben, mehr nicht. Alles andere ist eine Frage der Gewichtung.


    Ich denke, neben kulturellen und geschichtlichen Unterschieden hat der "normale" Glaube mehr Tiefe als Aberglaube, welcher sich ja lediglich auf überlieferte Volksbräuche stützen kann.

    Der "normale Glaube" ist (bestenfalls) auch nur ein Zusammenschluss überlieferter Volksbräuche und Folklore. Ich denke, der Hauptunterschied ist eher die "Masse" des Geglaubten. Beim Aberglauben sind ja eher einzelne Ereignisse betroffen, Singularitäten, z.B. das Ding mit der schwarzen Katze, usw. Ein "normaler Glaube" besteht aus einer Anhäufung dieser.


    Letztendlich ist es alles eine Frage der Gewichtung. Für mich persönlich sind z.B. Christentum oder Islam in keiner Weise anders als das Ding mit der schwarzen Katze. Es ist nur Glauben -Schwarze Katze, Jesus, unter Leitern durchgehen, Mohammed, Freitag der 13., Gott/Allah/Odin/Jupiter, zerbrochene Spiegel,...alles in der Sache das selbe: glaube ich dran, und welchen Stellenwert räume ich dem geglaubten (also nicht gewussten) ein?

    Gegenwart: Jener Teil der Ewigkeit, der den Bereich der Enttäuschung von jenem der Hoffnung scheidet.

  • Aberglaube bringt Unglück.


    :)



    Das was man gemeinhin "Glauben" nennt, begeht eben den Fehler, aufgrund gewisser Überlieferungen und Traditionen, das woran geglaubt wird als "erwiesen" an zus sehen. -So als wäre das ne Wissenschaft.


    Der "Aberglaube" hingegen hat keine solche traditionellen "Beweise" (die beim Glauben ja auch gar keine sind), und speist seine Beweiskraft jedes Mal aufs neue aus dem Glauben an sich. Genauer gesagt daran (meist), dass reine Zufälle einen höheren Sinn hätten oder in irgendeinem Zusammenhang mit etwas stehen....so wie es Psychotiker ja auch gerne mal "glauben" .:)

  • gibt viele psychotiker die dem zufall folgten und nun millionäre sind...


    Wie bitter es wäre wenn das Dasein keinen Sinn hätte. Irgendwie sinnlos.


    Für deterministische Atheisten existieren doch keine Zufälle? Ergo sind sie nicht gläubig aber abergläubig, tsehe...(den musste erst sacken lassen ums zuchecken, ja ich bin ein selbstverliebtes genie schätzchen :g040: )


    Übrigens es war auch mal wissenschaftlich bewiesen die Erde wär ne Scheibe und vor n paar jahren endete der kosmos mit der milchstraße. Was heute wissenschaft ist, ist nicht selten der schwachsinn von morgen.


    Für mich ist “glauben“ ein begriff für das bejahen der sinnfrage. Aberglauben ist der glaube an die Intuition seinen eigenen Sinn gedeutet zubekommen und dies zu erkennen. Damit mein ich nicht die schwarzen Katzen.


    Ich glaub an beides aber muss mir niemand glauben :).


    Ps: zum drölften mal sorry für formatierung, ich werde smartphones auf ewig verachten.

  • Der "normale Glaube" ist (bestenfalls) auch nur ein Zusammenschluss überlieferter Volksbräuche und Folklore. Ich denke, der Hauptunterschied ist eher die "Masse" des Geglaubten. Beim Aberglauben sind ja eher einzelne Ereignisse betroffen, Singularitäten, z.B. das Ding mit der schwarzen Katze, usw. Ein "normaler Glaube" besteht aus einer Anhäufung dieser.


    Letztendlich ist es alles eine Frage der Gewichtung. Für mich persönlich sind z.B. Christentum oder Islam in keiner Weise anders als das Ding mit der schwarzen Katze. Es ist nur Glauben -Schwarze Katze, Jesus, unter Leitern durchgehen, Mohammed, Freitag der 13., Gott/Allah/Odin/Jupiter, zerbrochene Spiegel,...alles in der Sache das selbe: glaube ich dran, und welchen Stellenwert räume ich dem geglaubten (also nicht gewussten) ein?

    Leider kann ich die Argumentation nicht nachvollziehen. Aber das ist auch nicht weiter tragisch, da mich das Thema nicht sonderlich tangiert. Unterm Strich sind wir einfach nur verschiedener Meinung, was ja auch legitim ist. :halloween-18:

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  • Leider kann ich die Argumentation nicht nachvollziehen. Aber das ist auch nicht weiter tragisch, da mich das Thema nicht sonderlich tangiert. Unterm Strich sind wir einfach nur verschiedener Meinung, was ja auch legitim ist.

    Jo, so gehts mir auch :)



    Übrigens es war auch mal wissenschaftlich bewiesen die Erde wär ne Scheibe

    @tsi tuo Quelle? Wann war es mal wo wissenschaftlich bewiesen, dass die Erde ne Scheibe sei (oder von mir aus ein Quadrat, ein Dreieck,...)? Bin neugierig, mir ist das nicht bekannt. ;)


    ....jeder Atheist ist immer gläubig, da er glaubt, es existieren keine Götter oder kein Gott. Er wirds auch immer bleiben müssen, da man kein Negativum beweisen kann...

