ein Freund am Abgrund

  • Hallo.


    Ich könnt in einem bestimmten Sachverhalt grade echt mal einen Rat gebrauchen.


    Einer meiner langjährigsten und besten Freunde, den ich sogar echt als sowas wie seelenverwandt bezeichnen würde, geht es zur Zeit immer schlechter. Also ich mein es ging ihm schon immer schlecht, er hatte ein schlimmes Leben und das wurde auch nach den traumatsichen Ereignissen in seiner Vergangenheit, nicht grade besser.


    Wir kennen uns nun schon seit 12 Jahren. Es war nie leicht mit ihm. Und es gibt viele gute Gründe warum niemand außer mir mit diesem Menschen näher was zu tun haben will.
    Aber ich hab immer durch seine oberflächlichen Unarten, seine krass abweisende und unhöfliche Art durchgesehen bis zu seiner Seele und seine Seele war wunderschön. Auf der Ebene der Phantasie und Philosophie verstehen wir uns wie eineiige Zwillinge.


    Ich hab mir jahrelang den Arsch aufgerissen um ihm zu helfen, finanziell, praktisch, emotional, ich hab versucht ihn irgendwie zurück in die Gesellschaft zu bringen, mit meinen anderen Freunden bekannt zu machen, mit meiner Familie, in irgendwo anzuschließen, und alle haben sich auch sehr bemüht, sind immer wieder auf ihn zugegangen, aber letztendlich hat alles nicht funktioniert. Er ist so in sich verschlossen und lässt niemanden an sich ran.


    Er hat schon zwei mal eine Therapie versucht, sogar richtig Traumatherapie, hat aber auch nicht funktioniert. Er sollte dann unbedingt in eine Klinik, wollte er aber nicht.


    In letzter Zeit wird es immer schlimmer mit ihm und seinem Zustand. Ich bin quasi sein einziger Kontakt aber auch zu mir verhält er sich immer abweisender. Ich war ihn neulich erst besuchen für drei Tage, da ging echt gar nichts mehr. Das war sein Verhalten wirklich schon psychotisch.
    Und wenn ich dann irgendwas dagegen sage, gibt es sofort Streit ich würde ihn nicht so akzeptieren wie er ist und immer nur was auszusetzen haben usw. Er projiziert dann alles mögliche auf mich und naja, lässt dann seine ganze Verzweiflung an mir aus, weil an wem auch sonst, ich bin der einzige Mensch den er noch hat. Aber so geht das jawohl auch nicht weiter. Ich mach alles für ihn und wenn ich mal Kritik an seinem psychopathischen Verhalten anmerke dann ergießt sich ein Schwall von Hass über mich, dass ich echt immer mehr Lust habe alles hinzuwerfen. Den Kontakt abzubrechen. Ihn genau wie alle anderen Menschen auch einfach im Stich zu lassen weil er sich halt eben so verhält.


    Was soll ich nur tun? Ich hab Angst dass er sich am Ende wirklich noch was antut, und ich hab Angst dass ich mich dann Schuld daran fühlen werde. Ich seh das echt schon so kommen. Aber vielleicht irre ich mich auch was seine Suizidalität betrifft. Aber wenn er sich nicht umbringt dann wird er wahrscheinlich demnächst echt wahnsinnig oder so. Bzw. halt eben immer psychotischer. Ich weiß echt nicht wo das noch enden wird. Ich hab das Gefühl er rast ungebremst auf einen Abrund zu.


    Ich hab Angst dass was passiert. :halloweensad:


    Ich mein zwischendurch kriegt er sich auch immer mal wieder ein, aber die Abstände zwischen diesen psychotischen Zuständen werden immer kürzer. Und ich krieg das dann immer alles ab. Aber ich kann mich doch aus Selbstschutz da jetzt nicht auch noch abwenden. Allein schon deswegen nicht weil ich dann wirklich Schuld wäre, wenn er sich was antut. Weil ich dann der letzte Mensch gewesen bin der ihn auch noch verlassen hat.


