Artikel aus der Kategorie „Seelenleid“ 5

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  • seit meinem letztem Blog hat sich viel getan. Am besten setzte ich direkt da an, wo ich aufgehört habe.

    Circa drei Wochen nach diesem Blog kam es zum Rückfall. Einen ziemlich heftigen sogar. Ich habe mich dermaßen zugedröhnt, und war auch überdosiert. Nun warum kam es dazu? Ich kam in eine emotionale Abwärtsspirale. Es ging mir zunehmend schlechter von Tag zu Tag und nicht zu wissen, was los war machte die Situation nur noch schlimmer. Ich wusste nur eins, mir ging es scheiße und ich wollte es weg haben. Und das Suchtgedächtnis hatte dann die Oberhand bekommen und wie im Autopilotmodus habe ich mir dann was bestellt. Der Rückfall erstreckte sich über 3 Tage in denen ich dauer drauf war. Wie habe ich mich währenddessen gefühlt? Es war super. Auch wenn das schlechte Gewissen an einem nagte, fühlte ich mich grandios. Bis am dritten Tag, da machte sich der Kater und die Überdosis bemerkbar und ich habe mich dazu entschlossen die Reste, die ich noch hatte zu entsorgen. In… [Weiterlesen]
  • So, da melde ich mich zurück, nach etwas längerer Zeit und neuen Erfahrungen.

    Ich bin derzeit in einer ambulanten Reha, um gegen die Suchtursache vorzugehen und somit den Weg beschreite, in Zukunft auch clean zu bleiben. Ich hatte bevor ich Stationär ging und auch danach einen Rückfall. Mir wurde klar, dass ich so nicht leben will und was dagegen unternehmen muss. Ich hatte die Wahl zwischen stationärer und ambulanter Reha. Stationär hätte mir wahrscheinlich nichts gebracht, daher ambulant. Ich bekomme das auch gut mit meiner Ausbildung unter einen Hut. In der Reha lerne ich wieder Zugang zu meinen Gefühlen zu bekommen, und diese wieder zuzulassen, sodass ich eben nicht versuche diese Emotionen wieder mit Drogen auszublenden. Auch wenn ich dies gerade gerne tun würde. Es wäre so einfach, aber es ist für mich der falsche Weg. Ich lerne gerade den Suchtdruck auszuhalten und den Umgang mit den Emotionen, die diesen verursachen. Das ist ne verdammt große Herausforderung, aber… [Weiterlesen]
  • Wäre mir damals bewusst gewesen, dass sich das ganze so entwickelt, hätte ich nie damit angefangen. Jetzt ist es zu spät und mein Gehirn ist verseucht. Nun muss ich damit leben und klar kommen. Wenn das Gehirn einmal in einer Abhängigkeit drin war, gibt es kein entkommen. Man hat damit ein Leben lang zu tun. Allerdings kann man sich den Konsum abgewöhnen. Das ist aber auch schon das einzige was man da tun kann. Aber es funktioniert. Man braucht nur die richtige Motivation um es sein zu lassen.

    Genau da ist das Problem. Ich habe diese Motivation nie wirklich gehabt. Ich wurde damals zum clean werden gedrängt. Naja dann dachte ich mir Okay, ich nehme die Herausforderung an und probiere es mal mit clean sein aus. Eine schlechtere Motivation kann es, glaube ich, nicht geben. So hielt ich es für ein paar Jahre aus ohne zu leben. Zwar kam immer wieder mal Suchtdruck auf, aber nicht so schlimm. Kannte es ja und wusste das kommt und geht. Es lief auch alles drumherum gut, bis wieder eine… [Weiterlesen]
  • Gerade im Moment ist es wieder aktuell, da ich mich verschätz habe und demnach gestern keine Tabletten mehr hatte und bis Donnerstag wohl auch keine mehr haben werde, sollte ich nicht doch noch welche finden.

    Vor knapp drei Monaten war ich schon mal in der Situation, nicht das erste Mal, aber nun gut. Ich dachte ich könne die Chance nutzen und mich von den Dingern lösen.Eigentlich bin ich bei sowas sehr willensstark und belastbar, aber ich kam an mehr als an meine Grenzen.

    Nehme ich die Medikamente nicht, komme ich nicht in den Tiefschlaf und Schlafentzug ist die reine Hölle für mich. Ich werde fiebrig, empfindlich und weinerlich.

    So auch von ein paar Monaten.

    Irgendwann ging es weiter.

    Kleidung auf meiner Haut wurde unerträglich. Ich zitterte wie ein Crackbaby und war kaum mehr Herr über meine Stimme oder Gefühle. Ich war entsetzlich erschöpft, aber gewillt es durchzuhalten. Mit jedem Tag wurde das „normale“ leben schwerer. Einkaufen, essen, trinken, das alles war die… [Weiterlesen]
  • Heute zitiere ich mal einen Artikel von Veit Lindau:
    "Wir leben, was Verbundenheit und Einsamkeit betrifft, in widersprüchlichen Zeiten(. ..) Alles wirkt unverbindlicher, schneller, größer, komplexer. Der Einzelne kann sich da schnell über fordert, unwichtig, winzig - ja, einsam - fühlen.
    Einsamkeit. Was löst dieses Wort in dir aus? Kannst du gut mit dir einsam sein oder fliehst du vor dieser Erfahrung?
    Einsamkeit ist für die meisten von uns doch wohl eine unangenehme Erfahrung.(...)
    Viele Menschen glauben, sie würden sich einsam fühlen, weil ihnen ein anderer Mensch fehlt. Doch das ist ein Irrtum. In der Einsamkeit Fehler du dir selbst . Wenn wir nicht mit uns verbunden sind, missbrauchen wir die physische Anwesenheit anderer Menschen oder unserer Arbeit oder die Medien, um das Vakuum zu füllen. Doch etwas Essentielles bleibt so in der Tiefe ungestillt.

    SICH DARAUF EINLASSEN
    Einsamkeit entspringt nicht dem Mangel an zwischenmenschlichen Kontakten, sondern einer gestörten Beziehung… [Weiterlesen]