Studiert werden

  • Wie findet ihr es hier im Forum "studiert" zu werden? 33

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    Bin mir momentan unsicher ob ich hier überhaupt noch etwas offen über meinr Probleme posten kann. Würde gerne wissen ob andere meine Bedenken teilen oder sie damit kein Problem haben.
    Und mit studiert werden meine ich nicht das einer von uns aus neugier postings von anderen durchliest. Sondern als Recherche für das Studium, für die Arbeit oder sonst sowas in die Richtung.

  • Hallo,


    ich habe mir bereits in der Vergangenheit Gedanken dazu gemacht. Für mich persönlich ist es so:
    Wenn ich einen Therapeuten habe, finde ich es ganz gut, wenn dieser sich wirklich mit Themen auseinander gesetzt hat, daher befürworte ich sowas.
    Ebenso geht es mir bei anderen nicht Betroffenen, die einfach gerne wissen möchten, wie sich Menschen fühlen, die Krankheit XY haben und wie sie damit umgehen.
    Einige Erkrankte "beschweren" sich darüber nicht verstanden zu werden und ich denke, dass man nur dann Verständnis erreichen kann, wenn das Gegenüber gewisse Informationen/Einsicht hat. Wenn wir uns wünschen, dass die Gesellschaft offener und toleranter wird, gehört es für mich ein Stück weit auch dazu selber offen zu sein. Ich rede auch mit "nicht Betroffenen" (wobei ich glaube, dass es kaum Menschen gibt, die nicht unter irgendeiner Problematik leiden) über meine Psyche und mache im Alltag schon lange kein Geheimnis mehr daraus und habe persönlich sehr gute Erfahrungen damit gemacht.


    Meine Frage an die, die es stört (jetzt für mein Verständnis)... Was genau stört Euch daran? Im Prinzip ist dies ja eine Plattform im Internet. Uns sollte bewusst sein, dass sich jederzeit Menschen anmelden können, die eben selber nicht betroffen sind und ich denke, davon gibt es hier auch welche. Was macht einen betroffenen Menschen zum "besseren" Mitleser? Dies ist ja durchaus auch ein Forum für Angehörige usw.



    Das sind meine Gedanken zu dem Thema und ich weiß, dass viele diese nicht teilen und ich hoffe, ich trete damit keinem zu nah.
    Auch möchte ich anmerken, dass ich verstehe, dass jeder da ein anderes Empfinden hat und das ist auch gut so.


    Liebe Grüße

  • im Allgemeinen,
    steht Jedem das Forum offen.
    aber @Thrawn87 meint, ob wir tatsächlich als Studiums-Objekte tauglich sein wollen....
    und da muss ich ehrlich gestehen:


    Nein!


    ich nur einer,
    der sicher auch viel lesen tut,
    was er nicht kennt und auch nicht immer betroffen oder Angehöriger sein will....
    aber es für rein berufliches, möchte ich das Forum nicht wissen
    … es ist zu viel persönliches,
    manchmal auch zu viel für Außenstehende…


    buddl1, aus meiner einfachen, bescheidenen Ansicht....

  • Wir haben ja nicht umsonst geschützte Bereiche.
    Man muss schon beim schreiben daran denken wer das liest oder lesen könnte.
    Ich habe schon an Studien teilgenommen.
    Ich finde ,gerade was komplexe PTBS betrifft ist das Wissen und der Umgang damit sehr ungeschickt unter vielen Ärzten...vor allem in Behandlungssituationen und bei der Diagnostik.
    Darum habe ich mich als Versuchskaninchen hergegeben.
    Aber das war zeitlich befristet.

    Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe die wir hinterlassen wenn wir gehen.


    Albert Schweitzer

  • Ich mache mir erlich gesagt kaum Gedanken darüber.
    Und es ist mir völlig klar,
    das Jeder mitlesen kann.
    Grundsätzlich ist man Anonym.
    Ich habe auch die Wahl,
    was ich, wo schreibe.


    Dazu kommt, dass mein geblubber vermutlich für andere Mitleser eh kaum Hand und Fuß hat. :uachselzuck::ulachen:
    Und falls doch irgendjemand damit was anfangen kann, dann geht das schon klar.
    Sonst würde ich mir ein Digitalen Wachhund zulegen, der meine Beiträge verteitigt. :zungerausstrecken:


    ...