    Und außerdem will ich ihn nicht verlieren. Aber man kann es im Moment auch nicht mehr mit ihm aushalten.


    Weiß echt nicht mehr weiter. :traurig2:



    LG
    Drachentränen


    Rebellion allein macht noch keinen Menschen. Sie ist nur ein erster Schritt auf einem langen, schwierigen und nie endenden Weg
    zur Überwindung der Furcht vor der Freiheit, ein eigenes Selbst und ein menschliches Herz zu haben.

    Einmal editiert, zuletzt von Drachentränen ()

  • Hallo Drachentränen,
    was mir dazu einfällt - dein Freund gehört in Therapie. Aber wie es aussieht, will oder kann er das nicht, zumal wohl in diese Richtung schon mal ein Versuch statt gefunden hat. Doch du kannst das auf Dauer nicht stemmen. Da gehört ein Facharzt ran. Ich spreche aus Erfahrung. Mein damaliger Partner war hochgradig psychotisch. Ich habe mich jahrelang aufgerieben, ohne Erfolg. Die Konsequenz war, dass ich selbst in eine Krise schlidderte und psychiatrische Hilfe benötigte.

    Aber ich kann mich doch aus Selbstschutz da jetzt nicht auch noch abwenden. Allein schon deswegen nicht weil ich dann wirklich Schuld wäre, wenn er sich was antut. Weil ich dann der letzte Mensch gewesen bin der ihn auch noch verlassen hat.

    Nie und nimmer würdest du Schuld daran haben. Rede dir das nicht ein. Du bist mit der Situation überfordert und ich würde ihn auch damit konfrontieren. Ich denke, er benötigt auch Medikamente, da er ja nach deinen Schilderungen auch ins Psychotische abschliddert. Aber wie gesagt, dass kann nur ein Facharzt entscheiden. Du mussst ihn deswegen ja nicht verlassen. Sage ihm einfach, dass sein Zustand Grenzen überschreitet und du überfordert bist, aber nach wie vor zu ihm stehst. Gebe die Verantwortung in professionelle Hände und trage für dich und deine psychische Gesundheit Verantwortung.


    Alles Gute

  • Hallo Salome,


    vielen Dank für deine Antwort.
    Ja es stimmt, ich bin mit der Situation zunehmend überfordert. So hab ich das noch gar nicht gesehen.
    Ja Überforderung ist das. Ich weiß nicht mehr was ich noch machen soll. Es scheint als ob alles was ich mache oder versuche um zu helfen immer nur falsch ist.
    Er hat so einen Selbsthass, den er auch so krass stark nach außen ausstrahlt... Wenn ich ihn irgendwo mit hinnehmen will dann sagen die Leute, "oh nee, aber bring nicht den schon wieder mit". Und das merkt der ja auch. Diese Ablehnung überall um ihn rum, die er mit seiner Ausstrahlung und seinem Verhalten ja selbst herbeiführt. Und ich steh dann immer dazwischen und weiß nicht was ich tun soll.


    Seine zwei Therapieversuche haben nicht funktioniert. Ich glaub da kommen auch Therapeutinnen nicht mehr durch, durch diese Selbsthasshülle bei ihm. Ich hab ihm auch angeboten seinen Hund zu nehmen wenn er in die Klinik will (wie er ja eigentlich schon die ganze Zeit soll) aber für Klinik hat er zu viel Sozialphobie. Das ist echt ein totaler Teufelskreis. Darüber hatte auch seine eine Therapeutin die ganze Zeit mit ihm gesprochen, über diesen Angstkreislauf in dem er gefangen ist. Und rational versteht er das ja auch alles aber rauskommen kann er da trotzdem nicht und die Therapeutin konnte ihm da offensichtlich auch helfen.


