Ungerechtigkeit macht krank

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    • Ungerechtigkeit macht krank

      Ungerechtigkeiten können krank machen und sie machen krank. Das ist m.E. nicht schwer zu kapieren, aber "unsere" Politik und "unsere" feine Gesellschaft scheinen da gedanklich auf dem Schlauch zu stehen. Das ist jetzt polemisch formuliert, also weniger geeignet eine sachliche Diskussion zu eröffnen, aber das Thema um das es hier gehen soll ist schon verdammt unfein.

      Viel Seelenleid dürfte mit solchen Ungerechtigkeiten zusammenhängen,gerade die Ungerechtigkeit, die nicht selten in Ausbildung, Bildung und der Arbeitswelt zu finden ist. Diese Ungerechtigkeit kränkt die davon betroffenen Menschen und kann denen das Selbstvertrauen und deren Lebensfreude beschädigen, Existensängste tun dann noch ihr übriges.

      Dass solche wegen oft einem miesen Geiz bedingten Ungerechtigkeiten in einem der reichsten Länder der Welt bestehen ist ein Trauerspiel, aber viele Menschen scheinen sich an den vielfach gegenwärtigen Beschiss gewöhnt zu haben, denn politisch wir da kaum etwas gegen unternommen.

      Ein erstes Beispiel:

      In vielen Studiengängen sind Pflichtpraktika vorgeschrieben, die in Vollzeit angelegt teils mehrere Monate umfassen können. Aus diesem von der Politik willkürlich bedingten Umstand versuchen nicht wenige Unternehmen in Deutschland und Europa privates Kapital zu schlagen. Für wenig Lohn sollen diejenigen, die ein Praktikum leisten müssen, Arbeiten erledigen, für die sonst besser bezahlte Angestellte eingestellt werden müssten. Unternehmen setzen teils verstärkt auf die Beschäftigung von Praktikanten als Teil eines willkürlich versuchten Lohndumpings.


      „Ich war drei Monate dort – Arbeitszeiten von 10 und mehr Stunden sind durchaus üblich. (Ich) habe dort aber keinen Cent für die Arbeit gekriegt. (…)
      Alle Arbeiten, die die festen Mitarbeiter nicht gerne machen, mussten wir machen – bis spät in die Abendstunden und an den Wochenenden.“

      So ein Erfahrungsbericht aus einem der Weblogs, die dem Austausch von Erlebnissen im Praktikum dienen – genau so oder ähnlich seit geraumer Zeit immer wieder von den Medien zum Thema erhoben und dort zu lesen und zu hören. Von ihren Bemühungen, mit einem Praktikum den Einstieg in das Berufsleben nach dem Studium zu schaffen, wissen HochschulabsolventInnen in den Medien Ernüchterndes zu berichten. Trotz hoher Qualifikationen und beträchtlicher Flexibilität bleibt vielen von ihnen der Zugang zu regulären Arbeitsverhältnissen verschlossen. Stattdessen arbeiteten sie in gar nicht oder nur niedrig entlohnten Praktikumsverhältnissen, um dort zum Teil verantwortungsvolle Positionen oder sogar reguläre Stellen zu besetzen.


      ssoar.info/ssoar/bitstream/han…ekare_Beschaftigung_-.pdf

      Auch in der reichen Schweiz scheint ein ähnliches Problem zu bestehen:

      Wie eine aktuelle Studie von Travail.Suisse zeigt, befindet sich jeder vierte der 15- bis 24-Jährigen in einem befristeten Arbeitsverhältnis. 40,9 Prozent davon sind Praktika. Damit hat sich die Zahl der Praktikanten seit 2010 um einen Drittel erhöht.

      Neu sind Praktika nicht. Bereits 2005 prägte der ZEIT-Autor Matthias Stolz den Begriff «Generation Praktikum» und machte damit auf ein negatives Lebensgefühl aufmerksam, das vor allem unter jungen Akademikern verbreitet war, die versuchten Lücken in ihrem Lebenslauf mit unterbezahlten Praktika zu überbrücken. Doch heute sind es nicht mehr nur Akademiker, die Praktika absolvieren.

