Schreibt ihr gerne?

  • Hey,


    Da ich selbst wahnsinnig gerne lese und seit Jahren immer wieder Gedanken und Geschichten aufschreiben, würden mich einige Dinge brennend interessieren:


    • Schreibt ihr ebenfalls gerne?
    • Wenn ja was?
    (Gefühle, Gedanken, Geschichten, Genre?)
    • Wie kamt ihr zum Schreiben?
    • Was gibt es euch es euch?/Hilft es euch?


    Ich freue mich auf einen regen Austausch und bin schon ganz gespannt, welchen Bezug die anderen Kinder der Nacht zum geschriebenen Wort haben. :halloweenyes:

    'The tiger and the lion may be more powerful but the wolf does not perform in the circus.'
    ~unknown

  • Ich habe das Thema mal verschoben.


    Zu deinen Fragen

    • Schreibt ihr ebenfalls gerne?
    • Wenn ja was?
    (Gefühle, Gedanken, Geschichten, Genre?)
    • Wie kamt ihr zum Schreiben?
    • Was gibt es euch es euch?/Hilft es euch?


    Ich schreibe sehr gerne, ja.
    Meistens arbeite ich an meinem Buch (Was ich aber nicht vor habe je zu veröffentlichen) oder in meinem Tagebuch.
    Ich weiß nicht, wie ich dazu kam. Das war schon immer mein Ausdrucksmittel.
    Es hilft mir, weil ich selber immer mein bester Gesprächspartner bin.

  • Hab es gerade gesehen, war mir unsicher bezüglich des Bereichs.




    "...weil ich selber immer mein bester Gesprächspartner bin."


    Das gefällt mir.
    Es trifft den Nagel auf den Kopf, wieso ich ursprünglich angefangen habe wieder verstärkt zu schreiben.
    Tagebuch bekomme ich seltsamer Weise nie auf die Kette, aber ich verarbeite viel in poetisch angehauchten Texten und kurzen Geschichten.

    'The tiger and the lion may be more powerful but the wolf does not perform in the circus.'
    ~unknown

  • Hallo,


    ich schreibe für mein Leben gerne.
    Seit meiner Kindheit führe ich intensiv Tagebuch.
    Ich habe irgendwann mal damit angefangen.


    Und vor 10 Jahren habe ich mir deswegen einen eigenen Laptop gekauft.


    Ich schreibe auch viele Briefe und gerne Mails.


    Allerdings hat in den letzten Jahren die Qualität meiner Schriften stark abgenommen und ich bringe nicht mehr viel Hirnmasse in meine Texte ein, zumindest fällt es mir immer schwerer.


    Wegen meiner Sehstörung lese ich so gut wie nie.
    Ich würde allerdings gerne mehr lesen, weil man nur dadurch beim Schreiben besser werden kann.


    Eine Zeit lang habe ich auch viele Gedichte geschrieben.


    Das Schreiben gibt mir Halt.
    Meine Gedanken zu protokollieren scheint zumindest einen kleinen Teil in meinem Chaos-Kopf zu ordnen, deswegen hilft es mir sehr und ist nicht mehr weg zu denken.


    Auch der Austausch mit Anderen ist mir unheimlich wichtig.


    Das geschriebene Wort wird von mir sehr geachtet und ich lege viel Wert auf Formulierungen und Behutsamkeit.


    Ich interessiere mich sehr für Gedichte, Zitate, Schriften, weiträumiger auch Schriftarten und Typographie.


    Was ich gerne machen würde: Geschichten schreiben.


    Aber dazu fehlen mir Ideen und ich habe ein großes Problem mit dem roten Faden und Logik allgemein, was dazu führt, dass keine gute Geschichte heraus kommen kann, die logisch aufbaut und schlüssig endet.
    Das finde ich ein bisschen schade, dass ich so wenig Talent dafür habe.



    Liebe Grüße,



    Waschili

    "Wie steht es schon in der Bibel:
    LECK MICH!"


    (H. Simpson)


  • Das Schreiben gibt mir Halt.
    Meine Gedanken zu protokollieren scheint zumindest einen kleinen Teil in meinem Chaos-Kopf zu ordnen, deswegen hilft es mir sehr und ist nicht mehr weg zu denken.


    Das war damals der Auslöser, wieso ich anfing intensiver und vermehrt zu schreiben. Ich bin froh darum diese Möglichkeit gefunden zu haben, um wenigstens ab und an Ordnung ins Chaos zu bringen.


    Es ist schade, dass du eine Sehstörung hast, aufgrund welcher es erheblich schwerer ist zu lesen.


    Aber ich glaube es geht beim Schreiben nicht nur darum zu werten, ob es gut oder schlecht ist, sondern um das Gefühl das es dir im Moment des Schreibens gibt.


    Ich wüsste selbst nicht zu sagen, ob ich schreiben kann, zumal ich mir gegenüber eh sehr kritisch bin, doch in dem Moment des Schreibens ist mir das egal und das ist unglaublich befreiend. Mein kleines Glück.


