Welche Namen würdet Ihr Euren Kindern geben?

  • Hm... Mein erster Reflex wäre natürlich: "Kinder? Welche Kinder?", weil es NIE welche geben wird.


    ...Auf den zweiten Blick aber mal nachgedacht... Sich Namen für Kinder auszusuchen, den sie dann voraussichtlich ihr Leben lang tragen, dürfte in etwa so sein wie wenn Charaktere in einer Innenwelt oder einer MD-Welt ihren erhalten oder zu ihnen kommen. :gruebel:


    Und das wiederum... Erscheint mir doch wie ein Szenario, aus dem heraus die Ursprungsfrage des Threads beantwortbar wird.

    (Ich äußere mich nur mal zu so was, weil mir die Monokultur der Kindernamen schon mindestens seit den letzten 10 Jahre missfällt, was sich Leute da aussuchen, weil es weitestgehend Geschmack und Stil vermissen lässt und obendrein auch noch so viele gleichzeitg auf die selben bescheuerten Ideen kommen. Vielleicht lässt sich davon einer ja inspirieren oder einen Wegzeig geben. :schulterzucken: )


    Also... Natürlich dürfte so eine Wahl auch immer ein bisschen was damit zu tun haben, in welchem Kulturkreis und zu welcher Zeit jemand aufgewachsen ist, welche Vornamen da gängig waren, und für welche Zeitepisode in der Vergangenheit jemand persönlich eine kleine Vorliebe hat. (An den Vornamen der Leute kann man heutzutage glatt, bis auf vielleicht wenige Ausnahmen, das Alter einer Person schätzen, wenn man ein bisschen Allgemeinwissen da hat, weil bestimmte Namen zu bestimmen Zeiten mal sehr in Mode waren.)


    ....Ohne jetzt zu persönliches zu teilen; also Namen von Charakteren im inneren Universum, es ist manchmal sehr unterschiedlich wie jemand neu auftauchendes seinen Namen erlangt.

    Manchmal dauert das einige Zeit, und manchmal geht das auch in einem plötzlichen Rutsch, weil irgendwoher extern eine Inspiration kommt, die der Kopf für "gut" und "passend" befindet. (Mein Hirn tut sich generell sehr schwer mit Namen finden... Wobei Vornamen, glaube ich, noch das geringere Übel sind.)


    Bei mir tauchen da gehäuft eher so Vornamen auf, die in den 80ern und 90ern vergeben wurden.

    Und ich finde die insgesamt auch... einerseits durchaus schön, völlig akzeptabel pasend,, und andererseits auch, weil heutzutage kaum noch "nachgewachsene" Leute so heißen, dass sie... ein wenig so etwas wie "Blick für das Außegewöhnliche/Herausstechende" an sich haben, ohne dabei aber extravagant und zu wenig mit dem Mainstream kompatibel zu sein.


    Aufgetaucht ist da bisher z. B. Sebastian, Frank, Mike, Jan, Rene, Kai, Stefan, Tobias, Erik, Sascha (wobei Sascha auch als Name für ein Mädchen verwendbar ist; ist hierzulande nur nie besonders üblich geworden), Sven - oder so was.


    Weibliche Vornamen sind bei mir etwas rarer gesät... Kerstin wirkt heutzutage schon ausgangs "so erwachsen"; wäre eher ein Name, dem man sich selbst annehmen könnte, wenn man schon lang erwachsen ist. Dann würde es eher passen.


    Anna oder Anette - gerade letzteres - ist heute auch schon wieder ein bisschen ungängig geworden. Ersteres ist aber auch nicht wirklich auf eine bestimmte Zeitepisode festgelegt. (Als etwas edlere Form von "Anne".)


    Lilly ist eher in der Neuzeit ein bisschen populär geworden (wo im zweiten Jahrzehnt nach 2000 :gruebel: , glaube ich), dennoch ist der Name nicht gänzlich neu, und abgesehen davon, wer sich an FF9 erinnert (an Prinzessin Garnets selbstgewählten Tarnnahmen in der deutschen Sprachausgabe), kann damit auch eine erwachsene Frau herumlaufen. (Weil viele heutzutage gewählten Namen zu verniedlichend sind und wenig bis gar nicht einkalkulieren, dass ein Kind nicht für immer klein bleibt, und als Erwachsener auch ernst genommen werden können muss. Mit 'nem zu verniedlichten Vornamen wird das aber schwer.)


    Hevorstechend bei meinen Gedankengängen war aber auch (und den empfinde ich durchaus als modern bzw. unvergänglich)... Nina. Entnommen im Speziellen von Nina Williams aus Tekken. (Jaaa... :ulol2: ) - Ist sogar sprachlich recht neutral.

    Heißt bestimmt aber so schnell keine Zweite heutzutage mehr.


    Bei den männlichen Vornamen, sollte ich vielleicht anmerken, ist Frank auch so ein sehr zeitloser Name. Betroffene Person kann aktuell sowohl 6 als auch 60 sein.


    (Carolin erwähne ich explizit mal nicht als Vorschlag, weil in "meinem" Altersjahrgang ist der Name schon zu Schulzeiten wie eine Seuche gewesen. - Bald jede Klasse hatte 2 davon.)


    Die von mir erwähnten Vornamen würden sogar zu großen Teilen in den seit einigen Jahren anhaltenden Trend passen, dass die von den Eltern gewählten Vornamen recht kurz ausfallen.


