Der Somerton-Mann

  • Somerton-Mann wird ein mysteriöser Mann (* um 1903; † 1. Dezember 1948 in Adelaide) genannt, der am 30. November 1948 in der südaustralischen Stadt Adelaide am Somerton Beach auftauchte und dort am darauffolgenden Morgen gegen 2 Uhr an einem unbekannten Gift starb. Seine Identität und die Herkunft des Mannes konnten nie geklärt werden und sind bis zum heutigen Tag unbekannt.


    Im April 1949 fand man bei einer erneuten, umfangreichen Untersuchung des Leichnams und seiner Kleidung ein sorgfältig zusammengerolltes, sehr kleines Stück Papier, auf dem die gedruckten Worte Tamam Shud (ein persischer Ausdruck, der sich sinngemäß mit beendet oder das Ende übersetzen lässt) standen und das aus einem Buch herausgerissen worden war. Es befand sich in einer kleinen, zusätzlichen Hosentasche, die von innen eingenäht und zuvor übersehen worden war. Die daraufhin folgende landesweite Suche nach dem entsprechenden Buch war erfolgreich. Ein Arzt meldete den lokalen Polizeibehörden, dass ein Buch mit dem Titel Rubaiyat am Abend vor der Entdeckung des Toten in sein Auto geworfen worden war. Es handelt sich dabei um einen Gedichtband des persischen Lyrikers ʿOmar Chayyām. Das letzte der darin enthaltenen Gedichte,


    And when yourself with shining foot shall pass
    Among the guests starscattered on the grass
    And in your joyous errand reach the spot
    Where I made one – turn down an empty glass!


    war zerrissen – es fehlte exakt das Stück, das der unbekannte Mann bei sich trug.


    Auf der Rückseite des Bucheinbands fanden sich handschriftlich eingetragene Buchstaben, die den Eindruck eines verschlüsselten Codes machen:



    Bis heute konnten die Buchstabenreihen nicht entschlüsselt werden. Fachleute bezeichneten eine verlässliche Dechiffrierung ohne weitere Hinweise als unmöglich, da die Anzahl der vorhandenen Symbole zu gering sei, um ein Muster herauszuarbeiten. Sie wiesen auch auf die Möglichkeit hin, dass die Zeichen schlicht keinen Sinn ergeben beziehungsweise keine verschlüsselte Botschaft transportieren.

    When you can't find the words to say,
    it's hard to make it through another day.
    And it makes me want to cry,
    and throw my hands up to the sky.
    -Adrian Smith-