Forscher weisen dramatisches Insektensterben in Deutschland nach

  • Zitat

    Es ist ein alarmierender Befund: In einer großangelegten Studie haben Forscher einen dramatischen Rückgang der Zahl geflügelter Insekten in Deutschland dokumentiert. In fast 30 Jahren schrumpfte der Bestand um mehr als drei Viertel, wie es in der am Mittwoch in der Online-Fachzeitschrift "Plos One" erschienenen Untersuchung heißt. Deutsche Umweltschützer reagierten entsetzt und machten die industrielle Landwirtschaft für das Aussterben verantwortlich.

    Stand: 19.10.2017 | Lesedauer: 3 Minuten
    Forscher weisen dramatisches Insektensterben in Deutschland nach


    Paßt exakt zum Rückgang der einheimischen Vogelwelt.


    Bald schwirrt überhaupt nichts mehr rum... ausser Malariamücken.


    SUPER, kann ich da nur sagen! :nuke:
    Mach weiter so Mensch, dann gibts dich nämlich auch bald nicht mehr :zwinkern0:

  • Schade, dass die Konsequenzen alle Menschen treffen werden. Hätte gereicht die kapitalistischen Großkonzerne platt zu machen, zu enteignen und alles zu verstaatlichen....anschließend das kapitalistische Produktionssystem abzuschaffen und den Einsatz von Chemiemüll komplett einzustellen. Ging Jahrtausende ohne den Müll...

    Truly, if there is evil in this world, it lies within the heart of mankind.
    Edward D. Morrison

  • Ja, einfach nur schlimm. Ich hab einige Jahre als Hobbylepidopterloge (Schmetterlingskunde) Daten und Nachweise über seltene Arten an die entsprechenden Stellen weitergeleitet. Irgendwann gab es dann überhaupt gar nichts mehr weiter zu leiten weil es nicht mal mehr die profanen Arten gab. Und dabei ist hier nicht mal ein landwirtschaftlich intensiv genutztes Gebiet, sondern eher extensiv mit viel Naturraum, aber selbst hier gibt es schon fast nichts mehr.


    In manchen Gebieten von China müssen sie ihre Obstplantagen inzwischen schon mit der Hand bestäuben. Echt kein Witz. Da stehen massenweise Billiglohnarbeiter auf Leitern in den Bäumen und pinseln mit Entenfedern an langen Stangen Pollen von Blüte zu Blüte. Müssen wir hier vielleicht auch bald machen. Entsprechend unbezahlbar wird dann das Obst.
    Zum Glück ist wenigstens das Getreide Windbestäuber.


    Und ja, als erstes gibt es dann natürlich auch keine insektenfressenden Vögel, Reptilien und Kleintiere mehr.
    Werden wir alles noch erleben. Und ich werde mal stolz darauf sein die letzten besonders seltenen Arten heimischer Schmetterlinge fotographiert zu haben bevor sie komplett ausgestorben sind.


    Rebellion allein macht noch keinen Menschen. Sie ist nur ein erster Schritt auf einem langen, schwierigen und nie endenden Weg
    zur Überwindung der Furcht vor der Freiheit, ein eigenes Selbst und ein menschliches Herz zu haben.

  • Es ist im Prinzip ein alt bekanntes Problem nur wird dies noch durch solch eine Studie unterstrichen. Es wird nicht nur Folgen für die Vogelwelt sondern auch für die Pflanzenwelt haben. Beispielsweise kann die Bestäubung der Blüten irgendwann nicht mehr stattfinden was auch zum Rückgang von Obstsorten führt. Ob künstliche Betäubung möglich ist, weiß ich nicht. Allerdings stelle ich mir diesen Vorgang sehr Zeit- und Kostenintensiv vor.


    Ich denke dass es viele Gründe für das Insektensterben gibt. Zum einem sind es die Pestizide, die in der Agrarwirtschaft in großen Mengen eingesetzt werden, zum anderen aber auch die Tatsache, dass sich das Ökosystem nach und nach immer mehr ins Ungleichgewicht bewegt (Aussterben natürlicher Fressende, Verringerung von Lebensraum, Klimawandel etc.) eine dauerhafte Arterhaltung könnte man nur durch eine dauerhafte Umstrukturierung des Umgangs mit der Natur erreichen. Alles was wir machen scheint nach und nach zu einem immensen Ungleichgewicht zu führen.