Früher war alles besser - Phrase oder Realität?

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    • Früher war alles besser - Phrase oder Realität?

      Es dürfte kaum einen Menschen geben, der den Spruch nicht zumindest mal im Stillen gedacht hätte. Aber was hat es wirklich damit auf sich? Ist alles Neue so viel intensiver oder wissen wir die gegenwärtigen Momente nicht genug zu würdigen?
      When you can't find the words to say,
      it's hard to make it through another day.
      And it makes me want to cry,
      and throw my hands up to the sky.
      (Adrian Smith)
    • Schwierges Thema.

      Ich glaube, es ist unmöglich, Vergangenheit und Gegenwart im Vergleich miteinander zu bewerten.
      Der Grund dafür liegt in der Fehlbarkeit unserer Erinnerungen - die Eindrücke, die wir nach Jahren noch aus unserer Vergangenheit mitbringen, sinst höchst subjektiv. So empfindet man Perioden seines Lebens, in denen man (z. B. aufgrund einer glücklichen Partnerschaft) allgemein sehr zufrieden war, eher verklärt - auch wenn es auch zu diesen Zeiten negative Aspekte gegeben hat. Ebenso bewertet man in gegenwärtig negativen Situationen die Vergangenheit allgemein positiver.

      Ein Vergleich kann also wohl nur an objektiven Kriterien erfüllen. Denn früher war vielleicht nicht (und sowieso nicht alles) besser, aber es war anders. So kann man sich fragen, welche aktuellen Entwicklungen man als negativ empfindet im Vergleich zu früher und was man vielleicht aus früheren Zeiten als Inspiration für gegenwärtige Rückbesinnung mitnehmen kann.


      Just my 2 cents.
    • Ich glaube dieser Spruch stammt oftmals von Leuten, die mit dem raschen Wandel der Zeit nicht Schritt halten konnten und deswegen nostalgisch auf die Vergangenheit und auf die Welt in der sie aufwuchsen zurückblicken.
      Aber ich kann es nachempfinden. Rapide technische Entwicklung, soziale Kälte, wirtschaftlicher Wandel etc.
      Ich kenne den Spruch auch hauptsächlich von "älteren Semestern".

      Wenn ich meinem Opa zum Beispiel erkläre, dass sein Tigerpanzer heute nichts mehr taugt, blutet ihm das Herz >:)
      NUR SPAß!
      Boys and girls of every age
      Wouldn't you like to see something strange?
      Look at me and you will see
      How terrifying a cat can be...
    • Früher war alles besser - Phrase oder Realität?

      Ich denke den Menschen geht es im allgemeinen besser zumindest hier in Deutschland.
      Kein krieg , kein Hunger und man kann sich fast jedes Konsumgut kaufen.
      Ärzte , soziale Unterstützung wenns einem mal schlecht geht.
      Recht offene und Tolerante Gesellschaft.
      Ich denke es ist eine gute Zeit jetzt und hier zu leben.

      Früher :
      Eventuell Krieg , kein Internet , Knochenarbeit ohne Maschinen.
      Nö lieber nicht .
    • Also wenn ich so in Bücher schaue,mir alte Musik anhöre,uralte Familienfotos angucke,da da muss es für mich früher wohl doch schöner gewesen sein.

      Allein den Kleidungsstil fand ich damals viel besser,wo man oft noch wirklich stilvoll angezogen war,Anzug,vernünfige Schuhe,ordentlichen Hut,wo man einer Frau noch ordentlich den Hof machen konnte oder die Musik,Jassz,Swing und all das.

      So ab Ende der 70er mit den 80ern ging es dann erst mal den Bach runter,Musik ist häufig totaler Mist,wenn ich da allein an Rap denke,besonders deutschen Rap von Bushido und Co..Leute,besonders junge Leute,laufen häufig rum als hätte man sie aus irgendeiner schmutzigen Ecke gekratzt,halbe Tonne Gel in den Haaren,Hose bis in den Knien,Farben die 0 zueinander passen,14 Jährige die schon wie Flittchen angezogen sind.

      Wobei man schon wieder bei anderen gesellschaftlichen Dinge wie Arbeit wäre,wo man früher noch anständige Berufe erlernt hat,bekommt man häufig absurde Antworten wie "Sänger/Superstar" "Camgirl" und all das,weil unterschwelliger Müll wie DSDS,Supertalent,Berlin Tag und Nacht,Big Brother den Menschen unglaublich das Hirn verbrennt und auch der widerlichsten Mist noch als "cool" hingestellt wird.

