Sternenkinder

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    • Sternenkinder

      Dieses Thema liegt mir am Herzen und ich finde es wichtig, dass man seine Trauer teilt bzw. darüber spricht, wenn man in irgendeiner Form ein Kind verloren hat oder eines seiner Kinder verstorben ist.

      Hat hier jemand von euch ein Sternenkind?
      Wie geht es euch damit?
      Wie geht ihr damit um?

      Meine persönlichen Beweggründe mag ich gerne zu einem anderen Zeitpunkt aufschreiben, wenn das ok ist.

      Stolper nicht über das, was hinter dir liegt.
    • Ich habe zwei Sternenkinder. Einmal Jason er wurde am 26.12.2006 still geboren und Little Star wurde am 19.1.2015 still geboren in der 9 Woche.

      Mir geht es "gut" damit. Sie gehören zu mein Leben dazu und ich bin Dankbar dafür das ich die Schwangerschaften hauptsächlich mit Jason erleben durfte. Meine zweiten Schwangerschaft stand schon nicht unter einen guten Stern. Ich gehe auch ganz offen mit dem Thema um. Ich verheimliche meine Kinder nicht. Gut ich erzähle es auch nicht jeden aber wenn Kinder zum Thema kommen dann erzähle ich von meinen besonderen Kindern.
      Diagnose Depression - Ein Leben zwischen depressiv & Manie
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      Ein sorgenfreies Leben
      Wird es für dich nicht geben
      Ganz gleich ob es uns gefällt
      Jeder Tag ist die Begegnung mit uns selbst

      Keine Zeit - Böhse Onkelz
    • Hallo Samira, es tut mir sehr leid, was Dir geschehen ist.
      Ich habe selbst zwei Sternenkinder, die immer noch in meinem Herzen sind, auch wenn ich inzwischen zwei Jungs habe, die den Schmerz etwas lindern.
      Ich wünsche Dir viel Kraft und dass Du irgendwann Dein Wunschkind in den Armen hälst :umarmen: .
      Alles was man vom Leben lernen kann, ist in drei Worte zu fassen: "Es geht weiter!" (Friedrich Schiller)
    • Heute mag ich kurz über meine Beweggründe für den Thread schreiben. Ich empfinde es als nur fair, nachdem ihr auch eure Geschichten hier geteilt habt.

      Es ist Herbst.
      Im Herbst ist Linus Geburtstag. Noch am Tag seiner Geburt wurde er auf sehr grausame- zu grausam, um es hier zu schreiben- Weise getötet.
      Diese Meschen büßen nun seit einigen Jahren für ihre Taten.
      Es gibt Menschen, die seit Jahren davon wissen. Aber eigtl. rede ich sehr selten/kaum über das alles.
      Es ist schon eine Weile her. Ich war jünger als heute. Ich war dümmer als heute. Und vieles hätte ich ihm und mir ersparen können. Ich war unvorsichtig. Heute bin ich besser darin mich zu verstecken und zu verteidigen.
      Lange Zeit habe ich mir verboten daran zu denken. Dann kam alles vor einigen Jahren mit voller Wucht auf mich zu. Alles war da. Ich habe versucht darüber zu schreiben. Vor einigen Jahren. Und ich habe gemerkt, wie ich von Tag zu Tag drastisch tiefer rutschte. Es war keine schöne Zeit. Ich zerbrach in mir. Vorher hätte ich nie geglaubt, dass dieses Gefühl noch schlimmer werden könnte. Schlimmer als all die anderen schlimmen Erlebnisse zusammen. Ich zerbrach so schmerzhaft in mir, dass ich beschloss, es weiter zu verdrängen, weil ich sonst daran kaputt gehen würde. Nichts hat mich je so klein bekommen. Ab und zu kommt es ein wenig hoch. Manchmal kann ich über ihn sprechen, auch wenn es mich zerbricht. Ich fange es auf. Meistens aber gelingt es mir nicht daran zu denken und damit geht es für mich besser.
      Gerade habe ich es mir erlaubt, damit er weiß, dass ich ihn nicht vergessen habe.
      Gerade habe ich wieder an ihn gedacht. Ich weiß nicht, ob ich es oft nur verdränge oder Teile von mir es vergessen haben/verdrängen.
      Ich habe es mir erlaubt, weil ich von ihm träume. Öfter. Und vllt. hilft es, wenn ich es kurz aufschreibe, anstatt es in mir zu behalten. Ich weiß, dass ich eigtl. nicht darüber reden darf.

      Da es wirklich zu viele Schmerzen auslöst, die ich nicht halten kann und die so vieles in mir auslösen, möchte ich euch bitten, diesen Beitrag nicht zu kommentieren.
      Wenn dieser kurze Moment der Schwäche weg ist, werde ich wieder darüber still schweigen. Dann ist es mir nicht mehr möglich zu schreiben oder eure Kommentare zu erhalten. Dann kommen sie nicht bei mir an.
      Danke dennoch fürs Lesen.

      Ich ziehe mich erstmal für heute zurück. Ich werde Linus etwas schreiben, weil heute einer dieser Tage ist. Einer der Tage, an denen ich spüre, dass es ihn gab. Sonst ist es so weit weg. Heute lass ich es zu ...aber nur, weil ich es auffangen kann.

      Stolper nicht über das, was hinter dir liegt.
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