Welchen Wert hat der Mensch eigentlich

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    • Welchen Wert hat der Mensch eigentlich

      Es gibt den Begriff "Wertschätzung" in Bezug auf uns Individuen. Aber das meint doch eigentlich die Wahrnehmung und Achtung dessen, was jemand tut oder getan hat und nicht die Person selbst. :kopfnuss:
      Würd mich mal interessieren, was ihr dazu meint. Hoffentlich ist das OK, dass ich hier ein neues Thema angefangen hab :smiley37:
    • Aber die Person macht doch geanu das aus, was sie getan hat oder zumindest das, was du davon glaubst, zu wissen. Also kannst du doch sowohl eine Person wertschätzen, für das was sie tut oder getan hat als auch für das Resultat dessen - nämlich die Person selbst, die genau das verkörpert, dass du schätzt. :gruebel:
      Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen.

      (Das Restaurant am Ende des Universums)
    • Ich finde,dass eine prinzipielle Wertschätzung nicht von der Leistung eines Individuums abhängig sein sollte.
      Leider wird uns das in unserer Leistungsgesellschaft anders beigebracht.
      Wertschätzung jedem fühlenden Wesen gegenüber finde ich wichtig.
      Unabhängig von den Taten.

      Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe die wir hinterlassen wenn wir gehen.

      Albert Schweitzer
    • Ich stimme da sowohl @Gandalf als auch @Nimmermehr80 zu.

      Prinzipielle Wertschätzung gegenüber jedem Wesen, finde ich wichtig und sollte eigentlich gegeben sein

      Und dann kann es ja sein das man jemanden noch zusätzlich besonders wertschätzt wegen der Bedeutung die deaerr jemand für einen hat. Also z.b. wegen dessen taten oder einfach nur so
      Aber ich finde eben das das zusätzlich sein sollte.

      Aber Wertschätzung finde ich auch ist ein sehr schwerer Begriff zum Definieren..
      Per Aspera ad Aspera ~ ASP
    • Ich glaube, dass es sich nicht vermeiden lässt und auch ganz normal ist, dass man manche Menschen mehr wertschätzt als andere, weil sie einem einfach näher stehen, man viele Stunden mit ihnen verbracht hat, ja, sie auch Dinge getan oder nicht getan haben.

      Fremden Menschen sollte man zumindest erst einmal neutral und ohne Vorurteile begegnen, unabhängig von Nationalität/Alter/Beruf/Können usw.
      Was man glaubt zu wissen von einer Person und sie deswegen schätzt oder nicht, ist denke ich ein
      großes Problem, weil genau dieses „Wissen“ oft falsch und mit Vorurteilen behaftet ist.

      Ich habe nicht automatisch mehr Achtung vor einem Menschen oder schätze ihn mehr, nur weil er in einer hohen Position ist oder scheinbar viel geleistet hat. Natürlich gibt es Menschen, deren Leistung und Können ich bewundere (Einstein z.B.) aber auch er war nicht perfekt, hat gravierende Fehler in seinem Leben gemacht.

      Jeder von uns leistet viel, auf seine ganz eigene Art, sei es nur dieses Leben zu leben, was nicht immer einfach ist. Das ist doch eine bemerkenswerte Leistung, die es zu schätzen und zu achten gilt.

      Prinzipiell gleiche Wertschätzung jedem Menschen gegenüber aufzubringen, unabhängig von dessen Tun, besser gesagt dessen Taten, dazu bin ich leider nicht fähig und das ist auch nicht mein Ziel.
      Im Extremfall müsste ich da ja für eine Massenmörder oder Diktator die gleiche Wertschätzung empfinden, als für die Menschen an meiner Seite, tut mir leid, das kann und will ich nicht.
      Jeder Mensch ist prinzipiell erst mal gleich viel „Wert“ aber dieser Wert ist für mich nicht unabhängig von seiner Moral, Menschlichkeit und seinen Taten.
      Es ist sinnlos, dem Schicksal zu grollen,
      denn es nimmt keine Klagen an.
      Marc Aurel
    • Mir hat mal ein Wirtschaftsakademiker gesagt:
      "Ein Menschenleben ist ca. 400000 Euro Wert.
      Das ist die höchste Summe, auf die man klagen kann."
      (Ich weiß nicht mehr ganz ob diese Summe so stimmt,
      aber darum geht es mir auch nicht)
      Klingt erstmal viel, aber ich glaube wir beide waren
      uns Stillschweigend einig.
      Das diese Werteinschätzung zu Materialistisch erscheint.

      Die wirkliche Tatsache ist für mich, nach wie vor Unbestimmt.

      Denn den Wert bestimmen Menschen die einen Wertschätzen und lieben.
      Ich denke wer die Mittel und Verfügungen hat.
      Ist mit Sicherheit bereit viel mehr zu geben.
      Als der oben genannte betrag.

      Es kann ja auch eine Handlung sein,
      die eine Wertfeststellung aufzeigt.
      Z.b. Jahrelange b.z.w Jahrzehntlange,
      Einschränkung um liebevolle Zuwendung zu leisten.
      oder das spenden eines Organes.
      Was in meine Augen höher zu werten ist,
      als einen Betrag.

      Um in Wirklichkeit eine Summe zu nennen.
      Bräuchte man einen Vergleichswert.
      Denn messen heißt vergleichen.