  • Ich erkenne ehrlicherweise keinen Unterschied, was jetzt "gutes" und "schlechtes" mitlesen ist. Ansonsten schließe ich mich @Devika an, die schon alles dazu gesagt hat, was ich darüber denke. :halloweenyes:

    When you can't find the words to say,
    it's hard to make it through another day.
    And it makes me want to cry,
    and throw my hands up to the sky.
    -Adrian Smith-

  • Ich habe mich auch schon als "Studienobjekt" hergegeben.
    Auf der einen Seite war das ziemlich creepy, ich war damals in einem echt schlimmen Zustand und die Medizinstudenten im Hörsaal alle etwa in meinem Alter,


    auf der andern Seite darf man die Hoffnung nicht aufgeben, dass durch solche Begegnungen bei dem einen oder anderen angehenden Arzt echtes Interesse/Verstehen geweckt wird,
    das über die Headlines von Psychologie heute hinausgeht.

  • @Hakku


    Das kenne ich bisher nur von der Hautklinik.


    Dort wurde ich "dem Publikum" schon öfter "vorgeführt"...


    Nur mit einem Slip bekleidet, macht das wirklich richtig Laune.
    Können sich vermutlich insbesondere die Sozialphobiker hier im Forum gut vorstellen. ^^
    Naja, was tut man nicht alles für die Wissenschaft. Ein wertvoller Beitrag den ich da geleistet habe...*hüstel*


    Die angehenden Ärzte waren nicht zimperlich.
    Wie Pirañas strömten sie nach Vorne, um sich ihrem Studienobjekt zu widmen.
    Einer davon, von der Marke "ganz besonders wissbegierig" zog mir vom Po auch noch den Slip weg...Begründung "es muss herausgefunden werden, ob sich dort noch weiteres Narbebgewebe befindet."
    Wtf!
    Die Antwort fiel natürlich positiv aus.
    Danach wurde ich gleich in den Op verfrachtet, wo man mir eine weitere schöne Biopsie Narbe zu verpasste....
    Diese ist mal wieder ganz besonders gut gelungen....ein sehr schönes Exemplar....fällt aber zwischen ihren zahllosen Brüdern und Schwestern kaum noch auf. ^^

  • Ich werde gerne gefragt, wenn ich als Studienobjekt herhalte. Dann ist das für mich auch völlig okay. Irgendwoher müssen die ja auch Praxis bekommen und an irgendwem auch forschen dürfen - stört mich nicht.


    Mit der letzten Person, die mich für Studienzwecke „verwendet“ hat, bin ich heute übrigens verheiratet.


    Mathematisch gesehen heirate ich also 1 von 4 Personen, die mich analysieren, meine Geschichte für Studien verwenden etc. - würde mir also genau überlegen ob ich mich auf das einlassen würde :halloweenlaugh::halloweengrin:

  • Mathematisch gesehen heirate ich also 1 von 4 Personen, die mich analysieren, meine Geschichte für Studien verwenden etc. - würde mir also genau überlegen ob ich mich auf das einlassen würde :halloweenlaugh::halloweengrin:

    Da hätte ich bei dem vollen Hörsaal ja genügend "Auswahl" gehabt.
    Da waren ca. 100 Personen anwesend.
    Hat jedoch Niemand Interesse bekundet.
    Ich musste einen Haufen Papierkram ausfüllen, bevor ich in den Saal geführt wurde, hätte ich mir mal genauer durchlesen sollen...aber ab Seite 5 wars vorbei mit der Konzentration...^^


    Irgendwie habe ich diese Aufmerksamkeit aber auch genossen .... so eine Art "Wundertier" zu sein, mit einem sehr seltenen Hautdefekt, nur hätte ich gerne etwas mehr angehabt und ausschließlich weibliches Publikum...war aber eben kein Wunschkonzert.


    Ich denke nicht, dass man mir etwas Böses wollte, ich fand es nur irgendwie pervers wie man mich objektifiziert hat.
    Damals hatte ich wieder das Gefühl eine Art Statue zu sein, die völlig leblos und unbeweglich in den Raum gebracht wird....

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