Vom Freund zum "feind"

  • Ich hatte bis vor kurzem einen sehr guten Freund, mit dem ich auch eine gute Menge an Geschichten durch gemacht habe. Leider hatten wir auch unsere Vorgeschichte, welche eine gescheiterte Beziehung beinhaltet. Die Freundschaft konnte sich dennoch wieder aufbauen, worüber wir beide sogar sehr froh waren, weil wir uns gegenseitig sehr viele und gute Ratschläge geben konnten, da wir beide in unserer Kindheit misshandlung und Demütigung erfahren haben und jetzt natürlich unsere Probleme mit uns rumtragen.


    Aufjedenfall verlief die Geschichte jetzt so das wir vor ca. 3 Monaten einen Streit geklärt hatten und wieder sehr viel miteinander unternommen haben, darunter fällt z.B. Auch das ich ihm bei seinem Auszug aus seinen Elternhaus unterstützt habe. Es lief dann so ab das wir uns, glaube ich, zu oft gegenseitig gefragt haben ob wir uns treffen sollen (war dann wirklich täglich mit Übernachtungen usw.) dazu muss man auch sagen das mein Kumpel angefangen hat Drogen auszuprobieren. Es hat sich dann mit der Zeit immer weiter zu gespitzt mit Missverständnissen, streitereien usw. bis es sogar darauf hinauslief das er mir gegenüber etwas gewalttätig wurde (nix sonderlich schlimmes, ohne bleibende sichtbaren Wunden) und mir gegenüber auch geäußert hat das er dem ganzen Druck nicht standhält und sogar den Wunsch des Todes ausgesprochen hat. Wiederum wollte er aber nicht wissen wie ich mich damit fühle und hat mir eigentlich nur noch Vorwürfe gemacht und mir Sachen unterstellt und wollte Begründungen für Sachen die er mir vorgeworfen hat aber nicht stimmten. Am Ende des letzten großen Streites sagte er dann, das er für's erste keine freundschaft mehr will, wir uns aber dennoch in Gruppen treffen könnten und auch schreiben könnten. Aber er sich auch wünscht das die streitereien aufhören und wir wieder gut miteinander leben können.
    Ich hab für mich jetzt entschieden, das ich den Abstand wahre, damit Ruhe einkehrt. Jetzt kam er aber nach 3 Tagen wieder auf mich zu und hat das Gespräch gesucht. Ich bin zwar kurz darauf eingegangen, habe mich aber schnell wieder abgewandt, da das ja auch eine seiner bitten an mich war. Er wirkte sehr geknickt danach, nicht nur nach meiner Meinung.


    Ich würde gerne wissen was andere zu dieser Geschichte sagen bzw auch machen würden, da mir dieser Mensch wirklich viel bedeutet und ich ihn eigentlich nicht verlieren will.
    Danke schon mal im Voraus an euch :)

  • deine entscheidung war aus meiner sicht richtig.
    du hast gemerkt dass er sich veränderte, er sogar gewalttätig wurde (nichts schlimmes?, was sollte den erst passieren?) und alles endete im streit.
    er erkannte erst nach (oder schon) nach 3 tagen, das er falsch gehandelt hat,
    er hat dich mehr als einmal verletzt, auch verbal,
    seine einsicht dazu du bemerkt hast,
    jedoch keine entschuldigung von ihm kam, keine reue nur trauer,


    wenn bestimmte dinge zwischen freunde nicht mehr passen,
    ist es besser sich zu trennen, bevor daraus hass geworden ist.
    letztlich entscheidest du, wie weit er sich dir in aller freundschaft nähren darf,
    doch, ich befürchte, nichts wird mal wie es mal war,
    er hat sich verändert,
    das schafft er nicht noch mal (!?)


    buddl1, nicht alles hält ein leben lang und verzeihen kann man viel, aber nicht alles....