    Darf ich fragen @Salome wie das bei dir und deinem Partner dann weiter gegangen ist? Hast du dich dann von ihm getrennt als es für dich nicht mehr auszuhalten war? Und weißt du wie es ihm heute geht? Habt ihr noch Kontakt?


    Ja, ich glaub ich werde ihm wirklich mal sagen dass ich überfordert bin und nicht mehr weiter weiß.
    Auch wenn dann bestimmt nur wieder Vorwürfe kommen.
    Er sagt immer er sieht selber dass er sich total asozial Verhält aber er kann nichts daran ändern und das wäre eben seine Krankheit und ich soll gefälligst akzeptieren dass er nun mal so ist. :/


    LG


    Rebellion allein macht noch keinen Menschen. Sie ist nur ein erster Schritt auf einem langen, schwierigen und nie endenden Weg
    zur Überwindung der Furcht vor der Freiheit, ein eigenes Selbst und ein menschliches Herz zu haben.

  • Ja, ich glaub ich werde ihm wirklich mal sagen dass ich überfordert bin und nicht mehr weiter weiß.
    Auch wenn dann bestimmt nur wieder Vorwürfe kommen.
    Er sagt immer er sieht selber dass er sich total asozial Verhält aber er kann nichts daran ändern und das wäre eben seine Krankheit und ich soll gefälligst akzeptieren dass er nun mal so ist. :/

    Du solltest wirklich mit ihm sprechen. Die Situation wird sonst nicht besser werden glaube mir. Also Vorwürfe seinerseits sind nun wirklich total fehl am Platz. Was erwartet er eigentlich von dir? Streng genommen ist das eine Unverschämtheit, denn du bist ihm gegenüber zu nichts verpflichtet. Er macht es sich verdammt leicht und suhlt sich in seiner Krankheit. Er unternimmt nichts, dass es ihm besser geht, vielmehr verlässt er sich auf dich. Unter Freundschaft verstehe ich was anderes. Vielmehr sollte ihm auch wichtig sein, wie DU dich dabei fühlst und dass du einfach total überfordert bist. Er muss einfach seinen Teil dazu beitragen und sich helfen lassen und das mit fachärztlicher Betreuung. Ansonsten dreht sich alles nur im Kreis und wird schlimmer und schlimmer und du gehst mit der Zeit drauf dabei. Entschuldige meine ehrlichen Worte, aber so empfinde ich das.



    Seine zwei Therapieversuche haben nicht funktioniert. Ich glaub da kommen auch Therapeutinnen nicht mehr durch, durch diese Selbsthasshülle bei ihm.

    Was keine Therapeutin schafft, sollst du schaffen? Das ist eine Milchmädchenrechnung. Sorry, aber beim besten Willen sehe ich da keine Chance. Du bist keine Fachärztin. Er ist dran, einzig und allein er. Er muss sich profesionelle Hilfe suchen und wenn er es rational ja auch schon irgendwie einsieht, muss er jetzt eben Schritt 2 machen. Du unterstützt ihn ja sicherlich dabei. Das ist schon ein grosses Zeichen deiner Freundschaft. Ich denke, ein ernstes, offenes Gespräch mit ihm ist zwingend notwendig.



    Darf ich fragen @Salome wie das bei dir und deinem Partner dann weiter gegangen ist? Hast du dich dann von ihm getrennt als es für dich nicht mehr auszuhalten war? Und weißt du wie es ihm heute geht? Habt ihr noch Kontakt?

    Ich habe mich nach vielen ONs uns OFFs von ihm getrennt. Er wollte keine Therapie und hatte auch keine wirkliche Krankheitseinsicht, vielmehr waren an seiner Lage immer die anderen schuld. Da habe ich dann die Reissleine gezogen und konnte selber gesunden. Ich habe keine Ahnung, wie es ihm heute geht, interessiert mich auch nicht. Ebenso habe ich keinen Kontakt mehr. Zum Glück.


