Besessen - Roman von Christa Schyboll

  • Folgende Nachricht der Autorin hat uns heute erreicht. Gerne möchten wir Ihr neues Werk unterstützen und hier vorstellen.



    Liebe DIS-Betroffene und Angehörige,


    ich hatte einen Traum, einen Albtraum. Dramatisch genug für mich selbst, um daraus einen Thriller zu schreiben. Die DIS war zu diesem Zeitpunkt nicht einmal ansatzweise ein Thema. Durch eine logische Assoziationskette jedoch entwickelte es sich, dass die DIS/MPS ins „Spiel“ des Schreibens kam. Aus dem „Spiel“ wurde Ernst, als ich im weiteren Verlauf meiner begonnenen Romanarbeit dann über die DIS recherchierte. Ich lernte mehr und mehr von euren Leiden und euren Problemen kennen. Als Nichtbetroffene war mir zunächst fast alles neu. Je mehr ich darüber erfuhr, spürte ich, wie unendlich wenig ich weiß, wenn man nicht selbst davon betroffen ist. Mich ergriff euer mutiger, tapferer Kampf. Ich lernte Betroffene und Ärzte kennen, deren Aussagen die Grundschwingung meines Buches stark beeinflussten und dann auch veränderten. Was vorher als Thriller durch meinen eigenen Traum angelegt war, wurde nun zu einer verhängnisvollen, berührenden, intensiv-ereignisreichen Geschichte, mit spannenden Wendungen im Geschehen.


    Der Roman basiert nicht auf einem konkreten Fall, sondern ist gewollt und bewusst ein Mix aus Fantasie und Wirklichkeit – und setzt sich damit vom medizinischen Sachbuch ebenso entscheidend ab, wie von den Büchern direkt Betroffener. Es wurde aber auch eine Story aus einem einerseits sehr bedrückenden Thema und andererseits ein zugleich lichtvolles Buch, indem der tapfere Kampf der Opfer, die Möglichkeiten und Grenzen der Therapie und der Hilfe und die Notwendigkeit von Liebe und Vertrauen durch die soziale Umgebung des Dis-Patienten thematisiert wird.
    Es gehört zur Tragik, dass vielen Menschen nach einer Traumatisierung eine Art „zweites Leiden“ bevorsteht, indem sie zum Beispiel nicht richtig diagnostiziert und dann natürlich auch falsch behandelt werden, sofern sie überhaupt einen Therapieplatz rechtzeitig ergattern. Oder wenn die eigene Familie dem Ereignis hilflos oder kopflos gegenübersteht, wenn kein Opferausgleich erfolgt und vieles andere mehr. All das ahnen nicht-betroffene Leser in der Regel nicht einmal ansatzweise. So erging es ja zunächst auch mir. Deshalb steht auch diese Thematik mit im Vordergrund des dynamischen Roman-Geschehens um den sympathischen und hochtalentierten DIS-Helden Silvio, den Ausbruch seiner Identitäten und seine erste zarte Liebe, die schweren Belastungen ausgesetzt ist.


    Der Roman ist an alle interessierten Leser gerichtet. Und er wird seinem Genre (Unterhaltung) darin gerecht, dass es am Ende „gut“ ausgeht – auch wenn leider keineswegs immer auch die Wirklichkeit aller DIS-Opfer betrifft. Doch hier ist der Fokus auf das Anliegen des Buches an sich zu setzen.


    Es versucht zusätzlich zur niveauvollen Unterhaltung durch die informative Hintertür auch einen Blick generell auf Trauma-Opfer und ihre Nöte (hier: DIS) und ihre oft schwierige Alltagswirklichkeit zu werfen und die überwiegend nicht betroffenen/informierten Leser damit für eine gesellschaftliche Gruppe unter uns zu sensibilisieren, die viel mehr Achtung und auch Hochachtung vor ihren Leistungen verdient hat.


