Oskar Gröning zu vier Jahren Haft verurteilt

  • Aus meiner Sicht ist es eine Blamage für die deutsche Justiz. Erst 70 Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs schaffen die es, ihn in den Gerichtssaal zu kriegen. Und dann muss auch noch geprüft werden, ob er überhaupt haftfähig ist. Es ist zwar aus meiner Sicht gerecht, aber zu was für ein Aufwand? Ein Mann, bei dem Klar ist, das er nicht mehr lange leben wird in den Knast zu schicken, wo er mit einer Wahrscheinlichkeit von 80% sterben wird, entspricht für mich nicht mehr dem Grundsatz der Humanität. Meines Wissens nach verjährt nur Mord nicht. Und ein Buchhalter, der auf Einweisung KZ-Häftlinge beklaut, begeht auch keinen Mord. Er war ja nicht einmal an den Tötungen in irgend einer Weise beteiligt.
    Willkommen in Deutschland...

  • Mich versetzt das Thema in Rage... ein prozess wie dieser ist in meinen augen, fernab jeglicher fairness. Der Mann war zum Einen nicht an irgendwelchen Ermordungen direkt beteiligt und zum Andern einfach ein Zahnrädchen in einem ekelhaften System wie viele tausende andere auch.


    Im ganzen Prozess, soweit ich das verfolgen konnte, war nur die Rede davon was geschehen ist und was er hätte vielleicht tun können. Über die Konsequenzen die er zu jener Zeit von Seiten des NS-Regimes erfahren hätte, wurde nicht gesprochen. Wobei es wohl jedem klar ist, was ihm widerfahren würde, wenn er den Dienst verweigert hätte. Der sehr spekulative Ansatz, er hätte sich ja versetzen lassen können, ist entsprechend der Tatsache, wieviel Mühe man sich mit der Vertuschung der Tötungslager gegeben hat, absolut lachhaft und wenig realistisch.


    Der Vorwurf der Beihilfe zum Mord ist mir in anbetracht seiner bürokratischen Rolle ohnehin ein Rätsel


    Das Sahnehäubchen sind aber die Reaktionen namhafter Größen und Institutionen aus Isreal, die von zu milder Strafe sprechen und bereits mit dem Finger der Rechtschafenheit auf uns zeigen.
    Aber selbst Menschenrechte ignorieren und die eigene Siedlungspolitik im Gazastreifen und im Westjordanland als gerecht bezeichnen. Jeder Kritiker wird dann mit der Bezeichnung “Antisemit“ mundtot gemacht, völlig ungeachtet der Tatsache das es hierbei um Politik und nicht um Religion geht.....aber gut das ist ein anderes Thema

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