    Gegenwart: Jener Teil der Ewigkeit, der den Bereich der Enttäuschung von jenem der Hoffnung scheidet.

  • Wenn Atheismus ein Glaube ist, ist "Aus" ein Fernsehsender. Es ist die Abwesenheit von Glauben, so wie die Abwesenheit jeglicher sportlicher Aktivität auch keine Sportart ist.
    Und die Beweislast liegt bei dem, der die Gottes-Behauptung aufstellt, nicht bei dem, der sie anzweifelt. Nach der Logik sind auch alle irgendwie gläubig, die die Existenz des fliegenden Spagetti Monsters anzweifeln.
    "In meinem Keller lebt ein neunbeiniges Monster mit drei Augen, aber nur ich kann es sehen/spüren/hören. Was, du glaubst das nicht? Dann musst du mir wohl beweisen, dass da keins ist!"
    Nein, muss ich nicht. Wer die Behauptung aufstellt, hat diese mit Beweisen und Argumenten zu belegen, nicht umgekehrt. Ist doch überall im Leben so, wieso meinen die Leute der irrationale Glaube wäre davon ausgeschlossen?
    Anders wäre es, wenn es irgendwelche wissenschaftlichen Beweise für Gott gäbe, die der Atheist DANN widerlegen müsste, aber die gibt es nicht. Gott ist ja nicht einmal, in einer Vielzahl von Möglichkeiten wie das Universum entstanden sein könnte, eine sonderlich wahrscheinliche.


    Um die Anfangsfrage zu beantworten:
    Der Unterschied liegt, so wie der Unterschied zwischen Religion und Sekte, nur in der Betrachtung der Menschen. Beides ist das blinde Vertrauen in eine nicht nachgewiesene Idee, wir geben ihnen nur verschiedene Namen. Also das würde ich jetzt aus dem Stegreif dazu sagen.

  • Wenn Atheismus ein Glaube ist, ist "Aus" ein Fernsehsender. Es ist die Abwesenheit von Glauben, so wie die Abwesenheit jeglicher sportlicher Aktivität auch keine Sportart ist.
    Und die Beweislast liegt bei dem, der die Gottes-Behauptung aufstellt, nicht bei dem, der sie anzweifelt. Nach der Logik sind auch alle irgendwie gläubig, die die Existenz des fliegenden Spagetti Monsters anzweifeln.
    "In meinem Keller lebt ein neunbeiniges Monster mit drei Augen, aber nur ich kann es sehen/spüren/hören. Was, du glaubst das nicht? Dann musst du mir wohl beweisen, dass da keins ist!"
    Nein, muss ich nicht. Wer die Behauptung aufstellt, hat diese mit Beweisen und Argumenten zu belegen, nicht umgekehrt.

    Gebe dir Recht! Doch auch zubehaupten etwas sei nicht existent ist eine Behauptung oder nicht?
    Kannst du beweisen dass das Universum (eventuell auch die Universen) keinen Sinn hat?


    Das kosmische Rauschen unseres Urknalls erlaubt uns bis dato nicht darüber hinaus zusehen, wir können also noch nicht beweisen was "vor" dem Urknall war.
    Daher denke ich die Antwort auf die Glaubensfrage lässt sich beidseitig nicht belegen, dementsprechend sind für mich beide Behauptungen und Sichtweisen legitim.


    Ich persönlich finds einfach schöner zuglauben dass der ganze Crap irgendeinen Sinn hat und glaub ma ich war lange Zeit selbst bekennender Atheist.


    Frage an dich: Was denkst du persönlich über dunkle Materie? Auch die ist "nicht existent" :
    Dunkle Materie – Wikipedia
    Welt der Physik: Dunkle Materie
    80% von allem was dich umgibt, ist die nicht existenz, lass dir das auf der Zunge zergehen...
    Es gibt viel mehr nicht existentes als existentes im Universum unsere "Wissenschaft" kann sich ergo überhaupt nicht mit dem überweigenden Großteil vom vorhandenen beschäftigen.
    Was ich mit der Frage implizieren will: auch nichtexistenz ist vorhanden und zwar mehr als Existenz, das ist akuteller "Wissenschaftlicherbeweiskonsens" ;). Zubehaupten etwas sei nicht existent muss also genauso belegt werden wie die Behauptung etwas sei existent um das jeweilige Gegenteil ausschließen zu können.


    Und was ist eig mit dem Higgsboson oder Gottesteilchen hat da schonmal n Atheist drüber nachgedacht? Ach ich sollt die Fresse halten...hauta

  • Soweit mir bekannt ist, stellt Aberglaube nach der Ansicht ihrer Anhänger Ereignisse und / oder Riten da, welche beim Betrachten oder praktischen Anwendung nach ihrer Überzeugung nach zu positiven oder negativen Ereignissen führt. Aus eigener Erfahrung ist mir bekannt dass manche Anhänger der Auffassung sind das danach entstandene Konsequenzen unmittelbar im Zusammenhang mit Dingen stehen welche als Aberglaube definiert sind.
    Als Gegenstück dazu betrachte ich nun den Glauben.