      Was andere Dinge wie die medizinische Versorgung,technische Errungenschaften,Freizeitangebote,Reisemöglichkeiten usw betrifft,da würde ich dann schon sagen das man es heute sehr viel besser hat als früher.Heute geht man wie selbstverständlich ans Handy oder macht das Licht an,früher war es noch was besonderes.
      Wenn ich da an meine Eltern denke,die mal meinten das es in deren Kindheit anfänglich nur 2,3 Sender gab die auch jeden Tag nur wenige Minuten gesendet haben :D
    • ja früher war es besser
      es war zwar auch falsch wie es früher gelaufen is
      aber was jetzt abläuft is einfach nur asozial
      und 2016 wird sich das auch nicht ändern
      im gegenteil 2015 war kindergarten und das steigert sich von jahr zu jahr
      es gibt immer mehr auf die fresse
      wenn die menschen nicht endlich aufhören
      und lernen zusammenzustehen
      aber land is nicht in sicht wenn es so weiter geht
      Ist das Nudelholz der Baseballschläger der Zwerge? :Halloweenwink:

      Jede Entscheidung ist durch Beziehungs- und soziale Erfahrungen sowie verinnerlichte gesellschaftliche Werte und Zuschreibungen beeinflusst.
    • Ich verschwinde oft in der Vergangenheit und da bleibe ich auch.
      Ich denke der Mensch hat die Wahl, ob er sich von der Vergangenheit beeinflussen lässt oder ob er daraus eine Lehre für sich ziehen kann.
      Für mich als Mensch mit schizophren Phasen, ist es schwer die allgemeine Realität und meine Vergangenheit auseinander zuhalten.
      Ich denke nicht, das die Vergangenheit, insbesondere meine, etwas ist, was es wehrt wäre besonders zu bewahren. Damit will ich sagen, ich kann in bestimmten Phasen mich von ihr los sagen und muss nicht mehr an sie denken.
      Ich halte meine Vergangenheit für eine schwere Belastung, die manchmal auslöschen will. Für immer. Leider ist mir das nicht möglich.
      Ich habe mal ein Zitat gelesen.
      Das lautet wie folgt: "Die Jugend liebt heutzutage den Luxus.
      Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten.
      Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süssspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."
      Da denke ich mir, der Mensch hat schon oft in der Vergangenheit gelebt und kann es vielleicht auch nicht anders.
      Das bedeute für mich, dass ich meine Vergangenheit los lassen sollte, wenn ich ein gutes weiteres Leben haben möchte.
      Jetzt ein selbst geschriebener Text, der mir gerade einfällt:
      Ich blicke zurück und sehe nur Asche. Keine Blumen oder gar ein Wiese.
      Ich bin zerrissen. In mehrere Teile. Mindestens drei.
      In deren Selbst ich doch verbunden bin.
      Warum drei frage ich mich?
      Eins ist unser Gewissen. Das urteilt und richtet.
      Der andere ist unser Gedächtnis. Das uns die Vergangenheit zeigt.
      Der letzte ist mein Wille. Der uns sagt, dass es auch anders geht.
      Aus der Asche meiner Vergangenheit wachst die Möglichkeit.
      Die Möglichkeit sie zu akzeptieren.
      Die Möglichkeit sie hinter mir zu lassen.
      Es zerreisst mich häufig.
      Diese nicht zusammen sein.
      Bin ich das überhaupt?
      Wer bin ich dann?
      Die vergangen Momente zeigen mir: Mein Selbst ist nicht verloren. Es ist nur begraben unter der Asche.

      Vielleicht, so vermute ich, ist der Mensch mit einer schlechten Vergangenheit wie ein Phönix. Er stirbt und ersteht wieder auf. Aus seiner Asche.


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    • Ich denke, einerseits hauen oft ältere Semester den Satz raus, weil sie eben nicht mehr mit der heutigen Zeit zurecht kommen. Verklärung der Vergangenheit sozusagen.

      Andererseits meine ich, dass es früher tendenziell wirklich besser war, was Miteinander und Kommunikation angeht.
      Das, was gerade passiert, ist erschreckend. Überall im Land brennen Flüchtlingsunterkünfte, die Schere zwischen Arm und Recih klafft immer weiter auseinander. Einige Jugendliche reden und benehmen sich total asozial.

      Trotz technischen und medizinsichen Errungenschaften war das Leben früher vielleicht doch besser.
    • Für mich ist es der Reiz des Neuen, welcher mir im Laufe der Zeit verloren ging und mich die Vergangenheit als besser empfinden lässt. Ich wuchs noch in einer Zeit ohne Internet und Smartphones auf. Trotzdem gab es unendlich viel zu entdecken und tun.

      Diesen Prozess des Neuentdeckens durchläuft natürlich jedes Individuum. Und ich glaube, gerade diese Momente sind es, die einen Menschen sehr prägen können. Sei es die erste große Liebe, der erste Urlaub im Ausland, oder das erste besuchte Konzert Deiner Lieblingsband. Diese Intensität an Gefühlen und Eindrücken kann nur schwerlich erneut erreicht werden. Selbst wenn die erste große Liebe eine Enttäuschung, die erste Auslandsreise verregnet und der Sound des ersten Konzertes deiner Lieblingsband matschig war, werden wir diese ersten Eindrücke niemals normal einordnen können. Die Intensität des Erlebten lässt uns die Geschehnisse nahezu romantisieren.