      Da ich aus dem stehgreif kein klarwerdendes Beispiel nennen kann.

      Kann ich wohl nur sagen das der Wert.
      Eines Menschenleben durch ein anderes Menschenleben,
      aufgehoben werden kann.

      Was wohl mit klarer Gewissheit,
      sich zugetragen hat.
      Das ein Mensch sich für einen anderen Menschen,
      sich geopfert hat.
      Und ich glaube das ist der Maximalste wert,
      den man erreichen kann.

      Dabei geht es mir nicht um Leben für Leben.
      Sondern die Bereitschaft der Handlung.

      LG Razor :herzen:
      Das was bleibt,
      ist das was übrig bleibt!
    • ich sehe den wert des menschen darin, was er anderen wert ist. das ist für mich bittere traurige realität. ich habe mein leben lang so viel für andere getan wie ich konnte, weil sie mir etwas wert waren. dann habe ich das nicht mehr getan und sie gingen und gaben mir nichts zurück. seitdem fühle ich mich wertlos. ich hatte zwischendrin einen echt gut bezahlten job, aber da waren die meisten der menschen, die mir was wert waren schon weg und naja, ich fühlte mich wertlos trotz der kohle, insofern sagen mir gefühl und meine erfahrung, dass ich nur soviel wert bin, wie andere mir ihre zeit und liebe (auch im freundschaftlich-platonischen sinn) gönnen. und anderen immateriellen kram.
      ...i've got the final judgement...
    • interessant sind in diesem sinne schmerzensgelder, unabhängig davon das diese nach bestimmten faktoren wie Intensität des schmerzes und Folgeschäden berechnet werden kommt es teils zu urteilen bei denen eine HIV Infektion weniger wert ist als nicht tödliches.

      Das Leben ist im wahrsten Sinne des Wortes unbezahlbar.
      Honestly ? You look like Mozart sounds. Such a warm embrace compared to the cold hard ground.
    • Der menschliche Wert ist überalll ein anderer
      Scharf stellt fest: Dem menschlichen Leben wird überall auf der Welt ein anderer Wert beigemessen. In Deutschland etwa wird er seine Haare beim Frisör nicht los. Zu kurz, zu dünn, unbrauchbar. In der Ukraine ist die deutsche Ware dagegen bares Geld wert. Und während ein Schweizer 150.000 Euro für seinen Rücken als lebende Leinwand bekommt, werden Moldawier vor allem als Ersatzteillager wertgeschätzt: Als Gastarbeiter werden sie in die Türkei gelockt, wo sie um ihre Nieren erpresst werden. 80.000 Euro bezahlt der Empfänger dafür. Der Spender bekommt 2300 Euro.
      Dokumentation "Was bin ich wert?" - Wir sind nicht alle gleich

      Was bin ich Wert?

      Gute Doku zum Thema, auf Deutsch, nur leider nicht auf YT auffindbar.
    • Also was die materialistisch geprägte Leistungsgesellschaft und den Wert des einzelnen Menschen angeht muss ich mich wohl auf den guten alten Morpheus berufen:

      "Für die sind wir nicht viel mehr als DAS!"

      [Bild entfernt]

      Eine Definition von Wert ist schwierig, da wir da wahrscheinlich alle mit einer anderen Währung "zahlen". Dem Einen ist Ehrlichkeit das höchste Gut, der Nächste spricht vielleicht Kreativität den höchsten Wert zu.

      Unabhängig von den persönlichen Präferenzen sollte man aber anderen Menschen nicht jede Wertigkeit absprechen, nur weil sie den eigenen Idealen ggf. nicht entsprechen. Gerade die Unterschiedlich- und Andersartigkeit sollte uns einander WERTvoll machen. Vielfalt kann durchaus bereichern und Horizonte erweitern.
      It's rather easy to shine in the light. But to glow in the dark - that's mastery!
    • Caedys schrieb:

      Unabhängig von den persönlichen Präferenzen sollte man aber anderen Menschen nicht jede Wertigkeit absprechen, nur weil sie den eigenen Idealen ggf. nicht entsprechen. Gerade die Unterschiedlich- und Andersartigkeit sollte uns einander WERTvoll machen. Vielfalt kann durchaus bereichern und Horizonte erweitern.
      Das unterschreibe ich so.

      Wenn mir ein Mensch z.B. unsympathisch ist, ist er dadurch ja nicht weniger wert.
      Er ist genauso weniger wert als ich. Und genauso bin ich mir selbst nicht weniger wert als andere. Jeder Mensch hat seine Wertigkeit.

      Ich glaube, man darf den Wert nicht mit dem materialistischen Preis verwechseln. Was hier ja schon geschehen ist, denn es fielen Zahlen.
      Denn "wertvoll" oder der Wert von etwas hat immer eine andere Bedeutung als der Preis!


      Daher ist der Wert eines Menschen schon ein sinniger ausdruckt.

      Jeder Mensch hat im Grundsatz seine Wertigkeit. (Wie oben gesagt.)
      Dennoch kann man Menschen haben, die einem persönlich "mehr wert" sind, weil sie einem besonders am Herzen liegen. Was nicht heißt, dass andere dadurch ihren Wert verlieren. Nur für einen ganz persönlich steigt eben manchmal der Wert von etwas, weil man es liebt/ besonders mag/ an ihm hängt.

      Stolper nicht über das, was hinter dir liegt.