Wird Kindern der Glaube aufgezwungen?

  • Kein Mensch kommt religiös oder mit einem bestimmten Glauben auf die Welt. Wie denkt Ihr darüber, dass ein Mensch schon in frühster Kindheit in eine religiöse Ecke gezwängt wird?

    When you can't find the words to say,
    it's hard to make it through another day.
    And it makes me want to cry,
    and throw my hands up to the sky.
    -Adrian Smith-

  • Ich finde es sinnlos.
    Etwas erzwungenes ist nie gut und schadet mehr als es hilft.
    Ich wuerde meinen Kindern garantiert nichts aufzwaengen, keine Taufe, keine Kommunion, nivhts religioeses. Ab 14 darf man dofh eh selbst entscheiden, meine ich gehoert zu haben. Dann ist es doch immernoch frueh genug, wenn sich ein Kind dafuer ider dagegen entscheidet.


    Ich wurde getauft, ging zur Kommunion und bin gefirmt. Meine Eltern haben aber nie grossen Wert auf alles kirchliche gelegt. Ich brauchte niemals beten oder zur Kirche gehen. Sie meinen sie haben es gemacht damit ich eben schonmal alles hab mit den gleichaltrigen Kindern. Ihrer Meinung nach haben Sie es nur getan damit ich spaeter kirchlich heiraten koennte, wenn ich es wollte.
    Naja.. So find ichs dann auch grade noch okay.

  • Ich kann mich meinen Vorpostern nur anschließen. Es ist absolut sinnlos ein Kind in irgendeine Religion reinzuzwängen. Das einzige was mein Bekanntenkreis damals mit Religion verband war, dass es zur Kommunion und/oder Konfirmation Geschenke ohne Ende gab, der Rest war unwichtig ^^


    Jeder Mensch sollte selbst entscheiden an was er glauben möchte und sollte nicht in irgendeine Religion "reingeboren" werden. Eigentlich fände ich sogar ein Religionsverbot ganz sinnvoll bis derjenige selbst entscheiden kann woran er offiziell glauben möchte. Kriegste zwar niemals durch, aber ich fänds nicht verkehrt.


    An dieser Stelle möchte ich meinen Eltern danken, dass ich nicht getauft wurde und ohne Religion aufwachsen durfte. Die Schule hats zwar mal versucht, da es keinen Ersatzunterricht für ungetaufte Kinder gab, aber nach ein paar Wochen war das auch erledigt. "Lassen Sie ihr Kind zuhause, die schläft eh nur in der Kirche" hieß es damals :009:

    "Ich wette, wir sollten daraus lernen, aber ich will verdammt sein, wenn ich wüsste was" - Al Bundy

  • Ich finde das taufe schon wichtig, allein für die Heirat


    an sonsten alles Humbug, das Kind soll selbst entscheiden!


    ich bin orthodox


    Hatte eine ziemlich religiöse Oma und mittlerweile eine Stiefmutter aber ich lasse mich da nicht beirren, hab mit ihr einmal diskutiert, hat Spaß gemacht sie auf die Palme zu bringen ( hab sie nicht ganz so gern)... :grin:

  • Ich finde das taufe schon wichtig, allein für die Heirat


    Aber auch die könnte man doch als Jugendlicher oder Erwachsener nachholen, wenn man es denn möchte? Ich sehe keine Notwendigkeit darin einem Kind, welches nicht selbst entscheiden kann, eine Taufe aufzuzwängen. Stattdessen ist man als Getaufter gezwungen, wenn man das alles nicht will, mühselig erstmal wieder aus der Kirche auszutreten, um die Kirchensteuer zu sparen, etc. Es wäre doch wirklich einfacher jeden selbst entscheiden zu lassen, sobald er kann und will.

    "Ich wette, wir sollten daraus lernen, aber ich will verdammt sein, wenn ich wüsste was" - Al Bundy

  • Ich halte nicht viel von, allerdings halte ich sowieso nichts von jeder Form von Zwang egal ob bei KIndern oder Erwachsenen. Mein Opa wuchs im Kloster auf und da ich bei Ihnen aufwuchs kam ich nicht drum herum die Bibel zu kennen und das wirklich bis ins letzte Detail. Ich hatte meine Kommunion und diskutiere auch noch gerne mit meinem Opa über das Thema, vorallem weil er noch einen sehr strengen Glauben vertritt. Mich hat dieses Zwanghafte in eine Ecke drängen eher abgeschreckt, dennoch denke ich das es durchaus wichtig ist Kindern wenigstens die Möglichkeit zu geben einen Glauben zu wählen. Denn auch wenn es nicht so rüber kommt, hat die Religion doch ein paar gute Aussagen. Und am Ende sucht sich spätestens im Erwachsenenalter doch jeder seinen Weg aus, wir können nur einen gesunden Umgang mit dem Thema lehren.