    Das ein ums andere Mal hat mir meine Liebe zu Buchstaben schon das Leben gerettet und ich sehe es wie du, das geschriebene Wort verdient Achtung und Respekt.


    Diese kleine, flache Zeichen gehen oftmals mehr in die Tiefe, als die meisten Menschen die ich kenne.

    'The tiger and the lion may be more powerful but the wolf does not perform in the circus.'
    ~unknown

  • Es ist schade, dass du eine Sehstörung hast, aufgrund welcher es erheblich schwerer ist zu lesen.

    Das muss dir nicht leid tun. Bis auf ein paar Einschränkungen komme ich damit ganz gut zurecht :halloweenhappy:


    Ja, ich denke, das Schreiben ist auch für mich eine Art Ventil, um Gefühle heraus zu lassen.
    Ganz klar, das hatte ich vorhin vergessen.


    Ohne das Schreiben wäre mein Leben irgendwie leer...



    Waschili

    "Wie steht es schon in der Bibel:
    LECK MICH!"


    (H. Simpson)

  • Ich schreibe sehr gerne...Gedanken, Gefühle, Gedichte...und ein Buch.


    Angefangen habe ich mit 17,...nachdem ich meinen einzigen Freund verloren habe. Ich wollte sein Schicksal teilen und schrieb mir all die Wut, die Unverständnis, den Hass, die Trauer von der Seele. Ziemlich schnell sind ganze Gedichte daraus geworden. Viel mehr fand ich aber gefallen Teile meiner Traumwelt aufzuschreiben und sie in der verdrängten Realität Wirklichkeit werden zu lassen. Das ging so weit, dass ich ein ganzes Buch im Phantasie-Genre verfasst habe, das eine Spiegelung meiner Traumwelt ist.


    Mir hat das alles sehr geholfen den Tod zu verarbeiten aber auch selbst für mich eine Art Druckventil zu erzeugen, um nicht komplett den Verstand zu verlieren.


    Immer wieder überfliege ich meine Werk, erinnere mich zurück, reflektiere wie ich gehandelt und gedacht habe.

    Truly, if there is evil in this world, it lies within the heart of mankind.
    Edward D. Morrison

  • @Rhea Anca
    An einem Buch mochte ich mich gerne auch einmal probieren. Gedanken, Erfahrungen und Gefühle - oft in poetischer Form - sind es auch bei mir zumeist.


    Schon seit ich schreiben kann war da eine Liebe zum geschriebenen Wort. Mit 13 dann kam die Poesie und Philosophie.
    Ich verarbeite Themen die mich betreffen, interessieren oder umgeben, in kurzen Texten und Geschichten. Es hilft mir oftmals mich wieder zu fangen und erden.


    Und Schreiben ist ein wunderbare Ventil, besonders für negative Empfingen, die gesellschaftlich nicht so "akzeptiert" werden.


    Ich überfliege auch oft alte Texte um mich zu erinnern, was ich schon alles geschafft habe, zu reflektieren und mir Mut zu machen.

    'The tiger and the lion may be more powerful but the wolf does not perform in the circus.'
    ~unknown

  • Ich schreibe auch sehr gerne. Schon als Kind habe ich Tagebuch geschrieben. Da meine Mutter aber zweimal in meinem Tagebuch gelesen hat, habe ich aufgehört. Während der jetzigen Therapie habe ich wieder angefangen und gemerkt, dass es mir sehr, sehr gut tut. Ich speichere alles auf einem Stick, so dass keiner mehr darin lesen kann...

    Aber glaubt mir, dass man Glück und Zuversicht selbst in Zeiten der Dunkelheit zu finden vermag. Man darf nur nicht vergessen ein Licht leuchten zu lassen. Albus Dumbledore

  • Ich hab früher als Kind sehr viel geschrieben, hauptsächlich Geschichten oder "Romane", aber ich hab es fast nie geschafft die fertig zu schreiben, später im Erwachsenenalter noch ein paar Kurzegeschichten aber die sind so gut wie nie fertig geworden, egal wie kurz sie angedacht waren. *seufz* Ein paar Gedichte und Liedtexte hab ich noch zustande gebracht aber auch da sind viele unvollendet geblieben. Inzwischen haben die Depressionen fast alles aufgefressen und es geht fast nichts mehr.


    Eine Zeit lang hab ich mit anderen zusammen Geschichten geschrieben, immer jeder abwechselnd ein Kapitel, das war wirklich schön aber auch da ... hat sich irgendwann alles immer wieder im Sande verlaufen.


    @Poetess wenn du so viel schreibst, hast du schon mal mit dem Gedanken gespielt bei solchen Literaturwettbewerben mitzumachen? Das kann man meist auch ganz anonym übers Internet. Irgendwelche Stiftungen schreiben sowas immer mal wieder aus und dann muss man zu einem bestimmten meist sehr weitgefassten Thema so eine vorgegebene Textmenge einreichen, und wenn man bei sowas öfters mal auf die vorderen Plätze kommt und die Texte dann richtig irgendwo veröffentlicht werden, kann man gut anfangen so eine kleine Hobbyschriftsteller-Karriere zu starten. Wenn ich das bei dir so lese und wenn Schreiben so ein bisschen dein Leben ist dann solltest du das vielleicht echt mal überlegen.