    Ach ja, du schreibst, er hat einen Hund. Auch das noch. Ich hoffe, er geht gut mit ihm um.


    Liebe Grüsse
    Salome

  • Mein altes Problem hier an dieser Stelle ist leider immer noch das selbe.
    War grad eben mal wieder drei Tage bei ihm. Einfach nur schlimm das alles.


    Und ja ich bin total überfordert, und ja das hab ich ihm diesmal auch gesagt und geschrieben. Ich kann da nicht mehr weiter helfen. Wirklich nicht. Und ich kann und will da auch kein weiteres mal mehr hin in diese Assi-Messi-Höhle. Es stinkt und ist so dreckig dass man nichts anfassen kann und sich nirgendwo hinsetzen kann und überall ist Müll und Gerümpfel und wenn man ihm hilft die eine Ecke auszuräumen und zu verbessern wird es dafür in drei anderen Ecken wieder schlimmer. Und im Garten sieht es genau so aus, vorne gestaltet er ein Beet neu und um die Ecke stapelt sich Schrott und Teerdachpappe und Asbestreste vergräbt er einfach im Garten. Und überall liegt Müll rum. Ich muss sagen ich hab eine Müllrumliege-Phobie. Und ich hab einen starken Trigger auf stinkende vermüllte verdreckte Assi-Messie Häuser. Ich weiß nicht warum, vielleicht macht sowas anderen Menschen ja nichts aus, aber ich kann diesen Anblick nicht aushalten. Ich KANN das einfach nicht angucken sowas. Und wie jemand da mitten drin lebt. Mein bester Freund. Ich will das nicht. Aber ich hab mir jetzt 15 Jahre den Arsch aufgerissen um dem zu helfen hab da mehrere 1000 Euro reingesteckt. Er meint immer es sieht bei ihm so aus weil er so arm ist, aber ich bin jetzt zu dem Schluss gekommen dass das totaler Schwachsinn ist. Er selbst ist die Ursache für den Müll und den Gammel überall und nicht seine Armut.
    Wie viel Geld soll ich da noch reinstecken. Es macht überhaupt keinen Sinn.


    Vielleicht bin ich ja auch voll scheiße und gemein ich weiß nicht. Manches vergessert sich ja auch und natürlich hat er komplexe PTBS und Depressionen und alles, aber andere Menschen haben auch komplexe PTBS und Depressionen und werden nicht zum Gammel-Assi-Messi und stapeln Müll und Unrat in ihrer Wohnung bis die Ratten kommen. Das liegt doch nicht an den Depressionen. Oder doch? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur dass ich das nicht mehr kann. Und ich will das auch nicht mehr weil es mir selber massiv schadet. Ich kann da nichts mehr helfen. :halloweenno:


    Aber wenn er draufgeht dann bin ich Schuld. Weil ich seine einzige Bezugsperson bin. Ich kann ihn nicht auch noch verlassen.
    Aber ich finde ich habe das Recht zu sagen dass ich da nicht mehr hingehen will und werde.
    Auch wenn er das nie verstehen wird.


    Ansprechen darf man das Thema jedenfalls auch nicht, da wird er total aggressiv und fragt so Sachen wie "Welcher Müll denn??" und "Bei dir zuhause ist es auch nicht all zu sauber."


    Falls das hier irgendwer liest, was würdest ihr machen wenn euer bester Freund in einem zugemüllten Messihaus wohnen würde? Würdet ihr ihm endlos weiter dabei helfen das irgendwie in den Griff zu kriegen auch wenn keinerlei Erfogschanchen sind? Oder würdet ihr sagen dass ihr da dann einfach aus Prinzip nicht mehr hingeht und euch nur noch woanders mit ihm trefft? Aber wenn ihn das dann total verletzen würde und er das überhaupt nicht verstehen könnte und dann denken würde ihr habt was gegen ihn und seit total überheblich und haltet euch für was besseres, bloß weil ihr seine Müllwohnung nicht mehr betreten möchtet, was würdet ihr dann machen?