    Mein alter Pfarrer meinte mal das die Religion kein Gesetz ist, keine Richtung und auch keine Regel sondern sie dir nur ein Zuhause sein soll, wenn du eines brauchst. Eine Hoffnung sein soll, wenn du es wünschst und das sie das ist was du von ihr brauchst. Und wenn du sie nicht brauchst, weil sie unlogisch ist dann ist das auch gut so.

    Kälte bedeutet nicht immer Gefühlslosigkeit sprach die Puppe während sie ihre Fäden zerschnitt.
    Sowie Wärme nicht immer ein Zeichen für Sicherheit ist, sprach der Puppenspieler während er sie ganz verschlang.

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  • Ob dies nun ein Glaube ist, ist eigentlich egal, im eigentlichem geht es darum, einem Kind einen Wertekanon beizubringen oder anders gesagt, Erziehung hat mit brechen des kindlichen Willens zutun, um es ihm irgendwelche Werte beizubringen, mögen sie nun religiös oder gesellschaftlich angedacht sein. Genau vor dieser Aufgabe steht jede Mutter und Vater, den Weg zu bahnen für ein zukünftiges gutes Leben. Doch, in einer Welt, wo es nicht mehr viel an Werten gibt, als vielleicht noch das Geld, ist es enorm schwierig, überhaupt Werte herzuleiten.


    Ein Staat zielt bei der Bildung darauf ab, gesellschaftstaugliche Menschen zu erzeugen und nichts anderes. Früher tat dies die Religion, heute wo sie nicht mehr so zum tragen kommt, hat der Staat diese Funktion übernommen. Nicht zuletzt deshalb werden uns Gesetze aufgedrängt, dass das Miteinander nach den Definitionen des Staates und nach seinen Vorstellungen gelingt. Bei allen, die dies nicht gelingt, diese sind aussätzige und irgendwie komisch für die Gesellschaft, die das vorgestellte Modell einer Bildung infrage stellen.

  • Zwang in religiösen Dingen ist grundsätzlich falsch.


    Kindern sollte (falls vorhanden) der in der Familie traditionelle Glaube natürlich und ohne Nachdruck oder gar Angstmacherei vorgelebt werden. Es sollte von Anfang an lernen, daß der Glaube Halt geben kann, trösten kann,
    Mut machen kann u.s.w. Es sollte um den Roten Faden im Leben wissen an den es sich im Notfall klammern kann.


    Eine religiöse Festlegung bedarf einer gewissen Lebenserfahrung und die Säuglingstaufe ist eine Unmöglichkeit, die absolut unbiblisch ist!!!!


    BEDINGUNGSLOSE LIEBE :hearts2: UND WERTSCHÄTZUNG :f2022t1216p14115n14: STEHEN ABER AN OBERSTER SPITZE!!!! DAS BRAUCHT JEDES KIND. DENN DAS SIND DIE ERSTEN GABEN GOTTES AN DEN MENSCHEN!!!!

    Manchmal wünsche ich, ich wäre so wie ich war als ich werden wollte was ich jetzt bin...
    (Film-Zitat; Otto Waalkes)

  • Ich kann mich Euch nur anschließen. Gott (!?) sei Dank bin ich glaubenstechnisch nicht in irgendwas hineingezwungen worden. Ich finde übrigens auch die Umkehr interessant: wieviele Menschen würden heute tatsächlich derart ihrer Religion nachgehen, wenn sie es nicht von Kindheit an so eingestanzt bekommen hätten? Vermutlich wenige.

    Gegenwart: Jener Teil der Ewigkeit, der den Bereich der Enttäuschung von jenem der Hoffnung scheidet.

  • Wieviele kinder kennst du die ein Handy haben oder TV gucken oder im Internet sind, bzw Konsolenspiele spielen, oder Markenklamotten oder bestimmte Musik hören?