    Oder gibt es schon irgendwelche Internetseiten wo du deine Texte veröffentlichst? Da gibt es ja auch einige die sowas kostenlos anbieten.


    Aber ich kann auch gut verstehen wenn man das Gefühl hat, dass die eigenen Texte und Geschichten viel zu privatpersönlich für die große Öffentlichkeit sind. Das ist bei mir nämlich immer so. Grade wenn man so traumatisches schriftlich verarbeitet etc. Aber es gibt auf der anderen Seite eben auch immer Leute denen es genau so geht und denen das dann voll hilft und wie aus der eigenen Seele spricht sowas zu lesen. Ich mein dann kann man mit seinen Geschichten auch echt anderen noch was gutes tun.


    Rebellion allein macht noch keinen Menschen. Sie ist nur ein erster Schritt auf einem langen, schwierigen und nie endenden Weg
    zur Überwindung der Furcht vor der Freiheit, ein eigenes Selbst und ein menschliches Herz zu haben.

  • @Drachentraenen


    Bei mir haben die Depressionen damals das Zeichnen und Musizieren stark gemindert, doch das Schreiben fing mit ihnen wieder verstärkt an, so ein kleiner Versuch Ihnen zu entfliehen oder sie zumindest zu bändigen. In besonders schweren Phasen hat auch das Schreiben nicht mehr geholfen, bzw ich gar nicht die Motivation dazu gehabt, aber irgendwie kam ich immer zum Geschriebenen Wort zurück.


    Auf deine Fragen, also nein, ich hab da noch nicht wirklich drüber nachgedacht, bzw noch nicht in dieser Form.
    Irgendwie würde ich gerne mal auf einen Poetry-Slam gehen und irgendwann werde ich das wohl auch tun.
    Die Idee mit den Literaturwettbewerben ist toll, nur neige ich dazu mich runter ziehen zu lassen, wenn etwas nicht so klappt wie ich es mir erhoffe bzw Bewertungen schlecht ausfallen sollten. Ich nehme das immer persönlicher, als ich sollte, etwas das sicher viele hier im Forum kennen.


    Ja, tatsächlich veröffentliche ich das ein oder andere auf Wattpad, einer Online-Plattform für Hobbyschreiberlinge wie mich. Dort fühle ich mich relativ wohl, weil ich schon interessante "Begegnungen" hatte und überraschend positives Feedback erhalte. Das tut mir manchmal echt gut.
    Natürlich sind meine Texte sehr privat, doch nicht bei allen kann man heraus lesen, aus welchem Hintergrund sie entstanden sind.
    Und ich merke selbst, dass es mir gut tut wenn ich mich dort mit anderen auseinandersetze und interessante neue (Kurz-)Geschichten oder Poesiewerk finden kann.

    'The tiger and the lion may be more powerful but the wolf does not perform in the circus.'
    ~unknown

  • Ich liebe es zu schreiben und schreibe seit ich 7 bin. Die ersten Anläufe habe ich sogar noch in einem alten Diddl Buch.
    Vor ein paar Monaten habe ich mein erstes Buch geschrieben und nach viel hin und her korrigieren fertig gestellt. Jetzt bin ich beim zweiten.


    Gerade im ersten habe ich extrem viele Dinge verarbeitet, obwohl die Geschichte reine Fiktion ist. Das richtete sich zwar auch schon nicht an Kinder oder junge Jugendliche, aber das zweite wäre jetzt explizit ab 18.
    Im großen und ganzen bin ich zwar zufrieden, habe aber auch ständig starke Selbstzweifel, ob das was ich mache überhaupt gut genug ist.

  • Ich schreibe meist schubweise. Es gibt nur sehr wenige Dinge, die kontinuierlich weiter geschrieben worden sind. Es gab durchaus Phasen, in denen ich stundenlang geschrieben habe um es anschließend völlig befremdet durchzulesen und bei der nächsten Gelegenheit in den Mülleimer zu befördern. Danach folgte dann immer eine lange Pause.


    Ich habe ein sehr gespaltenes Verhältnis zum Schreiben wie auch zu der Sprache. An manchen Tagen gelingt es mir nicht einmal einen einzigen Satz zu formulieren weil ich die Worte nicht mehr klar erfassen kann. Manchmal kommt mir selbst die Sprache fremd vor.


    Schreiben hat für mich vor allem eine Erinnerungs- und Organisationsfunktion. Es gibt sicherlich das ein oder andere Gedicht, Kurzgeschichten usw. von mir allerdings bereue ich es jedes Mal, wenn ich sie mir im Nachhinein durchlese. Das Erstellen von Listen ist allerdings Im Alltag für mich unabdingbar.

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