    Hab ich als beste Freundin das Recht zu sagen dass ich da nie wieder hin will, oder hab ich das nicht? Ich weiß es einfach nicht. :halloweensigh:
    Aber wenn ich sowas sage dann geht es ihm noch schlechter und dann müllt er noch mehr alles zu bei sich.


    Was soll ich nur tun... Ich will keine schlechte Freundin sein, aber ich kann da auch nicht mehr hin fahren. :weinen:


    Rebellion allein macht noch keinen Menschen. Sie ist nur ein erster Schritt auf einem langen, schwierigen und nie endenden Weg
    zur Überwindung der Furcht vor der Freiheit, ein eigenes Selbst und ein menschliches Herz zu haben.

  • @Drachentränen


    Also ich finde es muss beim ihm Klick machen , sonst macht er ja immer so weiter...


    Wenn er es nicht einsieht , dann wird sich auch nichts ändern...


    Damit belastet du nur dich und es bringt rein gar nichts.


    Ich finde du hast das Recht in das alles zu sagen und deine Grenzen zu ziehen...


    (Hoffe mal es hat ein bisschen geholfen)


    LG
    Sternachen

  • Ich kann mich da nur anschließen.
    Irgendwann ist es genug. Ich bin auch schwer depressiv und in meiner Wohnung laufen keine Ratten rum und hier stapelt sich auch kein Müll.


    An deiner Stelle würde ich ihm ein Ultimatum stellen. So schwer es auch sein mag wenn es immer so weiter geht zerstörst du dich mit dieser Freundschaft irgendwann.

    Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt.

  • Hallo Drachentränen,


    ich finde du hast das Recht zu sagen dass du die Wohnung nicht mehr betreten möchtest, denn es schadet dir ja selber.
    Klar könnte dein Freund blöde reagieren, aber vllt macht es auch Klick bei ihm, weil ihm dadurch den Ernst der Lage bewusst wird.
    Und ja, die Ursache von Messiwohnungen ist ein Psychisches Leiden oder/und physisches Leiden.
    Bei beiden gibt es Hilfe. Sollte es nur physisch nicht gehen, kann man soweit ich weiß, bei der Krankenkasse ne Haushaltshilfe beantragen.
    Bei der Psyche sieht es etwas anders aus, hierbei ist Therapie nötig.


    Zitat von Drachentränen

    Aber wenn er draufgeht dann bin ich Schuld. Weil ich seine einzige Bezugsperson bin. Ich kann ihn nicht auch noch verlassen.


    Und nein es wäre nicht deine Schuld. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Daher ist es völlig okay, dass du für dich und deine Grenzen einstehst. Bringt ja nix wenn du dich damit auch noch kaputt machst.
    Du kannst sofern es deine Kräfte noch erlauben, ja mal nach ner Beratungstelle oder andere Anlaufstellen (z.b. Therapeuten) Ausschau halten und aufgelistet deinen Freund überreichen.
    Mehr kann man meiner Meinung nach nicht tun.
    Und du kannst dennoch weiter die Bezugsperson bleiben, mit der Bedingung eben sich auswärts zu treffen oder eben auf eine Veränderung seitens der Wohnung deines Freundes.


    Das ist meine Ansicht, ich hoffe sie hilft dir etwas weiter.


    Liebe Grüße

  • Vielen Dank für eure Antworten. Es beruhigt mich etwas dass ihr das auch so seht.