    Je mehr Einzelheiten ich im Laufe der Recherche erfuhr, wurde mir klar, welch eine enorme Leistung da von vielen Patienten mit ihren kompetenten Psychotherapeuten/innen erbracht wird, die eine erfolgreiche Re-Integration tatsächlich gemeinsam schaffen und die Opfer in ein für Sie selbst lebenswertes Alltagsleben wieder zurückkehren können. Eine große Leistung, die Respekt abverlangt. Aber vor dem Respekt steht in der noch unzureichend informierten Öffentlichkeit eben auch die Information, die Grundlage ist.
    Vorurteile müssen abgebaut werden. Ein Roman wie meiner, ist da nur ein winziger Mosaikstein, der allerdings durch das Genre Roman auch an die Nichtbetroffenen gerichtet ist. Das Buch kann nie und nimmer dem individuellen Einzelschicksal Genüge tun. Aber er kann durchaus zu einem atmosphärisch-positiven Klima beitragen, das das EIGENTLICHE, Trauma-Opfer und DIS, wieder einmal ein wenig mehr in den Vordergrund des öffentlichen Bewusstseins rückt, falls es Leser findet.
    Denn worüber man spricht, bekommt eine neue Aktualität und bekommt damit auch eine neue Chance darin, Vorurteile abzubauen und konkret mehr Hilfe als bisher zu leisten, damit aus den Opfern einer Traumatisierung nicht lebenslange Opfer durch eine anschließend desinteressierte, unwissende Mit- und Umwelt wird.
    Der Roman erscheint Mitte April 2015 im Südwestbuch Verlag, Stuttgart als Taschenbuch. Vielleicht mag der eine oder andere von Ihnen ihn ja einmal kennenlernen?!


    Ich hoffe, er trägt dazu bei, die Thematik der DIS/MPS/Trauma-Opfer und psychische Folgen in der Öffentlichkeit neu zu diskutieren und dem Thema eine verstärkte Aufmerksamkeit zu geben.
    Das Thema geht uns alle an – nicht nur, weil ein jeder Mensch selbst zum Trauma-Opfer werden kann, sondern auch aus Gründen der Mitmenschlichkeit.


    Lieber Gruß


    Christa Schyboll
    https://www.facebook.com/photo…1616761902&type=1&theater


    Meine HP, falls Sie mich ein wenig näher kennenlernen möchten:
    http://www.christa-schyboll.de

    When you can't find the words to say,
    it's hard to make it through another day.
    And it makes me want to cry,
    and throw my hands up to the sky.
    -Adrian Smith-

  • Kurz mag ich hier auch noch das neueste Werk von Christa Schyboll vorstellen:


    Vom Stinkemichel und seinen Freunden: 26 Geschichten für kleine Alltagshelden - Gesamtausgabe


    Bei der Kinderbuch-Serie „Vom Stinkemichel und seinen Freunden – 26 Geschichten für kleine Alltagshelden“ von Christa Schyboll handelt es sich einerseits um spannende Kinder-Unterhaltung; andererseits erhält diese Serie ihre zusätzliche Besonderheit durch das Aufgreifen alltäglicher Probleme in Familie, Schule und Freizeit mit dem Ziel, durch die Geschichten die Sozialkompetenz der Kinder zu stärken und positive Impulse zur Werte-Orientierung zu geben. Die einzelnen Geschichten richten sich je nach Inhalt und Verständnisreife an Kinder im Alter von 5 – 12 Jahren. Am Ende des Buches sind die speziellen pädagogischen Themen, die in den einzelnen Geschichten behandelt werden, übersichtlich aufgelistet. Mit einem Vorwort von Dipl. Heilpädagogin (Univ.) Melanie Mertens und Illustrationen von Edith Metzner.

    When you can't find the words to say,
    it's hard to make it through another day.
    And it makes me want to cry,
    and throw my hands up to the sky.
    -Adrian Smith-