Votum zur Ehe für alle am Freitag

  • Auch wenn ich mit meiner Meinung wie oft alleine da stehen werde. Ich finde eine Auflockerung des Begriffs "Ehe" nicht richtig. Von mir aus sollen sie die selben steuerlichen Vorteile genießen, es jedoch nicht "Ehe" nennen.
    Da wird sicher noch das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe angerufen werde, da ein früheres Urteil lautete, dass Ehe nur sein kann wenn es Mann und Frau sind.

    Blau-Weiße Hertha nur du.
    Blau-Weiße Hertha nur du.
    Dir gehört der Sieg ganz allein.
    Blau-Weiße Hertha nur du allein.

  • Es geht hierbei nicht um die steuerlichen Vorteile.
    Es geht darum,dass die Ehe zwischen zwei Liebenden anerkannt ist als das was es ist:
    Ein Bund zwischen zwei sich liebenden der lebenslang halten soll.
    Warum sollte das nur für Mann und Frau gelten?

    Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe die wir hinterlassen wenn wir gehen.


    Albert Schweitzer

  • Ich kann diese Engstirnigkeit einfach nicht nachvollziehen. Liebe ist Liebe. Egal ob MannxMann, FrauxFrau oder MannxFrau.
    Es sind zwei Lebewesen die sich lieben. Also sollten sie auch alle heiraten dürfen. Im ernst. Wo ist das Problem? Ich hab da echt kein Verständnis für. Das Thema ist aber auch seit vielen Jahren mein rotes Tuch.

  • @shattered soul:
    Wieso sollten deiner Meinung nach Mann und Frau anders lieben als Mann und Mann oder Frau und Frau? Was macht da für dich den Unterschied?
    Wer definiert denn, was eine Ehe ist, wenn nicht die Menschen, die sie leben.


    Generell bin ich einfach der Meinung, dass die Menschen in vielen Dingen umdenken müssen. Weg davon sich dem System zuzuwenden als viel mehr hin zum Menschen selbst und dessen Bedürfnisse.
    Wenn so viele Menschen nicht mehr ins System passen, wird es offensichtlich Zeit es zu ändern und nicht die Menschen immer verbiegen zu wollen.


  • Der Begriff rührt ursprünglich aus der Religion, weshalb ich finde das nur kirchliche Trauungen so genannt werden sollten. Ohne irgendwelche anderen Rechte. Beispiel: Konfirmation ist ebenso nur kirchlich und als Alternative hat man dann die Jugendweihe. So kann man dann optional, wenn man gläubig ist eine Ehe eingehen, die allerdings keine weiteren Rechte oder Pflichten bringt. Und wenn man Atheist ist kann man eben sich nur staatlich trauuen, unter anderem Begriff.

    Blau-Weiße Hertha nur du.
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  • Der Begriff Ehe ist nicht religiös.
    Es gab schon immer Ehen und das lange bevor es Kirchen gab.Man verspricht einander treu zu sein und einander beizustehen in guten wie in schlechten Zeiten.
    Das ist etwas religionübergreifendes.

    Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe die wir hinterlassen wenn wir gehen.


    Albert Schweitzer

  • also ich bin mir ziemlich sicher, dass es den begriff ehe oder etwas vergleichbares schon gab, als die menschen noch mit der keule bewaffnet in höhlen geschlafen haben.



    für mich ist das ganz einfach:
    ehe = zwei menschen, die sich zueinander bekennen und zusammen leben wollen, füreinander verantwortung tragen möchten, die sich lieben.
    familie = da wo kinder sind



    was das mit religion zu tun haben soll, geht mir vollkommen ab



    aber ich kann akzeptieren, dass manche menschen da aus religiöser sicht einen anderen blick darauf haben. das ist mir auch egal, jeder kann sich sein leben gestalten wie er möchte und wenn man sich so regeln unterwerfen will...jeder hat diese freiheit, seine individuellen freiheiten freiwillig aufzugeben ;)
    genauso wie mir vollkommen wurscht ist, ob frau merkel ja oder nein gestimmt hat. sie ist nicht "mrs allmacht" und schon gar nicht "ne göttin", sie ist einfach nur EIN mensch. ok zugegeben, sie ist die kanzlerin, aber mehr halt auch nicht. (jaaaaa mich nervt dieses aufgebausche um die stimmabgabe von Frau Merkel. wo ist der bus, den das interessier? ^^)



    aber vom staat erwarte ich, dass er dahingehend neutral ist und nicht die werte der kirche per gesetz durchdrücken will. es gibt keinen grund, warum der staat manche menschen diskrimiert und andere bevorteilt, das ist nicht recht und widerspricht auch - nach meiner rechtsauffassung - anderen paragrafen zb. "jeder mensch ist gleich ...". mich ärgert es, wenn nichtchristliche menschen gezwungen werden, nach den inneren strengen werten dieser glaubensgruppe leben zu müssen, ohne dass sie selbst entscheiden dürfen, ob sie dieser glaubensgruppe angehören möchten. das hat für mich auch mit "grundsätzlichen christlichen Werten" nichts zu tun. immerhin gibt es christliche glaubensgruppen, die das nicht so eng sehen wie zb die katholische kirche.



    diese ständige gängeleien immer, die mündigen menschen vorschreiben sollen, wie sie zu leben haben. wenn ich zb. an die ganzen gesetze denke, die ein transmensch beachten und durchlaufen muss, wird mir schlecht. mein gott, lasst den doch einfach so leben wie die person das will, kann mir doch egal sein ob der mann oder sie frau sein möchte, das geht doch nur diesen menschen etwas an. aber nein, wir brauchen hunderte gesetze und vorschriften und meinen der person da auch noch vorschreiben zu dürfen, wie sie sich fühlen möchte...



    von daher: ich begrüsse das absolut, dass wir da endlich die gleichen rechte haben wie heterosexuelle menschen. ich möchte selbst entscheiden dürfen, ob ich heirate oder eben nicht. und die kirche darf gerne selbst entscheiden, ob sie meine ehe dann anerkennen will oder es lässt, aus meiner sicht sozusagen deren "mitgliederverordnung".

    Wir leben zu sehr in der Vergangenheit, haben Angst vor der Zukunft und vergessen dabei völlig, die Gegenwart zu genießen.
    Autor: unbekannt