    Naja ich hab ihm inzwischen gesagt dass ich ihn in Zukunft nicht mehr zuhause besuchen werde. Er hat es so hingenommen, hat auch gesagt dass er es verstehen kann, aber es verletzt ihn halt auch total und es ist ein weiteres Stück Normalität was ihm dadurch wegbricht.
    Seine Schwester will ihn ja auch schon nicht mehr besuchen kommen deswegen und jemand anderes hat er nicht.
    Eigentlich wäre die Lösung dass wenn ich zu ihm fahre dann so lange in einer Pension oder Ferienwohnung übernachte, aber das ist für mich selber aus psychischen Gründen halt auch nicht so einfach. *seufz* :halloweensigh:
    Mal ganz davon abgesehen dass es furchtbar teuer ist.
    Aber irgendwie werde ich das wohl hinkriegen müssen demnächst, denn sonst würden wir uns ja fast gar nicht mehr sehen können. Er wohnt nämlich leider total weit weg und wir sehen uns eh schon nur 3-4 mal im Jahr wenn wir uns eben gegenseitig besuchen.


    Bei der Psyche sieht es etwas anders aus, hierbei ist Therapie nötig.

    Ja auf jeden Fall, nur leider hat er das schon zwei mal versucht (Traumatherapie) und es ist beide Male nichts draus geworden.
    (Bei mir klappt das auch immer nicht, deswegen kann ich das gut verstehen, aber so wird sich eben auch nie was ändern.)


    Du kannst sofern es deine Kräfte noch erlauben, ja mal nach ner Beratungstelle oder andere Anlaufstellen (z.b. Therapeuten) Ausschau halten

    Oh okay, auf die Idee mal bei einer sozialpsychiatrischen Beratungsstelle nachzufragen was man da noch machen könnte bin ich noch gar nicht gekommen. :daumenhoch: Eigentlich bräuchte er dringend sowas wie einen Sozialarbeiter der immer mal nach dem Rechten sieht und die Dinge ein wenig anschiebt. Aber an sowas kommt man leider nicht so einfach ran wenn das nicht direkt von einer psychiatrischen Klinik vermittelt wird.


    Er würde ja sogar in eine Klinik gehen, es ist sogar eine auf Trauma spezialisierte in seiner Nähe, aber wegen seinem Hund geht das leider nicht. Den Hund kann auch niemand anderes so lange nehmen weil der Hund genau so psychisch gestört ist. :halloweenno:


    Irgendwo hier im Forum hatten wir das Thema ja schon mal, man weiß leider immer gar nicht welche Beratungsstellen für was zuständig sind und wie man an sowas wie Betreuer/Sozialarbeiter/Haushaltshilfen rankommt. (Also außerhalb von Kliniken eben.) Ich fürchte da braucht man erst einen ärztlichen Attest für.


    Danke auf jeden Fall noch mal für den Hinweis.


    LG


    Rebellion allein macht noch keinen Menschen. Sie ist nur ein erster Schritt auf einem langen, schwierigen und nie endenden Weg
    zur Überwindung der Furcht vor der Freiheit, ein eigenes Selbst und ein menschliches Herz zu haben.

  • Zitat von Drachentränen

    Eigentlich bräuchte er dringend sowas wie einen Sozialarbeiter der immer mal nach dem Rechten sieht und die Dinge ein wenig anschiebt.

    Hierzu fällt mir ambulantes betreutes Wohnen ein.
    Das hatte ich auch ne Weile und lief sehr gut. Klinik und die damalige Ärzten unterstützten dies, daher rief ich bei der Diakonie an und bat um ein Gespräch zwecks betreutes wohnen.
    Wie lange es dauerte bis ich es letztendlich hatte kann ich nicht mehr genau sagen, tut mir leid.
    Doch ich kann es sehr empfehlen. Da man begleitet die Dinge angeht, welche man alleine nicht schafft. Bei mir waren es hauptsächlich Behördengänge/Bürokram, zudem wird man unterstützt den Alltag (womit ich auch Probleme hatte) gut zu strukturieren und zu meistern.


    (Sorry muss nun los, sollte mir noch was einfallen werd ich’s schreiben. Bis dann)

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