Antinatalismus und VHEMT

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    • Antinatalismus und VHEMT

      Kennt die einer? Antinatalismus ist im Prinzip der Gedanke dass menschliches Leid zur Gänze vermieden werden kann indem man sich weigert sich fortzupflanzen. Keine Menschen = kein menschliches Leid. VHEMT oder Voluntary human extinction movement (Bewegung für freiwillige Ausrottung der Menschheit) ist im Prinzip das selbe, lediglich gehts da weniger um menschliches Leid und mehr um Umweltschutz.

      Klingt euch das zu radikal oder könnt ihr euch mit dem identifizieren?
    • Hehe, das sehe ich genauso..deswegen kann ich mit jeglichen nihilistischen und lebensfeindlichen Grundhaltungen so rein gar nix anfangen! Diese Konstrukte sind meistens dermaßen kurzgedacht und argumentationsarm, dass man sie nicht wirklich ernstnehmen kann. Das mag für manche zwar etwas hart und gefühlskalt klingen, aber ich hab für mich zumindest entschieden, dass ich versuche, gewisse Aspekte und Potenziale in meinem Leben noch irgendwie weiter zu erforschen und zu entdecken, solange ich nicht in der Lage bin, es freiwillig zu beenden. Es gibt letztlich nur diese beiden Alternativen, entweder man macht weiter, und dann möglichst mit einer konstruktiven und bewussteren Haltung, oder man setzt seinem Leben ein für alle Mal ein Ende!

      Leider gibt es in diesem Forum (wie in den meisten ähnlichen Foren) viel zu viele solche Leute, die so ziemlich alles verteufeln und für nichtig erklären wollen, was Realität, Evolution und Existenz angeblich grundsätzlich und allgemeingültig mit sich bringt, obwohl eine solche Haltung bei näherer Betrachtung meistens ziemlich naiv, wenig überlegt und egozentrisch erscheint. Denn wie kann sich ein einzelner Mensch ernsthaft anmaßen, irgendwelche allgemeingültigen Prämissen oder faktische Gegebenheiten über Realität, existenzielle Grundfragen, usw. zu behaupten? Nur weil man selbst leidet, kann man doch nicht widerlegen, dass das Leben für unzählige Menschen wunderschön und wertvoll ist (bzw. sein könnte), und davon bin ich auch bis heute zutiefst überzeugt! Und das sag ich als Mensch, der unglaublich wenige angenehme oder schöne Momente im Leben erlebt hat...

      Ich persönlich hab für mich schon lange begriffen, dass ich im Grunde so gut wie NICHTS weiß (orientiere mich da gerne direkt an den diesbezüglichen Erwägungen des großen Sokrates). Ich kann über jegliche Fundamente von Realität schlichtweg nur mutmaßen und meine ganz persönlichen Thesen, Konstrukte und Vorstellungen erschaffen, mehr auch nicht..aber grad deswegen obliegt es auch meiner alleinigen Macht und Verfügung, ob ich das Leben an sich (aus meiner ganz persönlichen Perspektive, es gibt nämlich keine andere, da jegliche Form von Realität nur im jeweiligen und subjektiven Ich-Bewusstsein überhaupt wahrnehmbar und interpretierbar ist..) permanent und tagtäglich von neuem als unerträglich und schreckenserfüllt mit meinen bewussten Gedanken und Vorstellungen erschaffe (indem ich quasi ausschließlich in der Vergangenheit lebe und mich von meinen diesbezügliche emotionalen Altlasten beherrschen lasse) oder stattdessen mal versuche, zumindest ein paar Umwege und neue Perspektiven für mich zu entdecken, um auf diese Weise z.B. festzustellen, dass man selbst im größten Leid (wenn man nur mal gelernt hat die Perspektive zu ändern) auch sowas wie Sinn und Tiefe entdecken kann..und je mehr man lernt, Leid zu relativieren, sich von festgefahrenen Dogmen und einschränkendem Kategorien-Denken zu verabschieden, und sein eigenes Dasein aus vielfältigeren Gesichtspunkten (als sogenannter externer, neutraler Beobachter) zu betrachten, desto mehr kann man es auch bewerkstelligen, zumindest kleine Dinge zu verändern, die zu einer inneren Heilung und Wandlung beitragen können...

      “Problems that remain persistently insoluble should always be suspected as questions asked in the wrong way.”

      Alan Watts

      Dieser Beitrag wurde bereits 21 mal editiert, zuletzt von Rainman ()

    • Hat sich das jemand mit zu viel Langeweile und Frust einfallen lassen ? :vogelzeigen2:

      Leid gibt es auch bei Tiere,sollen die nun auch alle aufhören sich zu paaren ? Am Ende gibt es nur einen Planeten mehr,auf dem kein entwickeltes Leben zu finden ist.

      Hört sich genauso an wie Leute die ständig predigen wie böse und schlecht der Mensch für die Erde und alle anderen Lebewesen ist und nur zerstört.
      Da denke ich mir auch jedes mal "Dann geh doch mit besten Beispiel voran und bring dich **,ein Mensch weniger der die Erde zerstört!"

      DAS SOLL JETZT KEINE AUFFORDERUNG ZUM SUIZID SEIN! Nur meine Gedanken,bei Menschen die eben ständig nur erzählen wie schrecklich alles ist und selbst schöne Dinge noch schlecht machen müssen.

      Ein bunter Schmetterling fliegt im Sommer über die Wiese...
      A:"Was für ein schöner Anblick!"
      B:"NEIN!!! Der dumme Schmetterling kapiert gar nicht wie schrecklich das Leben ist und ohnehin machen Schmetterlinge und alle krank,wir bilden uns nur ein das sie schön sind! :ulaber: "

      Ich betrachte auch vieles negativ und zynisch,bin mit meinem Leben auch nicht wirklich zufrieden,aber deswegen finde ich noch lange nicht,dass sich die Menschheit selbst ausrotten sollte,nur weil ich (teilweise) eine negative Einstellung zum Leben habe.

      Wer nicht zugeben bzw einsehen will,dass es es auch viele schöne und positive Dinge auf Erden gibt,mit dem Menschen,der belügt sich doch nur selbst.
    • Ich kanns insofern nachvollziehen, dass ich keine Kinder haben will. Unter anderem, weil ich mir nich zutraue dafür verantwortlich zu sein, einem menschlichen Wesen alles Nötige mitzugeben um ein erfüllendes und glückliches Leben zu führen.
      Oder anders formuliert, ich hätte Angst dieselben Fehler zu machen wie mein Vater. Das würde wohl unter das minimieren von Leid fallen.

      Davon abgesehn isses mir recht egal obs nach mir Menschen gibt oder nich. Keine Ahnung wieso das für mich ne Rolle spielen sollte wenn ich nich mehr existiere.
      It's like a birth but it is in reverse
      Never gets better, always gets worse

      - Giles Corey
    • Hakku schrieb:

      Im Prinzip kann diese Bewegung gar nicht existieren, denn jeder, der sich zu ihr bekennt,
      muss sich im selben Augenblick folgerichtig suizidieren,
      wer das nicht durchzieht, ist ein egozentrischer Heuchler.
      Ich denke hast nicht ganz verstanden. Es geht um die lebenden und deren Verantwortung nicht noch mehr Leid zu erschaffen. Geboren zu werden hat sich keiner selbst ausgesucht und somit trifft die lebenden auch keine Schuld.
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