      Doch heute sind es nicht mehr nur Akademiker, die Praktika absolvieren. Es sind auch Kleinkinderbetreuer, Köche, PR-Berater oder Haustechniker. Viele davon arbeiten als ordentliche Mitarbeiter zu einem Hungerlohn und haben dabei nicht einmal die Sicht auf eine Festanstellung. (...)


      watson.ch/schweiz/kommentar/55…aufstand-der-praktikanten

      (Anmerkung: Ich empfehle diesen Artikel im Original ganz zu lesen).

      Und hier noch der Erfahrungsbereich eines von Praktikantenausbeutung Betroffenen:

      "Die Scheißarbeit macht der Praktikant"

      Natürlich war mir während der ersten Wochen die Stumpfsinnigkeit der Arbeit bewusst, doch ich sagte mir, dass sie mich eben testen wollten, ob ich selbst die einfachen Arbeiten fehlerfrei und diszipliniert erledigen würde. Leider dämmerte es mir erst später: Die Firma benutzte mich als Billiglöhner. Für ein überschaubares Salär macht der unverbrauchte und motivierte Praktikant alles, was sonst niemand machen will, so schien die Devise zu sein. Ein befreundeter Kollege, ehemals selbst Praktikant, berichtete mir von seinem Einweisungsgespräch, in dem der Vorgesetzte wörtlich sagte: "Wenn es irgendwelche Arbeiten gibt, die langweilig sind und lange dauern, gib sie den Praktikanten. Du bist jetzt teuer." Ein anderer Kollege erzählte, wie mein Vorgesetzter beim Mittagessen prahlte: "Die Scheißarbeit, die gebe ich immer dem Praktikant!"


      zeit.de/karriere/beruf/2015-06…ung-ausbeutung-stumpfsinn
    • Hey,was bildet Ihr Euch ein?Die Pharmaindustrie arbeitet ausschließlich zum Wohl der Menschen.Ausgeplünderte Praktikanten dürfen doch die Hoffnung haben zum Mindestlohn übernommen zu werden.Ja und?Der reicht doch hoffentlich für die Miete?Anstellerei,sagt der Herr Professor.Anders die Handwerker,nachdem ihnen Alles genommen wurde starben sie aus.Schön blöd im Handwerk zu arbeiten,also in der Elektro -Wärme-oder Kälte -Bau oder Solar und Atomtechnik zu verhungern.Durch Arbeit ein Auskommen zu finden,dafür hart zu arbeiten?Nö,das geht auch anders,egal,ob dabei Alles den Bach heruntergeht,Hauptsache meine Ehre wird nicht beschädigt.Wenn Alle darauf kacken,daß das deutsche Grundgesetz damit geschädigt wird,dann sollten wir uns nicht über die Raffgier Einiger aufregen.Nein,man muß nicht arbeiten,um einen 150Tausend Euro Wagen zu fahren.Nein,das wäre gelogen,unfair,weil man selbst von Sozialhilfe lebt.Wie erkläre ich das meinem türkischstämmigen Nachbarn,der bei der Müllabfuhr genug Geld verdient hat,damit seine Töchter studieren konnten,wenn er auf Alles verzichtet hat,was sein eigenes Leben betraf?"Deutsches Recht?Das Recht jedes Mannes eine Frau zu ficken,wann es ihm passt?Männer,die nur Scheisse im Hirn haben,erst garnicht ins Land zu lassen ist Rassismus?Geht es eigentlich noch blöder,Frau Baerbock?Wird es Ihnen nicht selbst schlecht,wenn sie Vergewaltiger verteidigen,auf die Opfer scheissen?Jedenfalls,solange sie nicht selbst vergewaltigt wurden?Ja gebe es Gerechtigkeit,dann gebe es auch vermutlich keine Schwätzer,die nur um der eigenen Machtgeilheit schwätzen,von sich selbst glauben,sinnvolle Politik zu betreiben :kotzen: :Ratte:
      Noch ist nicht aller Tage Abend