    Ist aber sehr etwas anderes als die ganzen Archenbauer (die ganzen Noahs...), Mias, Leonies, Maries/Marias, Sophies, Leons und was nicht alles, was es heutzutage alles (weniges) gibt...


    (Eine Zeit lang war auch "Luca" mal sehr oft - und damit auch schlimm - vertreten. Ich glaube, es kann sein, dass das mit der aktiven Zeit von Fußballer Luca Toni zusammenfällt. :gruebel: )

    Einmal editiert, zuletzt von Tankist ()

  • Mein wunderbarer, nicht in die Welt gesetzter Nachwuchs bekommt hiermit Doppelnamen verpasst. Liebe Kiddies, bitte betrachtet den zweiten als Entschuldigung für den ersten:

    • Hannibal ♂️ Phoenix

    • Nemesis ♀️ Quinn ⚧

  • Wir überlegen aktuell, ob wir noch ein zweites Kind wollen :halloweengrin: (Ja sind wir deppert?! :halloweenlaugh: ) tatsächlich haben wir sogar schon Namen gefunden für den Fall:

    - Felix Christian

    - Katharina Elisabeth


    Jeweils nur der erste Name als Rufname :halloweenhappy:

    Bei uns kommt jetzt im Februar K2 und wird ein Bub :halloweengrin: da Felix einen regelrechten Hype in Bayern hat aktuell (allein in der Kita springen schon zwei rum) haben wir einen neuen Namen gesucht.

    Wir bekommen jetzt einen kleinen Valentin Christian :halloweenyes:

    Es sind die Dinge, die wir am meisten lieben, die uns zerstören.

  • a Felix einen regelrechten Hype in Bayern hat aktuell (allein in der Kita springen schon zwei rum)

    Generell hat der Name einen ziemlichen Boom in den letzten Jahren.


    Und wenn es nicht so wäre, dass man durch Bildung weiß, dass der Vorname eigentlich schon schon ziemlich alt ist, würde man leider irgendwie immer keinen Erwachsenen zu ihm assoziieren, sondern irgendwas kleines - Kind oder noch jünger... (Gut, manch einer würde noch - böse - an die Katzenfuttermarke denken. :s09: )


    Aber generell kommt auch so einiges wieder, wo man sich fragt, eigentlich war die Gesellschaft mal froh, modernere Vornamen als Mainstream zu haben...

    Kommen Namen wieder, die zu Zeiten der Groß- oder Urgroßeltern gängig waren.

  • vielleicht war auch das schon immer so (ähnlich wie bei Klamotten)

    Wird es bestimmt auch schon immer so gegeben haben...


    Nur - wenn die Namen von vor einem halben Jahrhundert oder mehr wiederkommen, und das nicht als Einzelphänomen, man denkt sich da seinen Teil, wenn gleichzeitig die Gesellschaft allgemein wieder konservativer wird. :s12:


    Abgesehen davon... Gerade Modenamen und wenn deren Ursprung zu sehen ist/herauszufinden geht (wie z. B. gerade populäre Serien oder Filme), es ist ein Meisterstück über gesellschaftliche Schwarmintelligenz und wie sich "Geschmack" fremdsteuern lässt, ohne dass die meisten es mitkriegen.

  • Ich finde das tatsächlich ganz schön, dass klassische Namen wieder modern werden. Bei uns gibt’s jetzt Maximilian, mariella, Florentina, kathleen, Felix, Sebastian, Leonard, Emil..in KiTa und Co. Finde das tatsächlich schöner als Mercedes, Hope und andere ausgefallene Namen. Die Kinder müssen ihr Leben lang mit dem Namen rumrennen und teilweise können Kinder echt Kacke beim mobbing sein :halloweensad: muss man einfach keine Steilvorlage bieten

    Es sind die Dinge, die wir am meisten lieben, die uns zerstören.

  • Weiß nicht, also mir ist das irgendwie alles ziemlich altbacken... So wie die Zeit und die "Denke", die sich gerade ausbreitet.


    Unter der Hand sage ich mir immer. Der Einzige, der "Alexander" heißen darf, ohne dass es nach einem (aristokratischen) Snob klingt, das ist Herr Hold. :halloweengrin: (Wer jetzt versteht, wen ich meine...)


    - Was allerdings nicht heißt, dass die White-Trash-Zeit der vielen Justins, Jaydens, Jasons usw. in Sachen Namen nicht genauso furchtbar war. Und nach wie vor nicht so gänzlich weg ist. (Schlimm, wenn Eltern Doppelnamen vergeben, die überhaupt nicht zusammenpassen, weil man da zwei völlig verschiedene Sprachen miteinander komibiniert. Das klingt ja erst recht nach White Trash und als ob der IQ der Eltern nicht so hoch war. :gehässig: - Vielsagend oftmals auch: Die Eltern selbst haben ziemlich angepasste Namen, mit denen man gesellschaftlich gut durchs Leben kommt.)


    Amüsanterweise - es wurde ja mal viel vor dem Kevinismus gewarnt und bereits diesem Namen eilte ein schlechter Ruf nach; in der Gesamtexistenz haben "wir" defacto nur einen einzigen Kevin kennengelernt.

    Also, nichts mit "inflationärem Gebrauch".

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