      Insgesamt erschienen mir die Menschen früher aber doch zufriedener und ausgeglichener. Man wusste wohin und wozu man gehört. Mit dem kometenhaften Aufstieg der privaten Fernsehsender und vor allem des Internets, verschwanden diese Grenzen zusehends. Einzig der Konsum steht noch im Mittelpunkt. Und es wird einem vorgegaukelt alles erreichen und alles sein zu können. In dieser Hinsicht, war die Welt der 80er und frühen 90er auf jeden Fall ehrlicher.
      When you can't find the words to say,
      it's hard to make it through another day.
      And it makes me want to cry,
      and throw my hands up to the sky.
      (Adrian Smith)
    • Stimmt
      - Damals hatten die Leute sich gegenseitig geholfen, heute, wenn was passiert, wird erst mal das verk****e Smartphone rausgesucht, um die Wette gegafft und fotografiert und Rettungswege blockiert, Hauptsache man hat was auf Facebook zum prahlen. Und wenn sie dann selber in die Bredouille geraten, ist das Geschrei groß -.-

      - Früher konnten Kinder bis in die Dunkelheit draussen spielen und man musste sich keine Sorgen machen, heute geht das nicht mehr.

      - Wenn ich mal 15 Jahre zurück sehe, waren alle irgendwie Chilliger drauf, heute wirst du überall genötigt, entweder dich bis zum Umfallen mit Muckis aufzupumpen oder als Frau dünn wie ein Kleiderständer von H&M zu sein, um als attraktiv zu gelten.

      Ich könnte die Liste noch weiter führen, sprengt aber den Rahmen. Jedenfalls werden die Menschen immer kälter und egoistischer und es wird in naher Zukunft weiter bergab gehen mit dieser Gesellschaft.

      Meine Meinung.

      Respekt denen, die das Wort Menschlichkeit noch kennen und leben.

      Zed
      O.o
    • Nichts von beidem.
      Natürlich haben sich Sachen verschlechtert, aber es haben sich auch viele Sachen verbessert…
      Wann ist „früher“?
      Da, wo es uns am besten ging, wir alles durch eine rosarote Brille gesehen haben? Oder ist es die Jugend? Naja, ich hatte die nicht wirklich, trotzdem kommt es mir so vor, als wären damals alle netter zu mir gewesen (ok, vielleicht ändert sich das immer wenn man älter wird), aber trotzdem…

      I´m not mad, my reallity is just different than yours.

    • Mh, naja "Früher ist relativ" recht ungenau die Frage.

      Früher vor 40 000 Jahren als die letzte Eiszeit Ihren Abklang nahm saß der Homo Sapiens im Süden und der Homo Erectus im Norden und mussten aufpassen das en Säbelzahntiger ned kommt und alle auffuttert ;)

      Ich möchte ned tauschen,früher war alles schwer und beschissen,wenn ich mir die alten so anschaue sind es ausnahmen gewesen die gut gelebt haben und in der menschlichen Natur liegt es negatives schnell unter den Tisch fallen zu lassen.

      Vor allem wird hier schnell vergessen wie manch einer zu was kam......durch verrat,Korruption usw.......davon weis nur die nachfolge Generation wenig weil wohl kaum jemand seine eigen Familie belasten will.


      Ich würde eher sagen SHIIIT,ich will 100 jahre später geboren werden. Dann is es wenigstens interessant,nich mit dem ganzen Müll mit dem ich mich jez beschäftigen muss ;)

      Und selbst da muss ich sagen dann bitte aber woanders geboren werden,die menschliche Spezies kenn ich nu.......ned so doll die Menschen ;) müssen noch viel lernen.
      Wenn sich im Leben eine Tür schließt, sollte man manchmal Hammer und Nagel parat haben damit das Scheißding auch zu bleibt. :Halloweenwink:
    • Es ist eine einfache Frage, die schwierig zu beantworten ist. Weil es keine eindeutige Antwort dazu gibt. Na klar, es war Früher (sprich vor zehn bis 50 Jahren) anders. War es besser? Vielleicht, aber dass kann man nicht genau sagen, da die Zeit anders war, die Umstände waren anders usw. Man kann zwar sagen, dass damals vieles besser gelaufen ist, z.B. die soziale Interaktion mit anderen menschen. Früher wurde man rausgeschickt und man hockte nicht immer im Zimmer. Es sei den man lernte. Früher... da kannten sich alle noch mit Namen, man sprach einander an auf der Straße, plauderte ein wenig.. Und heute... alles in Hektik, viel zu viel los und alles ist wichtiger, als das Soziale. Es ist traurig, wie die Zeit vergeht.
      Aber sicherlich gibt es jetzt auch verbesserungen, man kann über die ganze Welt skypen oder telefonieren usw. Man ist oft in kontakt mit anderen, was man früher nie gedacht hätte, dass es möglich ist.
      Was bedeutet überhaupt "stark" sein?
      Niemals aufzugeben oder es zu schaffen,
      dass niemand merkt, wie kaputt man eigentlich ist?