    Alles was mit Werbung zu tun hat ist in irgendeiner Weise Zwang, Menschen werden manipuliert und gelockt, das eine zu kaufen oder dies oder das zu denken oder zu tun. "Trink Cola..."


    Unsere Gesellschaft ist voll von Zwängen, doch sobald es um Religion geht, beginnen einige sich zu fragen "ist das richtig?"
    Doch das was die Meisten Menschen sich durch unbewusste Mittel einreden lassen und mit sich tun lassen, ignorieren sie als wäre es eine Selbstverständlichkeit.


    Der Herrscher der Welt ist da, ob nun Illuminaten, Nwo, Freimauer, RFID- Chips oder die Regierung der Banken, irgend eine Macht- und Geldhungriger herrscht immer durch Lug und Betrug über viele andere.
    Ich hoffe dass irgendwann ein Gott kommt, der die Eier hat sich diesem ganzen Schwachsinn entgegen zu stellen. :halloween-10:

    Ein Lichtmensch trägt Licht im Herzen und er läuchtet die ganze Welt.
    Wenn er nicht läuchtet ist Finsternis.

  • Während meines FSJs begleitete ich eine dritte Klasse und saß auch im katholischen Religionsunterricht mit drin. Was ich dort gehört habe, hat mich teilweise sehr wütend gemacht. Es war pure Manipulation. Den Kindern wurde beigebracht, dass sie schlecht sind, wenn sie sonntags nicht in die Kirche gehen und wenn sie allgemein nicht an Gott glauben. Ich habe meinem "Schützling" erzählt, dass ich nicht an Gott glaube, ich hoffe, das war nicht falsch. Er war ziemlich erschrocken und erstaunt, für ihn war das etwas Neues.
    Und das ist das, was ich schade finde. Wie sollen Kinder denn unabhängig werden, wenn sie derart in eine Ecke gezwängt werden? Man muss ihnen doch zumindest andere Optionen aufzeigen.

  • Naja das gute ist ja,Kinder werden irgendwann erwachsen und können sich ein eigenes Bild machen und in Deutschland steht es auch jedem frei seine Glaubensgemeinschaft zu verlassen und das sogar ohne Begründung.


    Ich bin z.B. vor einige Monate aus der Kirche raus,musste nicht mal sagen warum,war alles innerhalb von Minuten durch,eben nur der ganze Papierkram und seit dem habe ich auch nicht einmal ein blöden Spruch gehört,ist eben eine persönliche Sache.


    Ich finde aber auch das Religionsunterricht,genauso wie Sexualunterricht nicht in die Schule gehören und für die Dinge der private Raum zuständig sind,also Familie usw.Besonders weil in der Schule auch immer die persönliche Mienung der Lehrer mit einfließt.
    Auch die Sache das der Religionsunterricht in 1.Linie eigentlich nur um das Christentum geht und andere Religionen kaum beachtet werden.Über das Judentum,Buddhismus und Hinduismus habe ich damals so gut wie nichts erfahren,dafür aber in 1.Linie Christentum und den Islam,was dem Islam betrifft hat man uns sogar gezeigt wie wir da beten müssen (was in meiner gesamten Familie niemand gut fand).Man hat also nicht mal die Wahl sich für eine bestimmte Religion zu entscheiden,über die man etwas wissen will.


    Als ich aus der Kirche raus bin,meinte ich zu den Typen nur noch "Na endlich bin ich wieder Heide !" :D

  • Also ich bin offiziell evangelisch und finde auf jeden fall dass vielen evangelischen kindern der glaube aufgezwungen wird. Ob gewollt oder nicht sei dahin gestellt. Durch beten am abendrotttisch, gottesdienst, religionsunterricht in der schule oder bibelgeschichten werden die kinder quasi direkt in die religion hineingeworfen. Ihnen wird suggeriert, dass sie normal und selbstverständlich ist wie essen und zur schule gehen. Sie lernen nicht zu hinterfragen und sich eine eigene meinung zu bilden. Das passiert oft erst in der pupertät. Ich fänds gut wenn eltern kindern wertfrei erzählen könnten was glaube ist ,was es für glaubensrichtungen gibt, was der sinm von religiösität sein kann und noch viel mehr. Sie sollen frei entscheiden dürfen und sich nicht erst mit ca. 12 fragen warum sie dir letzten jahre eine vage idee eines göttliche wesens angebetet haben.