Wie einsam sind denn diese Menschen bitte, dass sie so offen für eine Person sind, die temporär ihren Lifestyle widerspiegelt und dann ihnen schöne Worte macht, also nicht dass ich das Jugendlicher nicht auch gemacht hätte (alle die sich als Otaku, Emo oder Goth bezeichneten waren gut ... naive Jugend), aber da wächst man doch eigentlich raus, oder?
Basierend auf dem Prinzip funktioniert auch der "Beruf" des Heilpraktikers.
Sie sind keine anerkannten Mediziner - ja, die Berufsbezeichnung ist noch nicht einmal fest definiert und es gibt keine entsprechende Standardausbildung, an der man dann die Fähigkeiten und Qualität eines Heilpraktikers messen kann.
Aber da zunehmend die Qualität der gewöhnlichen Gesundheitsversorgung abnimmt und auch immer mehr bei den Ärzten menschlich seltsame Einstellungen wie z. B. "Friss oder stirb" Einzug halten (also: "Nimm gefälligst die Lösung, die ich dir anrate/vorsätze, was anderes wird's nicht geben!"), und die Heilpraltiker mehr auf so etwas eingehen, beser menscheln, inklusive nach außen hin ergebnisoffener auftreten und wirken, als wenn sie ihr "Handwerk" besser in sich verstehen als Ärzte, die ständig irgendwelche Fehldiagnosen stellen, nicht genau nach-/hinschauen und einem am Ende noch was einreden wollen- darum haben die ihren Zulauf und den besseren Ruf. Sie wirken vertrauenswürdiger, einfach, weil sie nicht so offen besserwisserisch auftreten und mit Basta!-Politik argumentieren.
(Letztlich stemmt sich jegliches hämisches Gerede über die "Schulmedizin" (allein wenn das Wort schon fällt, weiß man, wo man gerade ist) aus diesem einen Unterschied, dass die mehr und besser auf den Klienten eingehen. Noch gar nicht mal davon, dass die Lösungen, die sie anbieten, am Ende wirklich mehr Erfolg haben.)