    Der Glaube an sich ist ein Wort welches nach meiner Auffassung eine Erklärung für etwas darstellt was wissenschaftlich nicht belegbar ist und den Freiraum zu Thesen lässt. Dies kann genauso ein Gott sein wie die Existenz von Aliens, Geistern ein Leben nach dem Tod oder diverse andere Dinge. Auch dort wo gegenwärtige Wissenschaft endet erlaube ich mir eine Glauben oder die Vorstellung an irgendetwas. Allein die Tatsache das sieben zehntel unseres eigenen Planeten noch unerforscht sind, lässt mir schon den Spielraum für derartige Thesen. Diese Erläuterung ist jedoch noch kein tatsächlicher Unterschied in beiden Begriffen "Glaube" und "Aberglaube". Ich denke auch das wir sowieso von einem subjektiven Empfinden sprechen, dennoch gebe ich gerne Kunde darüber wo ich selbst meine Definition der Begrifflichkeit mache:


    Ich bin selbst praktizierender Christ und glaube an die Existenz von höheren Mächten welche sich außerhalb der Grenzen des menschlichen Verstandes bewegen und somit nicht im physischen Sinne greifbar sind (ähnlich wie Träume). Ich glaube genauso daran das Gute und schlechte Erfahrungen mein eigenes Leben sehr beeinflussen aber ordne diese Dinge deshalb nicht etwas überirdischem zu. Fehler die ich mache (und das sind nicht wenige) finde ich in Selbstreflektionen und versuche mich ihnen zu stellen. Deshalb gehe ich aber nicht hin und versuche "Gott" die Schuld an meiner Lage zu geben, wohlmöglich als "Strafe" weil ich meinen christlichen Glauben vielleicht vernachlässigt habe oder "gesündigt" habe. Ich sehe dass so das der Mensch ungeachtet dessen ob er nun an etwas glaubt oder nicht alleine für seine Taten verantwortlich und ggf. deren Konsequenzen zu tragen hat. Allerdings gebe ich auch zu ich das sogenannte Beten als Gespräch zu Gott nutze. Ich danke für gute Ereignisse wenn ich sie im Leben erfahren darf und genauso sage ich offen wenn ich unter starken Schmerzen der Konsequenzen meiner Handlungen leide: "Gott diese Scheisse habe ich verdient!"

  • Ich denke, was als Glaube oder Aberglaube bezeichnet wird, ist sehr abhängig vom wissenschaftlichen Fortschritt des jeweiligen Zeitalters und von der Region in der man lebt.
    Früher glaubte man z.B. an Wettergötter, heute weiß man wie ein Gewitter zustande kommt. Ob die Wissenschaft irgendwann mal alle Ereignisse bis ins letzte Detail erklären kann, wer weiß es.
    Auf jeden Fall würde das dann das Ende von Glaube und Aberglaube bedeuten.....falls man die Fakten dann nicht einfach ignoriert oder unterdrückt, wie man es schon in allen Zeitaltern getan hat.

  • Ich denke, was als Glaube oder Aberglaube bezeichnet wird, ist sehr abhängig vom wissenschaftlichen Fortschritt des jeweiligen Zeitalters und von der Region in der man lebt.
    Früher glaubte man z.B. an Wettergötter, heute weiß man wie ein Gewitter zustande kommt. Ob die Wissenschaft irgendwann mal alle Ereignisse bis ins letzte Detail erklären kann, wer weiß es.
    Auf jeden Fall würde das dann das Ende von Glaube und Aberglaube bedeuten.....falls man die Fakten dann nicht einfach ignoriert oder unterdrückt, wie man es schon in allen Zeitaltern getan hat.

    Jegliche Erklärung mit belegten Fakten würde das Ende eines freien Denkens bedeuten. Der Mensch ansich ist bereits befangen in den Grenzen seines Verstandes. Gleichzeitig wiederstrebt es aber der Spezies eine Endgültigkeit als Fakt hinzunehmen. Soweit mir bekannt ist, ist es dem Menschen unmöglich einen Fakt von absoluten ANFANG und absolutem ENDE als schlichte Gegebenheit akzeptieren zu können. Die Frage nach der Unendlichkeit "Was war da vor... und da vor... und davor" genauso wie "was wird dann danach sein? ... und dann danach?...." ein ewig sich fortbewegender Kreis. Allerdings würde ja dieser Kreis der Ewigkeit zum Stehen kommen wenn die Wissenschaft Alles aber auch Absolut! Alles! erklären könnte. Ich "glaube" dies ist aufgrund der Geschaffenheit des Menschen selbst (ob er nun an irgendwas religiöses Glauben mag oder sagt: "Reliogion kann mich mal") eine Unmöglichkeit in unserer Natur