Beiträge von Tankist

    Wie einsam sind denn diese Menschen bitte, dass sie so offen für eine Person sind, die temporär ihren Lifestyle widerspiegelt und dann ihnen schöne Worte macht, also nicht dass ich das Jugendlicher nicht auch gemacht hätte (alle die sich als Otaku, Emo oder Goth bezeichneten waren gut ... naive Jugend), aber da wächst man doch eigentlich raus, oder?

    Basierend auf dem Prinzip funktioniert auch der "Beruf" des Heilpraktikers.

    Sie sind keine anerkannten Mediziner - ja, die Berufsbezeichnung ist noch nicht einmal fest definiert und es gibt keine entsprechende Standardausbildung, an der man dann die Fähigkeiten und Qualität eines Heilpraktikers messen kann.

    Aber da zunehmend die Qualität der gewöhnlichen Gesundheitsversorgung abnimmt und auch immer mehr bei den Ärzten menschlich seltsame Einstellungen wie z. B. "Friss oder stirb" Einzug halten (also: "Nimm gefälligst die Lösung, die ich dir anrate/vorsätze, was anderes wird's nicht geben!"), und die Heilpraltiker mehr auf so etwas eingehen, beser menscheln, inklusive nach außen hin ergebnisoffener auftreten und wirken, als wenn sie ihr "Handwerk" besser in sich verstehen als Ärzte, die ständig irgendwelche Fehldiagnosen stellen, nicht genau nach-/hinschauen und einem am Ende noch was einreden wollen- darum haben die ihren Zulauf und den besseren Ruf. Sie wirken vertrauenswürdiger, einfach, weil sie nicht so offen besserwisserisch auftreten und mit Basta!-Politik argumentieren.

    (Letztlich stemmt sich jegliches hämisches Gerede über die "Schulmedizin" (allein wenn das Wort schon fällt, weiß man, wo man gerade ist) aus diesem einen Unterschied, dass die mehr und besser auf den Klienten eingehen. Noch gar nicht mal davon, dass die Lösungen, die sie anbieten, am Ende wirklich mehr Erfolg haben.)

    Also es ist durchaus möglich, ein differenziertes Bild zu zeichnen und genaue Zahlen sind ehh schwierig, aber der Umstand, dass das zumindest ein ziemlich bedeutender Aspekt war, finde ich sehe unstrittig.

    Ich lege mich da nicht so fest, weil es immerhin möglich ist, dass welche auch ohne diese Denkweise in die Partei eingetreten sind.

    Und später war es immerhin auch so, dass jeder Arsch eingetreten ist, wegen der Popularität und weil es irgendwann den Charakter annahm, dass man dadurch Vorteile hat. Da ist dann jeder Vagabund angekommen und wollte Mitglied werden (auch Leute, die in der Parteimeinung "nicht zu ihnen passend" gewesen sind, um es mal milde auszudrücken).

    - Umgekehrt genauso, dass nicht allein nur NSDAP-MItglieder antisemitisch eingestellt waren.


    Woher sich das stammte, dass plötzlich Anfang des 20sten Jahrhunderts die ganze Gesellschaft die Juden als Grund dafür sah, dass es ihnen schlecht geht (und dabei darf man leider nicht nur im kriegsgeplagten Miteleuropa nach WWI bleiben, sondern es war ja auch in Übersee so, die an diesem Krieg noch nicht beteiligt waren) - weiß ich nicht wie das zustande kam. Mit welcher Begründung. (Nur die Weltwirtschaftskrise will ich mal nicht in Betracht ziehen.) Ich weiß nur - und das ist soweit ja auch gesichert - DASS.


    Edit:

    Also, um etwas abschließendes zur Diskussion zu sagen: Wenn jedenfalls von denjenigen, die von dir ausgangs angeführtes behaupten wollen, um damit im Kern auszusagen "nein, die NSDAP war nicht antisemitisch eingestellt", dann ist es klar eine falsche und auch überaus unwahrscheinliche Behauptung, angesichts dessen wie weit damals gesellschaftlich Antisemitismus verbreitet und gesellschaftlich "normal" war.

    Woher solche das haben - natürlich keine Ahnung meinerseits... :schulterzucken: Ich hänge doch nicht in solchen Gefilden herum. :vogelzeigen: (Halb humoristisch könnte man hier anführen: Haben die das vom Höcke oder was? Der schlechteste Geschichtslehrer der Welt ist schließlch so seriös in Geschichtsdingen wie ein schmieriger Plattenboss im Musikgeschäft.)

    Zu behaupten, dass die Anhänger, der literal NSDAP nicht zu einem guten Teil antisemitisch gewesen seien ist ... ... rich

    Hm... Ob das damals wirklich so war, wüsste ich tatsächlich auch nicht (nicht sicher genug für mich)... Allerdings war Antisemitismus in der Bevölkerung zu dem Zeitpunkt überaus verbreitet und so was wie "geistiger Mainstream". - Käme also auf eine andere Art und Weise trotzdem darauf hinaus. (Es war schon grundlegend damals nicht minder verbreitet, darum funktionierte es auch, als die Nazis die Juden zum generellen Sündenbock für alles Elend und jede Ungerechtigkeit in der Welt auserkoren und es den Leuten noch drei Mal mehr eingehämmert haben.)


    Ja, keine Ahnung... Mehr als mit Fakten und möglichen Beweisen zu argumentieren, und das multidisziplinär, bei der Berücksichtigung von "tiefer stapeln", wenn man irgendwas nicht wirklich genau weiß, könnte ich auch nicht, weil ich für anderes zu dumm bin.

    Irritierend finde ich dise Irrationalität nicht, das liegt aber daran, weil ich schon sehr lang Menschen beobachte und studiere. Daher also an ihrem "Grundbetriebssystem" als Spezies sozusagen "forsche", als auch an dem, wozu sie alles fähig sind - kognitiv als auch allgemein neuronal.

    (Eher finde ich absolute (kognitive) Dummheit, Unbildung und fantatischen Glauben an irgendwas irritierend - weil man da nicht vorausberechnen kann, mit was jemand als nächstes "um die Ecke kommt". Jemand kann da mit dem Bizarrstem und absolut abwegigem ankommen, schlimmer als man es sich in den eigenen kranksten Fantasien ausmalen konnte - darum.)